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EEG-Novelle 2026: Gefahr für Dach-Photovoltaik und die deutschen Klimaziele

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    Die geplante EEG-Novelle 2026 stellt die Wirtschaftlichkeit von Dach-Photovoltaikanlagen in Deutschland vor erhebliche Herausforderungen. Durch den Wegfall der gesetzlichen Einspeisevergütung und neue Vermarktungspflichten könnte der Zubau von Dach-Solaranlagen stark zurückgehen – ein Szenario, das nicht nur den Markt, sondern auch die Erreichung der nationalen Klimaziele gefährdet.

    Dach-Solar durch EEG-Novelle 2026 unter Druck

    In den vergangenen Jahren machten Dach-Solaranlagen rund die Hälfte des gesamten Photovoltaik-Zubaus in Deutschland aus. Im Jahr 2024 wurden etwa 17 GW an Dach-PV installiert, 2025 folgten gut 16 GW. Für das Erreichen der Klimaziele wäre jedoch ein jährlicher Zubau von etwa 20 GW nötig. Die neue Novelle könnte dieses Ziel gefährden.

    Angesichts der näheren Betrachtung der wirtschaftlichen Auswirkungen ist es entscheidend zu erkennen, dass die EEG-Novelle 2026 nicht nur die Rentabilität von Dach-Solaranlagen gefährdet, sondern auch die gesamten Klimaziele Deutschlands unter Druck setzt. Experten des Wuppertal Instituts argumentieren, dass eine installierte PV-Leistung von mindestens 100 GWp bis 2030 notwendig wäre, um die ehrgeizigen Klimaziele zu erreichen (Wuppertal Institut, 2023).

    Eine detaillierte Studienanalyse vom Fraunhofer ISE hebt hervor, dass der Wegfall der Einspeisevergütung zu einer Nichteinstandhaltung von bis zu 30 % der bestehenden PV-Anlagen führen könnte. Dies könnte nicht nur die wirtschaftliche Stabilität von Dachanlagen in Frage stellen, sondern auch den kontinuierlichen Zubau von Photovoltaik in Deutschland gefährden und die Erreichung von Klimazielen in den Hintergrund drängen (Fraunhofer ISE, 2023).

    Zudem belegen Umfragen, dass über 70 % der Bevölkerung den Ausbau von Dach-Photovoltaik unterstützen, was die gesellschaftliche Relevanz dieser Technologie unterstreicht und die Notwendigkeit für eine überlegte EEG-Novelle betont. Eine Fehlentscheidung könnte nicht nur ökonomische, sondern auch soziale Konsequenzen haben.

    Wirtschaftliche Auswirkungen auf kleine und mittlere PV-Anlagen

    Der Referentenentwurf sieht für Anlagen bis 25 kWp die vollständige Abschaffung der Einspeisevergütung vor. Der Eigenverbrauch wird damit zum zentralen Wirtschaftlichkeitsfaktor. Analysen des Fraunhofer-Instituts zeigen, dass die Rentabilität kleiner PV-Anlagen stark vom Eigenverbrauch abhängt. Ohne ausreichenden Eigenverbrauch kann sich der Betrieb selbst mit Speicher nur eingeschränkt wirtschaftlich darstellen.

    Zusätzlich sollen überschüssige Strommengen verstärkt über die Direktvermarktung abgegeben werden. Für private Betreiber bedeutet das jedoch höhere Kosten, weil die Vermarktung kleiner Strommengen vergleichsweise teuer ist und die notwendige Infrastruktur (intelligente Messsysteme) noch nicht flächendeckend verfügbar ist. Ohne Übergangsregelungen droht ein spürbarer Rückgang im Segment der Kleinanlagen.

    Im Segment über 25 kWp wird die bisherige höhere Vergütung bei Volleinspeisung abgeschafft und ein einheitlicher Fördersatz unabhängig von der Anlagengröße eingeführt. Gewerbliche Dachflächen, die nur geringe Eigenverbrauchsanteile realisieren können, sind besonders betroffen. Parallel diskutierte Maßnahmen im Netzanschlussbereich – etwa Baukostenzuschüsse durch Netzbetreiber und Einschränkungen bei Entschädigungen bei Netzengpässen – erhöhen zusätzlich Kosten und Risiken für Projektierer und Investoren.

    • Risiko: Kostensteigerungen durch Direktvermarktung können private Betreiber abschrecken.
    • Risiko: Unsicherheiten bei der Infrastruktur für Freiflächenanlagen können den Ausbau behindern.

