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Förderung der Photovoltaik in Schleswig Holstein

Förderung der Photovoltaik in Schleswig Holstein - photovoltaik.sh

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Neuigkeit: Die deutsche Regierung hat die Mehrwertsteuer auf Photovoltaikanlagen gesenkt, um Anreize für Haushalte zu schaffen, Solaranlagen zu installieren und ihren eigenen Strom zu erzeugen. Diese Senkung erhöhte die Kosteneffizienz von Solarenergiesystemen und ermöglichte es den Haushalten, langfristig Geld zu sparen. Dadurch wird mehr Menschen der Zugang zu sauberen, erneuerbaren Energiequellen ermöglicht. Jetzt Angebot anfordern!
Wo soll die Photovoltaikanlage installiert werden?(erforderlich)

Im Angesicht von Klimawandel und geopolitischen Spannungen wird der Wunsch nach einer unabhängigen, günstigen und zudem nachhaltigen Energieversorgung immer größer. Verschiedene Bundesländer bieten seit 2022 eine attraktive Förderung für die dezentrale Stromerzeugung über Photovoltaik auf den Dächern von Privathäusern und Firmengebäuden an.

Jeder kann die Energiewende aktiv vorantreiben

Steigende Energiepreise und der Faktor Nachhaltigkeit machen den Traum vom Strom vom eigenen Dach für immer mehr Eigentümer attraktiv. Kein Wunder, denn langfristig rechnet sich die Nutzung der Sonneneinstrahlung. Mittlerweile ist die Installation dank effizienter Photovoltaiktechnik nicht mehr nur auf Dächern mit Südausrichtung und optimaler Neigung rentabel.

Die meisten Anlagen spielen ihre Anschaffungskosten durch die Energiekostenersparnis bereits nach etwa 10 bis 15 Jahren wieder ein. Um der Energiewende zusätzlichen Schub zu verleihen und Photovoltaik auf dem Dach für immer mehr Menschen leistbar zu machen, haben Bund und Länder ihre Fördertöpfe gut gefüllt. Mit einer solchen Förderung rechnet sich der Solarstrom sogar noch schneller.

Was förderte das Land Schleswig-Holstein?

Das Land Schleswig-Holstein nimmt in Sachen Photovoltaik-Förderung für Privathaushalte nicht die sinnbildliche Gießkanne in die Hand, sondern fördert (wenn überhaupt) sehr zielgerichtet. Dabei fokussierte sich das Bundesland stark auf das drängendste Problem des Solarstroms: die effiziente Speicherung.

Nur das Speichern durch einen hochwertigen Hausakku ermöglicht Haushalten auch im hohen Norden eine größtmögliche Energieautarkie, um auch nachts oder bei bedecktem Wetter möglichst wenig Strom aus dem Netz zu hohen Kosten beziehen zu müssen. Während die Kosten für Solarmodule in den vergangenen Jahren bereits massiv gesunken sind, ist die sogenannte Hausbatterie momentan ein erheblicher Kostenfaktor.

Zwar sinken auch hier allmählich die Preise, jedoch merklich langsamer, da der Bedarf an Speicherzellen quer durch die Bank von Kleingeräten bis Kraftfahrzeugen steigt. Dementsprechend förderte das Land u.a. die Installation von Stromspeichern. Ebenfalls gefördert wurden die Anschaffung von Photovoltaik-Balkonanlagen sowie die Errichtung von E-Ladestationen.

Was bei der Förderung durch das Land Schleswig-Holstein beachtet werden muss

Grundvoraussetzung, um die Förderung zu erhalten, war, dass die Batteriespeicher in Kombination mit einer Anlage stehen, die nach dem 01.01.2021 in Betrieb genommen wurde. Darüber hinaus musste der Förderantrag gestellt werden, bevor die Anlage gekauft und die Installation in Angriff genommen wurde. Andernfalls bestand kein Anspruch auf den Erhalt von Mitteln.

Wer von den Fördermaßnahmen des Landes Schleswig-Holstein profitieren wollte, musste online einen Förderantrag stellen.

Gesetzesänderungen für Photovoltaikanlagen auf Bundesebene ab 01.01.2023

Nachdem der Deutsche Bundestag bereits im Dezember Änderungen des Jahressteuergesetzes 2022 beschlossen hat, die ab dem 1. Januar 2023 greifen, haben sich mehrere positive Veränderungen und Vereinfachungen für Bürger ergeben, die eine Photovoltaikanlage besitzen oder anschaffen wollen.

