04343 4 33 94 21 info@photovoltaik.sh
Beratung. Planung. Projektierung. Aufbau.

Monatsmarktwert Solar im August 2026: Preisentwicklung, Negative Börsenpreise und EEG-Konto-Finanzierung

In 1 Minute die Ersparnisse mit einer PV-Anlage berechnen (klicken)

    kWh
    Wir empfehlen: kWp Anlage sowie einen kWp Speicher.
    €/kWh
    Hinweis: Dies ist eine Beispielrechnung die bis 5000 kWh optimiert ist.
    Jetzt unverbindliches Angebot erhalten


    Mit dem Absenden erklären Sie sich mit der Datenverarbeitung einverstanden. Wir geben Ihre Daten nicht ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung an Dritte weiter. Wir verwenden Ihre Daten nicht zu Werbezwecken in Form von Newslettern oder sonstigen Werbeformaten.

    REGIONAL. PERSÖNLICH. TYPISCH NORDDEUTSCH.

    Sie erhalten einen Anruf von uns innerhalb von 48 Stunden. Getreu unser Markenpersönlichkeit behandeln wir Ihr Anliegen von der ersten Minute an mit den altbewährten norddeutschen kaufmännischen Tugenden.

    Aus der Region, für die Region. Daher arbeiten wir nur mit regionalen Partnern und exklusiv für unsere Kunden in Schleswig-Holstein.

    Ihre Daten in guten Händen:

    • keine Weitergabe an Dritte

    • sichere Datenübertragung

    • Datenlöschung nach Art. 17 DSGVO

    • Keine Newsletter oder Spam

    Im August 2026 erreichte der offizielle Monatsmarktwert für Solarstrom 6,359 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWH). Dieser Anstieg von über einem Cent gegenüber dem Vormonat Juli 2026 markiert einen bedeutenden Schritt in der Preisentwicklung des deutschen Stromgroßhandels. Gleichzeitig sorgten zahlreiche Viertelstunden mit negativen Börsenpreisen für einen Förderstopp nach dem am 25. Februar 2025 in Kraft getretenen Solarspitzen-Gesetz. Der finanzielle Hintergrund wird durch massive Bundeszuschüsse zum EEG-Konto geprägt, die im August allein 1,88 Milliarden Euro betrugen.

    Entwicklung der Marktwerte für Solar- und Windstrom im August 2026

    Der August 2026 zeigte nicht nur einen Anstieg beim Solar-Marktwert, sondern auch bei den Wind-Marktwerten. Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:

    • Marktwert Solar: 6,359 ct/kWH
    • Marktwert Wind on-shore: 11,545 ct/kWH
    • Marktwert Wind off-shore: 11,967 ct/kHH
    • Durchschnittlicher Spotmarktpreis (Gesamtmarkt): 12,689 ct/kWH

    Im Vergleich dazu lag der Spotmarktpreis im Juli 2026 bei 10,545 ct/kWH und im August 2025 bei 7,699 ct/kWH. Der Solar-Marktwert stieg von 5,226 ct/kWH im Juli 2026 auf 6,359 ct/kWH im August 2026 – ein Zuwachs von rund 1,13 ct/kWH bzw. etwa 22 %.

    Negative Börsenpreise im August 2026 und das Solarspitzen-Gesetz

    Im August 2026 wurden 226 Viertelstunden mit negativen Börsenpreisen verzeichnet. Diese negativen Preise traten ausschließlich tagsüber zwischen 9:30 Uhr und 16:45 Uhr auf – genau in den Stunden höchster Solarerzeugung. Insgesamt summierten sich bis Ende August 2026 1.710 Viertelstunden (427,5 Stunden) mit negativen Preisen, was einem Anteil von rund 7 % aller Viertelstunden des Monats entspricht.

    Regulatorischer Hintergrund: Solarspitzen-Gesetz (§ 51 EEG)

    Das am 25. Februar 2025 in Kraft getretene Solarspitzen-Gesetz verschärfte § 51 EEG grundlegend. Für Neuanlagen, die nach diesem Stichtag in Betrieb genommen wurden und mit intelligenten Messsystemen ausgestattet sind, entfällt die Einspeisevergütung bereits ab der ersten negativen Börsenstunde. Vorher galt ein Förderstopp erst nach mehrstündigen Negativphasen. Die aktuelle Konzentration negativer Preise auf die sonnenreichsten Tageszeiten führt bei betroffenen PV-Neuanlagen zu unmittelbaren Ertragseinbußen, sofern keine Speicherlösungen zum Eigenverbrauch eingesetzt werden.