    Zukunft des PV-Ausbaus: Dach- versus Freiflächenanlagen

    Die Bundesregierung legt künftig stärkeres Gewicht auf Freiflächen-Photovoltaik. Ab 2027 soll das jährliche Ausschreibungsvolumen von derzeit 9,9 GW auf 14 GW steigen – ein Plus von rund 4 GW pro Jahr, das zulasten des Zubaus bei Gebäudeanlagen geht.

    Freiflächenanlagen profitieren von Skaleneffekten und erreichen deutlich niedrigere Stromgestehungskosten. Dennoch ist die Umsetzbarkeit dieses Pfades unsicher: Die installierte Leistung müsste laut Experten von derzeit etwa 40 GWp bis 2032 auf 130 GWp und perspektivisch bis 2040 sogar auf bis zu 240 GWp steigen. Technische, regulatorische und Akzeptanzfragen (z. B. Nutzungskonflikte mit der Landwirtschaft) stellen dabei erhebliche Hürden dar.

    Die erwarteten jährlichen Einsparungen durch den Fokus auf Freiflächenanlagen betragen laut Studie des Wuppertal Instituts bis 2045 etwa 0,3 Cent/kWh (entspricht einer Reduktion der Stromsystemkosten um rund 1,5 % bzw. 2,8 Mrd. € im Vergleich zu 2024). Diese Einsparungen gelten jedoch als moderat und stehen im Kontrast zu den potenziellen Verlusten im Dach-PV-Segment.

    Gesellschaftliche Akzeptanz und mögliche Folgen

    Studien belegen eine hohe Akzeptanz von Dach-Photovoltaik: Im Jahr 2023 gaben 70 % der Befragten an, den Ausbau zu unterstützen. Dach-PV ermöglicht zudem eine direkte Teilhabe von Haushalten und Unternehmen an der Energiewende und fördert die Sektorkopplung – etwa durch gleichzeitige Investitionen in Elektroautos oder Wärmepumpen.

    Eine Abschwächung dieses Segments könnte die Elektrifizierung von Verkehr und Wärme bremsen und die regionale Wertschöpfung mindern, da Installation und Wartung überwiegend von lokalen Handwerksbetrieben durchgeführt werden. Der mögliche Shift hin zu großskaligen Freiflächenprojekten könnte somit auch beschäftigungspolitische Effekte nach sich ziehen.

    Kernfragen zur EEG-Novelle 2026 (FAQ)

    • Was sind die wichtigsten Änderungen in der EEG-Novelle 2026? Die wichtigsten Änderungen betreffen den Wegfall der Einspeisevergütung für kleine Anlagen und neue Vermarktungspflichten für überschüssigen Strom.
    • Wie beeinflusst die EEG-Novelle die Wirtschaftlichkeit von Dach-Solar? Die Novelle verschlechtert die Wirtschaftlichkeit erheblich, da die Einspeisevergütung gestrichen wird und Eigenverbrauch entscheidend wird.

    Fazit: Ausgewogene Politik für die Energiewende

    Die EEG-Novelle 2026 zielt darauf ab, die Kosten der Energiewende zu begrenzen, verschiebt jedoch die Balance im Photovoltaik-Ausbau zulasten der Dachanlagen. Angesichts ihrer bisherigen Rolle als zentraler Treiber des PV-Zubaus birgt dies Risiken für die Ausbaugeschwindigkeit und die Erreichung der deutschen Klimaziele. Experten empfehlen einen gestuften Übergang: zeitlich verzögerte Vorgaben für die Direktvermarktung kleiner Anlagen, verbesserte Rahmenbedingungen für deren Umsetzung und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Dach- und Freiflächen-Photovoltaik. Nur so kann die Wirtschaftlichkeit gesichert, die gesellschaftliche Akzeptanz erhalten und die ambitionierten Klimaziele bis 2030 erreicht werden.

    Carsten Steffen
    Autor: Carsten Steffen
    Carsten Steffen, Gründer von photovoltaik.sh, bringt sein tiefes Verständnis für Photovoltaik und seine Begeisterung für erneuerbare Energien ein, um Kunden in Schleswig-Holstein seit 2021 schneller und kostengünstiger zu ihrer eigenen Photovoltaikanlage zu verhelfen. Ermöglicht wird das Dank der Zusammenarbeit mit lokalen Solarteuren. Regelmäßige Schulungen runden unsere Expertise ab. Mit der Gründung von photovoltaik.sh sind wir Ihr vertrauenswürdigen Partner für alle, die ihren Stromverbrauch nachhaltig gestalten möchten.
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