Der Enervis PPA-Price-Tracker zeigt, dass das Preisniveau für zehnjährige Photovoltaik -Power-Purchase-Agreements (PPAs) im Januar 2026 nahezu unverändert bleibt. Auf Basis der EEX-Terminmarktpreise liegt die generische Preisspanne bei 29 bis 41 €/MWh für Verträge, die im Front-Monat Februar 2026 beginnen. Diese Stabilität liefert wichtige Planungssicherheit für Projektentwickler und Investoren, die von der EEG -Förderung zu marktorientierten Geschäftsmodellen übergehen.
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Warum PPA-Preise für PV-Investitionen entscheidend sind
PPA-Preise bestimmen die langfristige Einnahmesicherheit von Photovoltaik-Projekten. Sie ermöglichen es, die Unsicherheit von Spot-Marktpreisen zu reduzieren und schaffen eine verlässliche Basis für Finanzierungsentscheidungen. Insbesondere in einer Phase, in der die klassische EEG-Förderung ausläuft, ist ein stabiles PPA-Preisniveau ein zentraler Faktor für die Marktdurchdringung erneuerbarer Energien.
Aktuelle Preisentwicklung – Januar 2026
Im Vergleich zum Vormonat Dezember 2025 haben sich die durchschnittlichen Terminpreise an der EEX nur geringfügig verändert. Während die Quartals-Futures leicht angestiegen sind, zeigen die Futures für spätere Handelsjahre im zehnjährigen Betrachtungszeitraum einen leichten Rückgang. Das Ergebnis ist ein nahezu unverändertes durchschnittliches Terminpreis-Benchmark, das den generischen PPA-Preis-Korridor von 29 bis 41 €/MWh unterstützt.
Generische 10-Jahres-PPA-Preisspanne 2026
- Untere Grenze: 29 €/MWh
- Obere Grenze: 41 €/MWh
- Laufzeit: 10 Jahre, Beginn im Front-Monat Februar 2026
Methodik des Enervis PPA-Price-Trackers
Der Tracker basiert auf einer Mischung aus Terminmarktnotierungen der EEX für den vergangenen Monat und den Annahmen zu marktüblichen Abschlägen. Die wichtigsten Schritte sind:
- Ermittlung eines Mischpreises aus Monats-, Quartals- und Jahres-Futures der deutschen Preiszone.
- Annahme einer zehnjährigen PPA-Laufzeit mit Beginn im Front-Monat.
- Applikation des durchschnittlichen Abschlags für das PV-Ertragsprofil (typischerweise 20-40 % unter dem Terminmarkt).
- Berücksichtigung von Abwicklungs- und Risikokosten sowie Erlösen aus Herkunftsnachweisen.
- Integration einer Streuung um den Referenzmarktwert, abgebildet im PPA-Atlas von Enervis.
Die resultierende Preisspanne resultiert aus einer Kumulation der in der Berechnung angenommenen Schwankungsbreiten.
Externe Validierung durch unabhängigen PPA-Preisindex
Der gemeinsame PPA-Preisindex von Energie & Management (E&M) und Enervis bestätigt den leichten Anstieg der Preiskorridore im Januar 2026. Der Index, der auf den gleichen EEX-Terminmarktpreisen basiert, zeigt, dass die Preisentwicklung im Jahresbeginn konsistent ist. Diese Bestätigung stärkt die Glaubwürdigkeit des Enervis-Trackers und liefert eine zusätzliche Branchenperspektive.
Vergleich mit historischen EEX-Futures-Preisen
Die Analyse historischer Futures-Preise verdeutlicht die Volatilität des Strommarktes seit 2021:
- 2026-Höchststand (Januar-Future): 47,08 €/MWh (2021)
- 2028-Höchststand (Januar-Future): 58,25 €/MWh (Februar 2024)
Die Differenz zwischen den Futures-Höchstständen und den generischen PPA-Preisen erklärt sich durch marktübliche Abschläge für das PV-Profil und das Risiko-Premium, das in PPAs eingerechnet wird. Die extreme Volatilität seit 2021 unterstreicht die Notwendigkeit von PPA-Verträgen als Absicherungsinstrument.
Risiken und Gegenargumente
Obwohl der Tracker ein stabiles Preisniveau aufzeigt, gibt es wichtige Einschränkungen:
- Modellbasierte PPA-Preise hängen von Annahmen zu Abschlägen (PV-Profil, Risiken) ab; reale Verträge können projektindividuell variieren.
- Für Januar 2026 liegen keine offiziellen EEX-Durchschnittspreise vor; nur Final Settlement Prices als PDF angekündigt, was die Verifizierbarkeit einschränkt.
Investoren sollten daher eine individuelle Vertragsprüfung und zusätzliche Marktanalysen durchführen.
FAQ
Warum liegt der PPA-Preis unter dem EEX-Futures-Preis?
PPA-Preise berücksichtigen Abschläge für das PV-Ertragsprofil, Abwicklungs- und Risikokosten sowie Erlöse aus Herkunftsnachweisen. Typischerweise liegen sie 20-40 % unter dem Terminmarkt.
Gibt es aktuelle reale PV-PPA-Deals in dieser Preisklasse?
Für Januar 2026 wurden keine spezifischen Deals genannt. Der Marktindex von E&M/Enervis bestätigt jedoch den Trend.
Fazit
Der Enervis PPA-Price-Tracker liefert ein klares Signal: Das Preisniveau für zehnjährige Photovoltaik-PPAs bleibt von 2025 auf 2026 weitgehend stabil, mit einer Spanne von 29 bis 41 €/MWh. Die leichte Aufwärtsbewegung im Januar 2026 wird durch einen unabhängigen PPA-Preisindex bestätigt und steht im Kontext einer stark schwankenden EEX-Futures-Entwicklung. Trotz modellbasierter Annahmen und fehlender offizieller Durchschnittspreise für den Januar bietet der Tracker eine wertvolle Orientierungshilfe für Investoren, die Planungssicherheit in einem volatilen Markt suchen. Eine individuelle Bewertung jedes Projekts bleibt jedoch unerlässlich, um die spezifischen Risiken und Abschläge korrekt zu berücksichtigen.