Die wichtigsten Änderungen:

  • Wegfall der Umsatzsteuer beim Neukauf, Austausch oder Erweiterung einer PV-Anlage (Steuerinfos siehe: „Photovoltaik & Steuern“)
  • Wegfall der Leistungsbegrenzung
  • Steuerbefreiung für Erträge aus der Stromeinspeisung
  • Höhere Einspeisevergütung bei der Einspeisung ins öffentliche Stromnetz

Zeitgleich verlängert das Bundesland Schleswig-Holstein das bestehende Förderprogramm, ebenfalls ab Januar 2023, wie das Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur bereits im Oktober 2022 auf seiner Webseite bekannt gab.

Schleswig-Holstein verlängert das Förderprogramm „Klimaschutz für Bürgerinnen und Bürger“

Ziel des Programms ist die preiswerte Wärmeversorgung der Privathaushalte. Dafür stehen 75 Millionen Euro Fördervolumen zur Verfügung. Antragsberechtigt sind alle natürlichen Personen, die ihren Erstwohnsitz in Schleswig-Holstein haben.

Gefördert werden unterschiedliche Maßnahmen in mehreren Phasen:

Januar 2023: Erneuerbare Energien im Wärmebereich

Eigenen Strom auch im Winter nutzen?

Normalerweise wird nicht genutzter Strom in das Stromnetz verkauft. Im Winter produziert eine PV-Anlage meist wesentlich weniger Strom, sodass hier Strom um den Faktor 4-5 teurer nachgekauft werden muss. Die Lösung schafft die herstellerunabhängige StromCloud.
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  • elektrisch betriebene Wärmepumpen (in Höhe von 2.000 Euro)
  • Anschluss an ein Wärmenetz (in Höhe von 500 Euro)
  • Solarthermieanlagen und
  • Biomasseheizungsanlagen (beide in Höhe von 900 Euro)
  • Steckerfertige PV-Balkonanlagen mit einer Mindestleistung des Wechselrichters von 250 Watt und einer Höchstleistung von 600 Watt (Förderhöhe 200 Euro)

Mitte 2023: Batteriespeicher und Wallbox

Batteriespeicher können mit 750 Euro gefördert werden. Eine Wallbox muss unterschiedliche Bedingungen erfüllen wie beispielsweise die Installation an einer öffentlich nicht zugänglichen Ladeinfrastruktur und an Stellplätzen bestehender Wohneinheiten (mind. 3) innerhalb des Bundeslandes. Die Anträge können online abgewickelt werden.

Spezielle Förderprogramme in einzelnen Kommunen

Neben der Landesförderung für den Ausbau der Photovoltaik bieten einzelne Städte und Kommunen in Schleswig-Holstein ergänzend eigene Förderprogramme an. Ein typisches Beispiel die Landeshauptstadt Kiel.

Hier hat sich die Regierung erst im Februar 2022 auf eine eigene Förderrichtlinie für Photovoltaik- und Solarthermieanlagen geeinigt. Ziel des Förderprogramms ist es, die den Output der Solarenergie in der Stadt bis ins Jahr 2035 von derzeit 14 Megawatt (MW) auf 50 Megawatt zu erhöhen.

Das entspricht rund 438.000.000 Kilowattstunden (kWh), mit denen sich ca. 175.000 Zweipersonenhaushalte mit einem Jahresverbrauch von rund 2.500 kWh versorgen ließen. Jährlich stellt die Stadt sowohl Bürgern als auch Unternehmen einen Fördertopf mit 300.000 Euro Fördermitteln bereit. Zu den förderfähigen Leistungen zählen dabei u.a.:

  • Voruntersuchungen zur Eignung von Dachflächen
  • Begleitende Maßnahmen wie z.B. Gerüstbau, Installation von Messtechnik etc.
  • Installation bei Ein- und Mehrfamilienhäusern
  • Installation auf Freiflächen und Nicht-Wohngebäuden
  • Mieterstromanlagen
  • Innovationsbonus für innovative Anlagen (z.B. Fassadenphotovoltaik, dachintegrierte Anlagen)
  • Anschlusskosten für steckerfertige Photovoltaikanlagen
  • Umrüstung von „einspeisenden Anlagen“ auf Eigenversorgung mit Stromspeicher
  • Installation von Solarthermieanlagen

Förderanträge können seit dem 1. April 2022 gestellt werden. Der „Förderantrag Photovoltaik und Solarthermie-Anlagen“ ist als pdf zum Download auf der Webseite der Stadt erhältlich.

