Feuerbeständige Solarmodule gewinnen zunehmend an Bedeutung, weil sie die Sicherheit und Langlebigkeit von Photovoltaik-Anlagen erhöhen – insbesondere in sicherheitskritischen Bereichen wie Lagerhäusern, Rechenzentren oder gewerblichen Dachanlagen. Das Longi Hi-MO X10 Modell demonstriert, wie moderne Zelltechnologien und strenge Zertifizierungen das Brandrisiko deutlich reduzieren können.
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Warum Feuerbeständigkeit bei PV-Modulen entscheidend ist
Studien zeigen, dass Brände bei Photovoltaik-Anlagen zwar selten sind, aber erhebliche Sachschäden, Betriebsunterbrechungen und Wertverluste nach sich ziehen können. Eine Untersuchung von UL aus dem Jahr 2020 ergab, dass über 90 % der Brände auf elektrische Fehler zurückzuführen sind – insbesondere in älteren Modulen. Dieser Befund unterstreicht die Notwendigkeit, neue Standards und Technologien zu etablieren, um das Risiko von Hotspots und Gleichstrom-Lichtbögen zu minimieren.
- 2020: 90 % der PV-Brände wurden durch elektrische Fehler verursacht (UL-Studie).
- 2023: Weltweit 2 500 zertifizierte feuerbeständige PV-Module (UL 1703, IEC 61215).
Die Seltenheit von Bränden bedeutet nicht, dass das Risiko vernachlässigt werden kann. Ältere oder unsichere Technologien erhöhen die Gefahr, sodass neue Zertifikate und Materialien essenziell sind.
Longi Hi-MO X10 – Technische Daten und Feuerresistenz
Der chinesische Solarmodulhersteller Longi hat mit dem Hi-MO X10 eine feuerbeständige Version für dezentrale Solaranwendungen vorgestellt. Das Modul nutzt die zweite-Generation-Zelltechnologie „Hybrid Passivated Back Contact“, die speziell darauf ausgelegt ist, Brandrisiken zu minimieren.
Schlüsselmerkmale
- Hybrid Passivated Back Contact-Zelltechnologie (zweite Generation)
- 108 Halbzellen, 1 500 V-Gleichstrom-Systemarchitektur
- Leistungsbereich: 580 – 630 W
- Maximaler Wirkungsgrad: 24,8 %
- Durchschnittlicher Serienwirkungsgrad: > 24,5 %
- Temperaturkoeffizient: -0,26 %/°C
- Betriebstemperaturbereich: -40 °C bis +85 °C
- 30-jährige Produkt- und Leistungsgarantie
- Integrierter Schattierungsoptimierer und Staubschutzfunktionen
Mehrschichtige Sicherheitsarchitektur
Longi setzt auf Schutzmaßnahmen auf Zell-, String- und Modulebene, um lokale Überhitzung und Lichtbogenbildung zu verhindern:
- Wabenförmige Stromableitungsstruktur reduziert Hotspot-Entstehung.
- Verstärkte Abdichtung der Anschlussdose und verbesserte Schweißkonstruktion senken das Risiko von Gleichstrom-Lichtbögen.
- Flammhemmende Materialien für Verkapselung und Anschlussdose.
- Hochtemperaturbeständiges Frontglas, ausgelegt für längere Flammeneinwirkung.
Feuerfest bei 1.000 °C
In internen Labortests wurde das Modul unter kontrollierten Bedingungen bis zu 1,5 Stunden lang einer Flammentemperatur von fast 1 000 °C ausgesetzt, ohne dass die Struktur durchgebrannt ist. Die Konstruktion verlangsamt das Eindringen von Flammen und trägt dazu bei, die Flammenausbreitung im Falle eines Außenbrandes zu dämpfen.
