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Neue Methode zur quantitativen Messung von Wasserintritt in Photovoltaikmodulen

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    Ein neu entwickeltes, nicht-invasives Verfahren ermöglicht die quantitative Bestimmung von Wasserintritt in Photovoltaik-Modulen, ohne dass die Module demontiert oder deren Materialien verändert werden müssen. Diese Methode verbessert die Inspektion, die Fehleranalyse und die Lebensdauerprognose von PV-Modulen – zentrale Faktoren für die Effizienz und Zuverlässigkeit der solarbasierten Energieerzeugung.

    Entwicklung einer nicht-invasiven Methode zur Messung von Wasserintritt

    Ein deutsches Forschungsteam hat eine on-site Technik auf Basis der Nahinfrarot-Absorptionsspektroskopie (NIRA) entwickelt, die mit Kalibrierdaten der Karl-Fischer-Titration (KFT) kombiniert wird. Die wichtigsten Merkmale der Methode sind:

    • nicht-destruktiv und ohne Öffnen der Module
    • keine zusätzlichen Sensoren oder Materialmodifikationen erforderlich
    • direkte Anwendung mit einem handgehaltenen NIRA-Gerät nach Kalibrierung

    Im Kalibrierungsprozess wurden Polymermaterialien wie EVA, POE, TPO, TPU sowie verschiedene Backsheets (PET, PP, AAA, PVDF, fluorbeschichtetes PET) Feuchtigkeit ausgesetzt und sowohl per NIRA-Signal als auch per KFT gemessen. Die daraus abgeleiteten Kalibrierkurven erlauben die Umrechnung des relativen NIRA-Signals in absolute Feuchtigkeitsgehalte.

    Ergebnisse aus Labor- und Feldtests zeigen:

    • Module mit defekten Rückseiten enthalten bis zu 50 % mehr Wasser als intakte Module.
    • Module mit geknackten AAA-Backsheets absorbieren Wasser bis zu zehnmal schneller als Referenzmodule.
    • PET-basierte Backsheets nehmen mehr Wasser auf als PP-basierte Backsheets.
    • Langfristige Außenexposition führt zu einer nicht-homogenen Wasserverteilung, wobei Feuchtigkeitsansammlungen an Stellen mit Zell-Mikrorissen besonders stark ausgeprägt sind.

    Die Methode liefert somit präzisere Daten für die Modellierung von Feuchtigkeitsintritt, unterstützt die Optimierung von Moduldesigns gegen Feuchtigkeit-induzierte Degradation (MID, PID) und stärkt die technische Basis für Garantie– und Reklamationsprozesse.

    Marktbedarf an fortschrittlichen Inspektionstechnologien

    Die Nachfrage nach präzisen Inspektionstechnologien in der Solarbranche wächst rasant. Laut Prognosen beträgt die jährliche Wachstumsrate des Marktsegments für Inspektions- und Prüfmethoden 8 % im Jahr 2025. Betreiber streben danach, die Lebensdauer ihrer Anlagen zu maximieren und kostspielige Ausfälle durch Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden. Frühzeitige Erkennung von Feuchtigkeitsschäden kann signifikante Kosteneinsparungen ermöglichen.

    • Wachstumsrate des Marktsegments: 8 % (Prognose für 2025)
    • Haupttreiber: Verlängerung der Anlagenlebensdauer, Minimierung von Ausfällen, wirtschaftlicher Nutzen präziser Prüfmethoden

    Die vorgestellte Methode adressiert genau diese Marktbedürfnisse, indem sie eine schnelle, nicht-invasive und materialunabhängige Messung ermöglicht.

    Wissenschaftliche Validierung der NIRA-Spektroskopie

    Eine unabhängige Studie hat die Genauigkeit der NIRA-Spektroskopie in der Feuchtigkeitsmessung bestätigt. Die Messgenauigkeit liegt bei ± 2 % (Stand 2023) und wurde durch mehrere Labortests gestützt. Diese Validierung stärkt das Vertrauen in die neue Methodik und erhöht die Wahrscheinlichkeit einer breiten industriellen Akzeptanz.

    • Messgenauigkeit: ± 2 % (2023)
    • Unterstützt durch mehrere Labortests
    • Bestätigt die Zuverlässigkeit der NIRA-basierenden Feuchtigkeitsbestimmung

    Statistiken zum globalen PV-Modulmarkt und Feuchtigkeitsschäden

    • Gesamtzahl der PV-Module weltweit: 2,5 Milliarden (2023, Quelle S1 – Global Solar Market Report, IRENA)
    • Anteil der Modulschäden, die auf Wasserfeuchtigkeit zurückzuführen sind: 15 % (2022, Quelle S2 – Impact of Moisture on Photovoltaic Modules)

    Diese Zahlen verdeutlichen das enorme Potenzial, das in einer verbesserten Feuchtigkeitsinspektion liegt, und unterstreichen die Relevanz der neuen Methode für einen signifikanten Teil des globalen PV-Marktes.

    Herausforderungen und Kostenaspekte

    Obwohl die Methode zahlreiche Vorteile bietet, können hohe Anfangsinvestitionen für die Implementierung neuer Inspektionsverfahren ein Hindernis darstellen, insbesondere für kleinere Anbieter. Die potenziellen Kosten für die Anschaffung und Kalibrierung von NIRA-Geräten könnten die breite Adoption verzögern.

    • Hohe Anfangsinvestitionen könnten kleinere Unternehmen abschrecken
    • Notwendigkeit von Schulungen und Kalibrierungsprotokollen
    • Industrie muss Wege finden, die Technologie für alle Betreiber zugänglich zu machen

    Häufig gestellte Fragen

    Wie funktioniert die NIRA-Spektroskopie zur Feuchtigkeitsmessung?
    NIRA-Spektroskopie basiert auf der Absorption von Infrarotlicht durch Wassermoleküle, wodurch der Feuchtigkeitsgehalt präzise bestimmt werden kann.

    Fazit

    Die vorgestellte, nicht-invasive Methode zur quantitativen Messung von Wasserintritt in Photovoltaik-Modulen kombiniert NIRA-Spektroskopie mit Kalibrierdaten der Karl-Fischer-Titration und liefert genaue, vor Ort verfügbare Feuchtigkeitswerte. Sie adressiert den wachsenden Marktbedarf nach fortschrittlichen Inspektionstechnologien, wird durch unabhängige wissenschaftliche Validierung gestützt und bietet klare Vorteile für die Lebensdauerprognose und die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen. Trotz möglicher Kostenhürden stellt die Methode einen bedeutenden Fortschritt dar, der die Zuverlässigkeit und Bankability von PV-Projekten nachhaltig erhöhen kann.

    Carsten Steffen
    Autor: Carsten Steffen
    Carsten Steffen, Gründer von photovoltaik.sh, bringt sein tiefes Verständnis für Photovoltaik und seine Begeisterung für erneuerbare Energien ein, um Kunden in Schleswig-Holstein seit 2021 schneller und kostengünstiger zu ihrer eigenen Photovoltaikanlage zu verhelfen. Ermöglicht wird das Dank der Zusammenarbeit mit lokalen Solarteuren. Regelmäßige Schulungen runden unsere Expertise ab. Mit der Gründung von photovoltaik.sh sind wir Ihr vertrauenswürdigen Partner für alle, die ihren Stromverbrauch nachhaltig gestalten möchten.
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