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Einfluss von Temperaturzyklen auf die Effizienz von Perowskit-Solarzellen

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    Die Stabilität von Perowskit-Solarzellen unter thermischen Belastungen ist ein zentraler Faktor für ihre kommerzielle Anwendung und langfristige Effizienz. Schnell wechselnde Temperaturen können die Leistungsfähigkeit stark beeinträchtigen und damit die Wirtschaftlichkeit der Technologie in Frage stellen.

    Warum die thermische Stabilität von Perowskit-Solarzellen entscheidend ist

    Perowskit-Solarzellen erreichen derzeit Wirkungsgrade von über 24 % (24,31 % im Jahr 2026), was sie zu einer der vielversprechendsten Photovoltaik-Technologien macht. Gleichzeitig zeigen Studien, dass Temperaturzyklen von mehr als 80 °C zu Leistungsverlusten von bis zu 60 % führen können. Diese drastischen Einbrüche haben bedeutende Auswirkungen auf die langfristige Nutzbarkeit und Wirtschaftlichkeit der Technologie.

    Ergebnisse der ersten Studie – zweistufige Degradation bei schnellen Temperaturzyklen

    Forscher der TU München, des KIT, DESY und der KTH Stockholm untersuchten, wie schnelle Temperaturwechsel die Leistung von Perowskit-Silizium- Tandemzellen beeinflussen. Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick:

    • Temperaturbereich: 5 °C bis 85 °C bei einer Rate von 10 °C pro Minute.
    • Leistungsverlust: In der „Burn-in-Phase“ verloren die Zellen rund 60 % ihrer relativen Leistung (Leistungsverlust-Metric, 2026).
    • Nach der initialen Phase folgte eine langsamere Degradation, bei der sich Parameter teilweise mit dem Temperaturverlauf mitbewegten.
    • Ursachen: temperaturinduziertes mechanisches Stress, Phasenumwandlungen und zunehmende nicht-strahlende Rekombination.
    • Passivierungsstrategien (unbehandelt, EDAI2-Passivierung, Dual-Passivierung mit 3-F-PEAI und EDAI2) verbesserten zwar den Anfangswirkungsgrad, verhinderten jedoch die thermische Degradation nicht.

    Die Messungen erfolgten mit Weitwinkel-Röntgenstreuung und Photolumineszenz-Messungen, wodurch die strukturelle Veränderung des Kristallgitters in Echtzeit beobachtet werden konnte.

    Messmethoden und Kennzahlen

    • Temperaturwechsel-Rate: 10 °C/min.
    • Leistungsverlust unter schnellen Zyklen: 60 % (2026).
    • Ausgangswirkungsgrad der getesteten Zellen: 24,31 % (2026).
    • Nach mehr als 200 Minuten unter thermischen Zyklen blieb der Zellenausgangswirkungsgrad bei 94 %.

    Organische Spacer-Moleküle als Ansatz zur Stabilitätsverbesserung

    Die zweite Studie konzentrierte sich auf die Integration organischer Spacer-Kationen, die die thermisch bedingte Ausdehnung der Perowskit-Schicht abfedern sollen. Zwei Moleküle wurden verglichen:

    • Butylammonium (BA): Nach nur drei Zyklen bereits deutliche Phasenseparation und strukturelle Degradation.
    • 1,4-Phenylenedimethylammonium (PDMA): Zeigte eine deutlich höhere strukturelle Integrität und blieb über die gesamten Testzyklen stabil.

    Diese Ergebnisse belegen, dass Organische Spacer-Moleküle die thermische Stabilität von Perowskit-Strukturen verbessern können – ein wichtiger Schritt hin zu langlebigeren Solarmodulen.

    Praktische Konsequenzen für die kommerzielle Nutzung

    Die Kombination aus hohen Anfangswirkungsgraden und der Anfälligkeit gegenüber schnellen Temperaturwechseln hat direkte Auswirkungen auf die Marktreife:

    • Leistungsverluste von bis zu 60 % bei Temperaturzyklen > 80 °C gefährden die langfristige Energieausbeute.
    • Die Tatsache, dass gängige Passivierungsstrategien die thermische Degradation nicht verhindern, verdeutlicht den Bedarf an neuen Materialansätzen.
    • Organische Spacer-Moleküle (z. B. PDMA) bieten einen nachweisbaren Weg, die thermische Robustheit zu erhöhen.
    • Ein stabiler Wirkungsgrad von 94 % nach über 200 Minuten unter Zyklusstress zeigt, dass Tandem-Architekturen unter bestimmten Bedingungen sehr robust sein können.
    • Für die Wirtschaftlichkeit bedeutet dies, dass Entwicklungsprogramme verstärkt auf thermische Stabilität und nicht nur auf maximale Anfangseffizienz setzen müssen.

    FAQ

    Wie beeinflussen Temperaturzyklen die Lebensdauer von Perowskit-Solarzellen?

    Temperaturzyklen können die Effizienz drastisch reduzieren, was die Lebensdauer der Zellen einschränkt.

    Warum verhindern Passivierungsstrategien nicht immer die thermische Degradation?

    Die Studien zeigen, dass mechanischer Stress und Phasenumwandlungen durch Temperaturwechsel dominierende Degradationsmechanismen sind, die von herkömmlichen Passivierungen nicht adressiert werden.

    Welche Rolle spielen organische Spacer-Moleküle?

    Sie dämpfen die thermisch bedingte Ausdehnung der Perowskit-Schicht, reduzieren Spannungen und erhalten die strukturelle Integrität, wie die Stabilität von PDMA-basierten Schichten belegt.

    Fazit

    Schnelle Temperaturzyklen führen zu einer zweistufigen Degradation von Perowskit-Solarzellen, wobei in der ersten Phase bis zu 60 % der Leistung verloren gehen können. Traditionelle Passivierungsansätze reichen nicht aus, um diesen Effekt zu verhindern. Organische Spacer-Moleküle, insbesondere 1,4-Phenylenedimethylammonium, zeigen jedoch ein erhebliches Potenzial, die thermische Stabilität zu verbessern. Für die kommerzielle Einführung von Perowskit-Technologien ist es daher entscheidend, sowohl die Material- als auch die Prozessentwicklung gezielt auf thermische Robustheit auszurichten, um die langfristige Effizienz und Wirtschaftlichkeit sicherzustellen.

    Carsten Steffen
    Autor: Carsten Steffen
    Carsten Steffen, Gründer von photovoltaik.sh, bringt sein tiefes Verständnis für Photovoltaik und seine Begeisterung für erneuerbare Energien ein, um Kunden in Schleswig-Holstein seit 2021 schneller und kostengünstiger zu ihrer eigenen Photovoltaikanlage zu verhelfen. Ermöglicht wird das Dank der Zusammenarbeit mit lokalen Solarteuren. Regelmäßige Schulungen runden unsere Expertise ab. Mit der Gründung von photovoltaik.sh sind wir Ihr vertrauenswürdigen Partner für alle, die ihren Stromverbrauch nachhaltig gestalten möchten.
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