04343 4 33 94 21 info@photovoltaik.sh
Beratung. Planung. Projektierung. Aufbau.

Thermische Trägheit als virtueller Batteriespeicher: KI-gestützte Lastflexibilisierung in der industriellen Kühllogistik am Praxisbeispiel der Peter Bade GmbH

In 1 Minute die Ersparnisse mit einer PV-Anlage berechnen (klicken)

    kWh
    Wir empfehlen: kWp Anlage sowie einen kWp Speicher.
    €/kWh
    Hinweis: Dies ist eine Beispielrechnung die bis 5000 kWh optimiert ist.
    Jetzt unverbindliches Angebot erhalten


    Mit dem Absenden erklären Sie sich mit der Datenverarbeitung einverstanden. Wir geben Ihre Daten nicht ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung an Dritte weiter. Wir verwenden Ihre Daten nicht zu Werbezwecken in Form von Newslettern oder sonstigen Werbeformaten.

    REGIONAL. PERSÖNLICH. TYPISCH NORDDEUTSCH.

    Sie erhalten einen Anruf von uns innerhalb von 48 Stunden. Getreu unser Markenpersönlichkeit behandeln wir Ihr Anliegen von der ersten Minute an mit den altbewährten norddeutschen kaufmännischen Tugenden.

    Aus der Region, für die Region. Daher arbeiten wir nur mit regionalen Partnern und exklusiv für unsere Kunden in Schleswig-Holstein.

    Ihre Daten in guten Händen:

    • keine Weitergabe an Dritte

    • sichere Datenübertragung

    • Datenlöschung nach Art. 17 DSGVO

    • Keine Newsletter oder Spam

    Die Gewerbekälte und Kühllogistik gehören zu den stromintensivsten Branchen. Durch die hohe thermische Trägheit von Kühlhäusern lässt sich jedoch ein bislang wenig genutztes Potenzial erschließen: Das Kühlhaus kann als virtueller Batteriespeicher fungieren, Lastspitzen ausgleichen und damit Netzentgelte sowie Strompreise deutlich senken. Das Praxisbeispiel der Peter Bade GmbH in Neumünster, umgesetzt mit der KI-Plattform flexOn von encentive, zeigt, wie automatisierte Flexibilitätssteuerung messbare Einsparungen erzielt und gleichzeitig die Kühlkette sicher gewährleistet.

    Warum Flexibilisierung in der Gewerbekälte wichtig ist

    • Gewerbekälte und Kühllogistik zählen zu den stromintensivsten Industriezweigen.
    • Durch die thermische Trägheit lässt sich das Kühlhaus als virtueller Batteriespeicher nutzen.
    • Ein solcher Speicher ermöglicht die Senkung von Netzentgelten und die gewinnbringende Nutzung von Spotmarkt-Preisschwankungen.

    Das Kühlhaus als virtueller Batteriespeicher

    Das Kühlhaus der Peter Bade GmbH umfasst 6.500 m² Lagerfläche und bietet Temperaturzonen von +10 °C bis -24 °C sowie einen Schockfrostbereich bis -35 °C. Diese thermische Masse ermöglicht es, bei günstigen Strompreisen oder hohem PV-Ertrag die Kälteaggregate gezielt leicht unter den Sollwert zu kühlen. Während teurer Preisphasen oder netzkritischer Zeitfenster können die Aggregate dann gedrosselt oder vollständig abgeschaltet werden, ohne die zulässigen Temperaturgrenzen zu überschreiten.

    • Kühlhaus-Lagerfläche: 6.500 m² (2024, Standort Neumünster).
    • Kältespektrum: +10 °C bis -35 °C (2024).
    • Thermische Trägheit dient als Puffer, vergleichbar mit einer Batteriespeicherfunktion.

    KI-Plattform flexOn von encentive: Funktionsweise und Komponenten

    Die Plattform flexOn steuert das Zusammenspiel aus PV-Eigenerzeugung, dynamischen Strombörsenpreisen und der Kühltechnik, ohne die Kühlkette zu gefährden. Sie vernetzt folgende Komponenten vor Ort:

    Die Steuerung basiert auf Wetter-, Erzeugungs- und Preisprognosen, sodass die Kälteanlagen bei niedrigen Börsenpreisen oder hohem PV-Ertrag vorkühlen und bei hohen Spotmarktpreisen die Last reduzieren.