Hinweis: Die Landeshauptstadt Kiel ist lediglich ein Beispiel für eines der zahlreichen kommunalen Förderprogramme im Land Schleswig-Holstein. Sich im Internet auf die Suche nach Förderprogramen auf Landkreis-, Verbandsgemeinde- oder Wohnortebene zu machen, kann sich also lohnen.

Weitere Möglichkeiten zur Photovoltaik-Förderung über die KfW

Ein wichtiger Baustein der Photovoltaik-Förderung sind die Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Diese Programme sind nicht abhängig vom Wohnsitz, sondern bundesweit verfügbar. Die KfW-Förderung untergliedert sich in drei Programme, die jeweils auf unterschiedliche Anlagenarten bzw. Konzepte abzielen.

  • KfW Programm 270: Dieses Programm fördert u.a. Photovoltaikanlagen auf Dächern, an Fassaden sowie auf Freiflächen inkl. der Kosten für Planung, Installation und Projektierung. Hierbei handelt es sich um einen zinsgünstigen Kredit ab 4,09 Prozent effektivem Jahreszins. Das Programm ist für Anlagen zur Erzeugung von Strom und Wärme sowie für Netze und Speicher insgesamt gedacht und daher nicht nur für Photovoltaik, sondern auch Wasser, Wind oder Biogas interessant. Nutznießer sind sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen und öffentliche Einrichtungen.
  • KfW Programm 261: Eine weitere Möglichkeit, die Photovoltaikanlage günstiger zu bekommen, ist der Wohngebäude-Kredit der KfW für ein Effizienzhaus. Der Förderkredit ab 0,52% effektivem Jahreszins ist für die Sanierung, den Neubau oder Kauf gedacht. Wer also einen Neubau plant, kann sich einen Kredit in Höhe von bis zu 150.000 Euro (pro Wohneinheit für ein Effizienzhaus) sichern. Hinzu kommt ein Tilgungszuschuss zwischen 5 und 45 Prozent. Achtung: diese Förderung steht unter dem Vorbehalt verfügbarer Haushaltsmittel, daher besteht kein Rechtsanspruch darauf.
  • KfW-Programm 461: Dieses Programm für die energieeffiziente Sanierung von Haus und Wohnung wurde leider eingestellt und kann nicht neu beantragt werden. Als Alternative ist das KfW Programm 261 zu prüfen.

Für den Erhalt der KfW-Förderprogramme ist ebenso wie für die Fördermittel des Landes Schleswig-Holstein ein Antragsverfahren vor der Umsetzung der Maßnahme notwendig.

Hinweis: Das KfW-Programm „275 – Erneuerbare Energien – Speicher“, das vielerorts noch als aktiv angegeben wird, ist Ende 2018 eingestellt worden. Das Programm war eingerichtet worden, um die Anschaffung von PV-Batteriespeichern zu fördern.

Förderungsleistungen kombinieren und die Energiewende vorantreiben

Jedes Förderprogramm, das für Bürgerinnen und Bürger aus Schleswig-Holstein zur Finanzierung einer modernen Photovoltaik-Anlage verfügbar ist, ist ein gutes Programm. Wer jedoch besonders clever ist, kombiniert mehrere Fördermöglichkeiten und holt so das Maximum aus den Förderprogrammen des Landes, der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau sowie weiterer kommunaler Programme.

Gerade im Anblick der sich derzeit bietenden Herausforderungen stehen die Chancen nicht schlecht, dass in naher Zukunft auch weitere Programme zur Photovoltaikförderung aufgelegt werden. Die Zeichen für eine Beschleunigung der Energiewende durch die Leistbarkeit von PV-Anlagen auch bei kleinerem Geldbeutel stehen also gut.

Hinweis:
Dieser Beitrag wurde Anfang 2023 veröffentlicht und wird seither aktuell gehalten. Wir übernehme keinerlei Verantwortung über die Aktualität der Angaben.

Tipp: Aktuelle Fördermöglichkeiten der KfW sowie der Bundesländer sind tagesaktuell bei den Landesförderinstituten der jeweiligen Bundesländer zu erfragen oder über die Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz abzurufen. Hier sind derzeit (Stand 08.01.2023) noch keine aktuellen Förderprogramme für die Photovoltaikförderung in Schleswig-Holstein gelistet.

Eigenen Strom auch im Winter nutzen?

Normalerweise wird nicht genutzter Strom in das Stromnetz verkauft. Im Winter produziert eine PV-Anlage meist wesentlich weniger Strom, sodass hier Strom um den Faktor 4-5 teurer nachgekauft werden muss. Die Lösung schafft die herstellerunabhängige StromCloud.
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