    Finanzierung des EEG-Kontos durch Bundeszuschüsse

    Der Überschuss auf dem EEG-Konto der Übertragungsnetzbetreiber wuchs im August 2026 auf über 1,55 Milliarden Euro. Die Einnahmen lagen in diesem Monat um knapp 368 Millionen Euro höher als die Ausgaben. Der wesentliche Treiber dieses Plus ist die staatliche Finanzierung:

    • Bundeszuschuss im August 2026: 1,88 Mrd. Euro
    • Kumulierte Bundeszuschüsse bis Juli 2026: 9,2 Mrd. Euro
    • Gesamte Bundeszuschüsse im Kalenderjahr 2025: 16,5 Mrd. Euro
    • Bis August 2026 bereits fließende Gesamtzuschüsse im laufenden Jahr: rund 11 Mrd. Euro

    Der Überschuss resultiert demnach nicht aus einer höheren Marktprofitabilität, sondern aus einer massiven Haushaltsunterstützung. Ohne die monatlichen Milliardenzuschüsse würde das EEG-Konto ein deutliches Defizit aufweisen, weil die Marktwerte trotz Anstiegs unter den garantierten Fördersätzen liegen.

    Vergleich zu Vormonat Juli 2026 und Vorjahr August 2025

    Die präzisen Vormonatswerte verdeutlichen die Dynamik des Marktes:

    • Juli 2026: Marktwert Solar 5,226 ct/kWH, Spotmarktpreis 10,545 ct/kWH
    • August 2025: Marktwert Solar 3,832 ct/kWH, Spotmarktpreis 7,699 ct/kWH

    Der Preissprung im August 2026 ist somit Teil eines marktweiten Anstiegs des Stromgroßhandelspreises, der bereits im Vorjahr begonnen hatte.

    Auswirkungen auf Betreiber von PV-Neuanlagen

    Betreiber von neuen Photovoltaikanlagen stehen vor folgenden Herausforderungen:

    • Direkter Wegfall der EEG-Förderung bei jeder negativen Viertelstunde (Solarspitzen-Gesetz).
    • Erhöhte Anreize, Batteriespeicher oder Lastverschiebung zu nutzen, um Erzeugungsüberschüsse zu speichern.
    • Risiko von Ertragsverlusten in den Kernstunden hoher Sonneneinstrahlung (9:30-16:45 Uhr).

    Ohne geeignete Flexibilitätslösungen kann die Wirtschaftlichkeit neuer PV-Anlagen stark beeinträchtigt werden.

    Häufig gestellte Fragen (FAQ)

    Wie genau lag der Marktwert Solar im Vormonat Juli 2026?Im Juli 2026 betrug der Marktwert Solar 5,226 Cent pro Kilowattstunde bei einem Spotmarktpreis von 10,545 ct/kWH. Der Anstieg im August auf 6,359 ct/kWH entspricht einem Zuwachs von rund 1,13 ct/kWH bzw. knapp 22 %.Welche PV-Anlagen verlieren bei negativen Börsenpreisen die EEG-Förderung?Nach § 51 EEG in der Fassung des Solarspitzen-Gesetzes betrifft die Nullvergütung neue Solaranlagen, die seit dem 25. Februar 2025 in Betrieb genommen wurden und mit den erforderlichen intelligenten Messsystemen bzw. Steuerboxen ausgestattet sind.Warum weist das EEG-Konto trotz hoher Differenzkosten ein Plus auf?Das Plus von 1,55 Mrd. Euro entsteht maßgeblich durch direkte Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt (1,88 Mrd. Euro allein im August 2026 und über 11 Mrd. Euro im gesamten Jahresverlauf), die die Auszahlungen an Anlagenbetreiber decken.

    Fazit

    Der August 2026 kennzeichnet sich durch einen deutlichen Anstieg des Solar-Marktwerts auf 6,359 ct/kWH, gleichzeitig jedoch durch ein signifikantes Auftreten negativer Börsenpreise, die nach dem Solarspitzen-Gesetz die Vergütung neuer PV-Anlagen sofort beenden. Die finanzielle Stabilität des EEG-Kontos beruht stark auf staatlichen Zuschüssen – im August allein 1,88 Mrd. Euro – und nicht auf einer positiven Marktentwicklung. Betreiber sollten daher vermehrt in Speichertechnologien investieren, um Ertragsverluste in den Kernstunden hoher Sonneneinstrahlung zu vermeiden und die Wirtschaftlichkeit ihrer Anlagen langfristig zu sichern.

    Carsten Steffen
    Autor: Carsten Steffen
    Carsten Steffen, Gründer von photovoltaik.sh, bringt sein tiefes Verständnis für Photovoltaik und seine Begeisterung für erneuerbare Energien ein, um Kunden in Schleswig-Holstein seit 2021 schneller und kostengünstiger zu ihrer eigenen Photovoltaikanlage zu verhelfen. Ermöglicht wird das Dank der Zusammenarbeit mit lokalen Solarteuren. Regelmäßige Schulungen runden unsere Expertise ab. Mit der Gründung von photovoltaik.sh sind wir Ihr vertrauenswürdigen Partner für alle, die ihren Stromverbrauch nachhaltig gestalten möchten.
    Beratung
    Anrufen