    Messbare Einsparungen durch automatisierte Flexibilitätssteuerung

    Durch die automatisierte Fahrplanoptimierung mit flexOn konnte die Peter Bade GmbH ihre Energiekosten nach eigenen Angaben erheblich senken (pv magazine, Oktober 2026). Die Einsparungen betreffen mehrere Größen:

    • Stromverbrauch: gesenkt.
    • Arbeitspreis am Strommarkt: durch Verlagerung in günstige Stunden gesenkt.
    • Netzentgelte (Peak Shaving / atypische Netznutzung nach § 19 Abs. 2 StromNEV): gesenkt.
    • CO₂-Emissionen: gesenkt.

    Diese Ergebnisse zeigen, dass die KI-gestützte Optimierung nicht nur die Energiekosten reduziert, sondern auch einen signifikanten Beitrag zur Klimaneutralität leistet.

    Anerkennung im Rahmen des dena Energy Efficiency Award 2024

    Das Kooperationsprojekt zwischen der Peter Bade GmbH und encentive wurde von der Deutschen Energie-Agentur (dena) für den Energy Efficiency Award 2024 in der Kategorie “Von clever bis digital! – Die Bandbreite der Energieeffizienz” nominiert. Die Nominierung unterstreicht die Branchenrelevanz des Praxisbeispiels; eine unabhängige Prüfung der Einsparwerte ist damit nicht verbunden.

    Herausforderungen und Risiken

    • Strenge lebensmittelrechtliche HACCP-Vorgaben: Die Flexibilisierung darf die lückenlose Kühlkette nicht gefährden; das Regelsystem muss enge Hysteresebänder einhalten und bei Grenzwertüberschreitung sofort auf Sicherheitsbetrieb umschalten.
    • Abhängigkeit von volatilen Marktpreisdifferenzen und regulatorischen Netzentgeltregeln: Die Wirtschaftlichkeit beruht zum Teil auf § 19 Abs. 2 StromNEV und Spotmarkt-Spreads; Reformen der Netzentgeltsystematik können zukünftige Einsparpotenziale verschieben.

    Häufig gestellte Fragen

    Wie funktioniert ein Kühlhaus als “Batteriespeicher”?

    Aufgrund der thermischen Trägheit gekühlter Güter kann ein Kühlhaus bei günstigem Strom oder hoher PV-Leistung vorkühlen und die Kälteanlage während teurer Spitzenlaststunden stundenweise abschalten, ohne dass zulässige Temperaturgrenzen überschritten werden.

    Welche Komponenten steuert das Energiemanagementsystem vor Ort?

    Die Plattform vernetzt die gewerblichen Kälteaggregate, Wärmepumpen, die Photovoltaik-Dachanlage sowie die Erdwärme- und Wärmerückgewinnungssysteme anhand von Wetter-, Erzeugungs- und Preisprognosen.

    Fazit

    Das Beispiel der Peter Bade GmbH demonstriert eindrucksvoll, wie die thermische Trägheit von Kühlhäusern in Kombination mit einer KI-basierten Steuerungsplattform zu einem virtuellen Batteriespeicher wird. Durch die intelligente Nutzung von PV-Erzeugung, Spotmarkt-Preisen und flexiblen Kälteanlagen konnten Stromverbrauch, Arbeitspreis und Netzentgelte nach Angaben des Unternehmens deutlich reduziert und zugleich CO₂ eingespart werden. Trotz regulatorischer und lebensmittelrechtlicher Vorgaben bietet die Technologie ein vielversprechendes Modell für die gesamte Gewerbekälte- und Kühllogistikbranche, dem die Nominierung für den dena Energy Efficiency Award 2024 zusätzliche Aufmerksamkeit verschafft.

    Carsten Steffen
    Autor: Carsten Steffen
    Carsten Steffen, Gründer von photovoltaik.sh, bringt sein tiefes Verständnis für Photovoltaik und seine Begeisterung für erneuerbare Energien ein, um Kunden in Schleswig-Holstein seit 2021 schneller und kostengünstiger zu ihrer eigenen Photovoltaikanlage zu verhelfen. Ermöglicht wird das dank der Zusammenarbeit mit lokalen Solarteuren. Regelmäßige Schulungen runden unsere Expertise ab. Mit der Gründung von photovoltaik.sh sind wir Ihr vertrauenswürdiger Partner für alle, die ihren Stromverbrauch nachhaltig gestalten möchten.
    Beratung
    Anrufen