Solarmodulhersteller kurz vorgestellt

Solarmodulhersteller gibt es viele, aber was genau bietet der einzelne Hersteller? Leistung und Lebensdauer der Module unterscheiden sich. Die meisten Hersteller kommen inzwischen aus China. Das muss nicht schlecht sein. Ein paar Daten helfen, sich ein besseres Bild von den Herstellern und ihren Modulen zu machen.

Keine Photovoltaikanlage ohne Solarmodule. Aber wie bewertet man die Solarmodule? Von Lebensdauer über Technologie bis hin zu Garantie und Leistung der Solarmodule gibt es deutliche Unterschiede. Die asiatischen Hersteller sind nicht zwangsläufig schlechter als deutsche Hersteller, und auch in Sachen Kosten hat sich in den letzten Jahren viel getan. Wie genau sind die mehr als 100 Hersteller auf dem Markt zu bewerten? Ein paar Daten und Fakten zu den Herstellern und ihren Produkten helfen, einen groben Überblick zu bekommen. Der Solarmarkt befindet sich aufgrund verbesserter Technologien und fluider Marktlage in ständigem Wandel. Deshalb kann an dieser Stelle nur ein erster Einblick in die Thematik gegeben werden. Die Details werden bei der Planung der individuellen Anlage besprochen.

Photovoltaikrechner

Wo soll die Photovoltaikanlage installiert werden?(erforderlich)

Wichtige Faktoren: Wirkungsgrad, Haltbarkeit, Preis

Eine Photovoltaikanlage soll nachhaltig und effizient Strom produzieren, ohne die Umwelt zu belasten oder allzu viel Geld zu verschlingen. Deshalb sind die Faktoren Wirkungsgrad, Haltbarkeit und Preis wichtig. Für eine erste grobe Bewertung reichen diese drei Parameter aus. Es lohnt jedoch auch, etwas tiefer zu schürfen und die Produktion, die Herstellergarantie und vor allem den Ort der Produktion anzusehen. Denn Solarmodule werden nicht immer in dem Land gefertigt, in dem der Hersteller seinen Hauptsitz hat. Die Transportwege, die Gewinnung der Rohstoffe, die Produktionsbedingungen müssen bei einem Fokus auf Nachhaltigkeit eingepreist werden. Und da wird es wirklich kompliziert.

Wichtig ist auch, ob der Solarmodulhersteller monokristalline oder polykristalline Module herstellt. Zwar haben monokristalline Solarmodule einen Wirkungsgrad von etwa 20 bis 30 Prozent und liegen damit höher als polykristalline Module. Solarmodule verlieren jedoch über ihre Lebenszeit hinweg einen Teil ihrer Leistung. Und dieser Verlust fällt bei polykristallinen Modulen geringer aus als bei monokristallinen Modulen. Auf die Anschaffungskosten der Module wirkt sich dieser Unterschied ebenfalls aus. Auch die Frage, ob die Module von einer Glas- und eine Folienschicht oder beidseitig von Glas geschützt sind, wirken sich auf den Leistungsverlust aus. Es ist aber auch eine Frage des Gewichts. Damit ist klar: Solarmodule sind nicht einfach. Aber welcher Hersteller bietet nun was genau?

Solarwatt: Deutscher Hersteller

Der Hersteller Solarwatt beschäftigt mehr als 500 Mitarbeiter und hat seinen Standort in Deutschland. Das Unternehmen wurde 1998 gegründet und steht für Zuverlässigkeit und Glaubwürdigkeit. Die Solarmodule dieses Herstellers sind Glas-Glas-Module und kommen mit 30 Jahren Herstellergarantie. Die Module sind bifazial. Sie können also auf beiden Seiten Strom produzieren. Laut Tests aus dem Jahr 2016 können doppelseitige Module in der Spitze einen 25 Prozent höheren Wirkungsgrad erreichen als die üblichen einseitigen Module. Das Fraunhofer Institut attestierte den bifizialen Systemen immerhin 5 bis 15 Prozent höhere Erträge. Die Module dieses Herstellers sind auf eine sehr lange Lebenszeit ausgelegt und lohnen sich finanziell nicht nach zehn Jahren.

LG Solar: Südkorea

LG Solar mit mehr als 500 Mitarbeitenden sitzt in Südkorea, und auch dieser Hersteller ist für hervorragende Qualität und gute Leistung der Solarmodule bekannt. Die Baureihen NeON 2 und NeON R bekommen vom Solarmodulhersteller 25 Jahre Garantie. Günstig sind die Module nicht, aber sie halten hohe Belastungen (Schnee und Wind) aus. Die Leistung kann sich mit 330 Wp aufwärts und einem Wirkungsgrad von maximal 22,1 Prozent sehen lassen. Der Solarmodulhersteller gehört zu LG Electronics und kann sich auf den Ruf der Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit verlassen. Die Module von LG Solar sind, ausgehend von Anschaffungskosten und Garantie, langfristige Investitionen und zahlen sich in den ersten 10 bis 15 Jahren nicht aus.

