Volle (Wind) Kraft voraus! – Alternative Energien

16,4 Prozent des deutschen Gesamtstromverbrauchs werden aus Windkraft, Solarenergie und Co. gewonnen – Tendenz steigend (BMU, 2009). Regenerative Energien sind im Kommen, Oekostrom ist gefragt. Während Erdöl- und Kohleressourcen sich langsam dem Ende zuneigen und fieberhaft nach einem Endlager für Atommüll gesucht wird, wechseln immer mehr Menschen zu Oekostrom Anbietern. Die große Mehrheit befürwortet es, den Sektor regenerative Energien weiterhin auszubauen. So ermittelte emnid im vergangenen Jahr, dass 85 Prozent der Deutschen regenerativen Energien v.a. mit Blick auf die Zukunft für äußerst wichtig halten. Das Umweltbewusstsein und somit das Interesse an Ökostrom nimmt stetig zu.


Denn bei der nachhaltigen Stromgewinnung aus WindkraftSolarenergie etc. werden deutlich geringere Mengen C02 und andere Treibhausgase ausgestoßen. Die durch regenerative Energien anfallenden Emissionen entstehen v.a. durch die Herstellung der notwendigen Anlagen. Allerdings rentiert sich z.B. der Einsatz von Solarenergie, denn die energetische Amortisationszeit von Photovoltaik Anlagen liegt bei 1-3,5 Jahren. Dann hat die Anlage die Klimabelastung durch ihre Herstellung ausgeglichen, indem sie im Gegensatz zu Kohlekraftwerken etc. kein C02 emittiert und somit im Vergleich zu diesen Treibhausgase einspart, wenn sie als alternative Energie Quelle eingesetzt wird. Solaranlagen liefern ca.30 Jahre lang Strom, lohnen sich daher also für den Klimaschutz.

Der wichtigste alternative Energie Träger Deutschlands ist die Windkraft. Mit einem Anteil von 6,7 Prozent am Energiemix trägt Wind Energie weitaus mehr zur Gesamt-Stromversorgung bei als z.B. Solarenergie, die mit 1,1 Prozent hinter Wasserkraft und Biomasse liegt (2009). Weltweit ist Windkraft der Oekostrom -Sektor, in den am meisten investiert wird (2007). Generell steigen die Investitionen in regenerative Energien, d.h. in Anlagen, die zur Energiegewinnung aus erneuerbaren Energieträgern dienen, international stark an. Allein 2007 stiegen sie um 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.


Doch auch Solarenergie hat ein unglaubliches Potential – sie könnte den Energiebedarf der Menschheit mehrfach decken. Eine Idee wie Photovoltaikparks in Afrika wäre daher geeignet, um die Möglichkeiten zu Stromgewinnung aus Solarenergie auszuschöpfen. Im Bereich Wind Energie werden vor allem Off-Shore- Windkraft -Anlagen kontrovers diskutiert.

Bereits seit den Neunzigern nimmt die Nutzung u.a. von Windkraft, Biomasse und Solarenergie stark zu.
Ein wichtiger Meilenstein zur Förderung des Oekostrom -Sektors ist eine im vergangenen Jahr festgelegte EU-Richtlinie, die den Mitgliedsländern vorschreibt, dass alternative Energien bis 2020 einen Anteil von 20% am Energiegesamtverbrauch innerhalb der EU haben müssen.

Schweden setzt diese Ökostrom -Regelung vorbildlich um. Das Land hatte bereits einen gehörigen Vorsprung, denn schon 2005 hatten regenerative Energien dort einen Anteil von 39 Prozent am Bruttostrombedarf.
Auch außereuropäische Länder treiben die Nutzung u.a. von Wind Energie oder Solarenergie zur Ökostrom -Gewinnung voran. So investieren z.B. China und Nordamerika stark in alternative Energien.

Auch Deutschland ist im Bereich Windkraft, Solarenergie und weitere regenerative Energien nicht untätig. Bereits vor zehn Jahren wurde das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erlassen und seitdem optimiert. Ziel dieses Gesetzes war es, den Anteil von Wind Energie und Co. an der Stromerzeugung in Deutschland bis 2010 auf 12,5 Prozent anzuheben. Dieser angestrebte Wert wurde u.a. dank Wind Energie bereits 2007 überschritten. Innerhalb dieses Jahrzehnts sollen alternative Energien wie z.B. Wind Energie 20 Prozent des Strombedarfs decken. Das Bundesumweltministerium (BMU) prognostiziert, dass es möglich sei 2020 sogar 30 Prozent der Stromversorgung durch regenerative Energien decken zu können (2008). Die Branche alternative Energien schätzt sogar 48 Prozent.

Der Boom der Sektoren Wind EnergieSolarenergie etc. ist umweltschonend und zudem ein Jobmotor:
Laut BMU hat sich die Zahl der Beschäftigten im Wirtschaftszweig regenerative Energien v.a. Mitte der 90er drastisch erhöht. Derzeit arbeiten ca. 300.000 Menschen in der Branche alternative Energien, die sich fast gleichmäßig zu je einem Drittel Solarenergie, Wind Energie und Bioenergie verteilen (2008). Bis 2020 werden voraussichtlich weitere 100.000 Arbeitsplätze im Oekostrom -Bereich hinzukommen. Also volle Windkraft voraus!

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