Studien zeigen, dass Sicherheitsstandards für Photovoltaik-Anlagen kritisch sind. Eine Untersuchung von UL hat ergeben, dass über 90 % der Brände in PV-Anlagen durch elektrische Fehler entstehen, oft in älteren Modulen. Das verdeutlicht die Notwendigkeit kontinuierlicher Innovationen wie bei Longis Hi-MO X10, der feuerfeste Technologien implementiert, um diese Risiken zu minimieren. Zusätzlich müssen feuerbeständige Module strenge Richtlinien erfüllen, wie die UL 1703 und IEC 61215. Diese Normen gewährleisten, dass Module erfüllbare Sicherheitsstandards haben, die letztlich die Unfallrisiken reduzieren. Longi hat sich dieser Herausforderung gestellt, um Sicherheitsstandards signifikant zu erhöhen, was nur durch geeignete Zertifizierungen reflektiert wird. In Anbetracht der Seltenheit von Bränden bei Photovoltaik-Anlagen, ist es wichtig, weiterhin an fortschrittlichen Sicherheitslösungen zu arbeiten. Während Brände selten auftreten, können sie katastrophale Konsequenzen haben, was die Relevanz von feuerbeständigen Modulen wie dem Hi-MO X10 unterstreicht.
Zertifizierungen und internationale Standards
Das Hi-MO X10 hat mehrere anerkannte Prüfungen bestanden:
- Brandschutzklasse A vom TÜV Rheinland.
- „Fire Protection AAA“-Zertifizierung für Schattenbeständigkeit, die lokale Überhitzung bei teilweiser Verschattung bewertet.
- Einhaltung der UL 1703- und IEC 61215-Normen, die weltweit als Referenz für feuerbeständige PV-Module gelten.
Durch die Kombination aus hohen technischen Kennzahlen und strengen Zertifizierungen demonstriert Longi, dass das Modul höhere Sicherheitsstandards als viele ältere Produkte erfüllt.
Präsentation und praktische Demonstration
Beim Symposium Zukunft Wärme vom 19. bis 21. Mai 2026 im Lokschuppen Marburg wurden die feuerbeständigen Eigenschaften des Hi-MO X10 live demonstriert. Vor Ort zeigte Longi ein PV-Modul, das gezielt Flammen ausgesetzt wurde, um die Widerstandsfähigkeit zu veranschaulichen. Das Event präsentierte zudem Solarthermie-Photovoltaikanlagen und eine Wärmepumpe, wobei mehrere Personen das Modul in Aktion beobachteten. Die Präsentation unterstrich, dass das Modul für dezentrale Solaranwendungen und sicherheitskritische Installationen konzipiert ist.
FAQ
Wie sicher sind feuerbeständige Solarmodule?
Feuerbeständige Solarmodule sind sicherer, da sie spezielle Materialien und Konstruktionen verwenden, die brandhemmende Eigenschaften bieten.
Was passiert bei einem Brand eines Solarmoduls?
Bei Bränden können erhebliche Sachschäden und Betriebsunterbrechungen auftreten, wenn Sicherheitsmaßnahmen nicht genügend ausgelegt sind.
Fazit
Die Analyse zeigt, dass Feuerbeständigkeit ein zentraler Faktor für die Zuverlässigkeit von Photovoltaik-Anlagen ist. Während Brände in PV-Systemen selten vorkommen, liegt der Großteil der Vorfälle an veralteten oder unsicheren Modulen. Das Longi Hi-MO X10 kombiniert die fortschrittliche Hybrid-Passivated-Back-Contact-Zelltechnologie mit einer mehrschichtigen Sicherheitsarchitektur, die Hotspots und Gleichstrom-Lichtbögen effektiv reduziert. Durch interne Tests, die das Modul bis zu 1 000 °C für 1,5 Stunden standhalten ließen, sowie durch die Zertifizierungen der Brandschutzklasse A, „Fire Protection AAA“ und die Einhaltung von UL 1703 und IEC 61215, wird ein hoher Sicherheitsstandard erreicht. Die praktische Demonstration beim Symposium Zukunft Wärme bestätigt die Anwendbarkeit in realen Szenarien. Damit stellt das Hi-MO X10 eine robuste Lösung für sicherheitskritische Installationen und für alle, die langfristige, risikominimierte Solarenergie nutzen wollen.