Eigenen Strom auch im Winter nutzen?

Normalerweise wird nicht genutzter Strom in das Stromnetz verkauft. Im Winter produziert eine PV-Anlage meist wesentlich weniger Strom, sodass hier Strom um den Faktor 4-5 teurer nachgekauft werden muss. Die Lösung schafft die herstellerunabhängige StromCloud.
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SunPower: USA

Das US-amerikanische Unternehmen SunPower gibt es seit 1985, mehr als 2.000 Menschen sind hier beschäftigt. Das ist kein kleiner Hersteller, sondern ein alter Hase und erfahren. Obwohl der Solarmodulhersteller finanziell angeschlagen war, gehören die hier hergestellten Module zu den besten der Welt. Das Unternehmen ist zuverlässig, der Hersteller gibt den Modulen 25 Jahre Garantie. Mit einem Wirkungsgrad von 22,6 Prozent in der Spitze sind die Solarmodule Top. SunPower gehört zur TOTAL-Gruppe, einem der größten Ölunternehmen weltweit. Trotz der finanziellen Schwierigkeiten um das Jahr 2020 herum gilt SunPower deshalb als zuverlässig. Die Module des Herstellers sind langlebig und zahlen sich aufgrund der hohen Anschaffungskosten erst nach einigen Jahren aus. Das ist eine Investition, die über 15 Jahre gut hinaus geht.

Weitere Solarmodulhersteller: JA Solar und andere

JA Solar kommt aus China und ist für die tolle Wetterbeständigkeit der Module bekannt. Schnee- und Windlasten sind kein Problem, die Module erfüllen alle Anforderungen. Die monokristallinen Module sind beidseitig mit einer Passivierungsschicht ausgestattet, sie verlieren dadurch weniger Ladungsträger. 12 Jahre Garantie gibt der Hersteller und legt noch eine lineare Leistungsgarantie drauf: Nach 10 Jahren sollen die Module noch wenigstens 90 Prozent ihrer Leistung haben, nach 25 Jahren sind noch wenigstens 81 Prozent der Nennleistung vorhanden. Das behauptet zumindest der Solarmodulhersteller.

Trina Solar ist ebenfalls ein chinesischer Solarmodulhersteller. Das 1997 gegründete Unternehmen ist einer der größten Anbieter weltweit. Trina Solar stellt monokristalline Glas-Folien-Module her die Wirkungsgrade von 20 Prozent erreichen. Der Solarmodulhersteller verbaut Halbzellentechnologie. Das bedeutet: Die Module erzeugen auch dann noch Strom, wenn sie zum Teil verschattet sind. Die Garantie liegt bei 15 Jahren, eine lineare Leistungsgarantie verspricht nach 25 Jahren noch wenigstens 84,8 Prozent der Nennleistung.

Meyer Burger ist ein Schweizer Solarmodulhersteller, der schon seit Jahrzehnten das Tempo der globalen Photovoltaik-Industrie treibt. Die verschiedenen von Meyer Burger entwickelten Technologien setzten immer wieder neue Industriestandards. Auch in diesem Unternehmen werden monokristalline Solarmodule hergestellt, die zu den leistungsstärksten weltweit gehören. Hohe Windlasten sind für die Module unproblematisch, sodass diese auch in Küstenregionen eingesetzt werden können. Meyer Burger gibt 25 Jahre Garantie auf die Module. Die lineare Leistungsgarantie besagt, dass die Module nach 25 Jahren noch wenigstens 92 Prozent der Nennleistung bieten – so viel kann kein anderer Hersteller versprechen. Eine weitere Besonderheit ist, dass Meyer Burger in Deutschland produziert. Die Produktion ist mit dem Totalverzicht auf Blei und einem deutlich verringerten Einsatz von Lösungsmitteln viel nachhaltiger als bei anderen Herstellern.

Fazit: Viele verschiedene Solarmodulhersteller mit jeweils eigenen Technologien

Waren vor einigen Jahren noch die deutschen Solarmodulhersteller absolut führend, hat sich der Markt inzwischen stark gewandelt. Wichtig zu wissen: Den einen besten Hersteller gibt es ohnehin nicht. Denn jeder Solarmodulhersteller hat inzwischen eigene Besonderheiten und patentierte Technologien, die es jeweils nur bei den Modulen dieses Herstellers gibt. Deshalb lohnt es, genau hinzusehen. Und selbstverständlich gibt es viel mehr als die sechs hier vorgestellten Hersteller, die nur einen kleinen Teil der Möglichkeiten abbilden.

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