04343 4 33 94 21 info@photovoltaik.sh
Beratung. Planung. Projektierung. Aufbau.

Selbstorganisierende Donor‑Acceptor‑Donor‑Molekülstruktur TISQ: Neue Wege für stabile p/n‑Heterojunctionen in organischen Dünnschicht‑Solarzellen

[formidable id=2]

In 1 Minute die Ersparnisse mit einer PV-Anlage berechnen (klicken)

    kWh
    Wir empfehlen: kWp Anlage sowie einen kWp Speicher.
    €/kWh
    Hinweis: Dies ist eine Beispielrechnung die bis 5000 kWh optimiert ist.
    Jetzt unverbindliches Angebot erhalten


    Mit dem Absenden erklären Sie sich mit der Datenverarbeitung einverstanden. Wir geben Ihre Daten nicht ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung an Dritte weiter. Wir verwenden Ihre Daten nicht zu Werbezwecken in Form von Newslettern oder sonstigen Werbeformaten.

    REGIONAL. PERSÖNLICH. TYPISCH NORDDEUTSCH.

    Sie erhalten einen Anruf von uns innerhalb von 48 Stunden. Getreu unser Markenpersönlichkeit behandeln wir Ihr Anliegen von der ersten Minute an mit den altbewährten norddeutschen kaufmännischen Tugenden.

    Aus der Region, für die Region. Daher arbeiten wir nur mit regionalen Partnern und exklusiv für unsere Kunden in Schleswig-Holstein.

    Ihre Daten in guten Händen:

    • keine Weitergabe an Dritte

    • sichere Datenübertragung

    • Datenlöschung nach Art. 17 DSGVO

    • Keine Newsletter oder Spam

    Ein Forscherteam der Osaka Metropolitan University hat ein neuartiges Donor-Acceptor-Donor-Molekül (DAD) namens TISQ entwickelt, das sich spontan zu nanoskaligen Strukturen organisieren kann. Durch diese Selbstassemblierung entstehen eingebaute p/n-Heterojunctionen, die einen stabileren und potenziell effizienteren Ansatz für organische Dünnschicht-Solarzellen bieten. Die Technologie ersetzt herkömmliche, komplexe p/n-Übergänge durch eine molekulare Selbstorganisation und erweitert damit den Designraum für optoelektronische Anwendungen.

    Molekulare Architektur von TISQ

    Das TISQ-Molekül kombiniert mehrere funktionelle Segmente zu einer einzigen Einheit:

    • Squaraine-basiertes p-Typ-Segment: liefert die p-dotierten Eigenschaften.
    • Naphthalene-Diimid-n-Typ-Segment: sorgt für n-dotierte Eigenschaften.
    • Amid-Verknüpfungen: verbinden die beiden Segmente und fördern Wasserstoffbrückenbindungen.
    • Wasserstoffbrücken: ermöglichen die autonome Bildung von p/n-Junctions ohne externe Vorlagen.

    Durch diese Architektur kann TISQ in Lösung eigenständig p- und n-Bereiche zusammenführen und so nanoskalige p/n-Heterojunctionen bilden.

    Selbstassemblierung und Aggregattypen

    J-Typ-Aggregate in polaren Lösemitteln

    In polaren Lösungsmitteln entsteht ein kooperativer Nucleation-Elongations-Mechanismus, der zu nanopartikelähnlichen J-Typ-Aggregaten führt. Diese Aggregate zeigen fast das Doppelte an Photostrom im Vergleich zu den H-Typ-Aggregaten, was die erhöhte Ladungstransport-Effizienz unterstreicht.

    • Form: nanopartikelartig
    • Wachstumsmechanismus: kooperatives Nucleation-Elongation
    • Photostrom: nahezu 2-fach höher als bei H-Typ
    • Ladungstransport: effizienter, wie von Maeda et al. (2026) berichtet

    H-Typ-Aggregate in apolaren Lösemitteln

    In apolaren Lösungsmitteln erfolgt ein isodesmischer Wachstumsprozess, der zu faserartigen H-Typ-Aggregaten führt. Diese Struktur weist im Vergleich zu den J-Typ-Aggregaten einen geringeren Photostrom auf.

    • Form: faserartig (Nanofasern)
    • Wachstumsmechanismus: isodesmisch
    • Photostrom: etwa die Hälfte des J-Typ-Werts
    • Ladungstransport: weniger effizient

    Einfluss der Aggregatstruktur auf den Ladungstransport

    Die Messungen der Testzellen zeigen, dass das Photostrom-Verhältnis J-Typ zu H-Typ fast zweifach beträgt (2026). Dieser Unterschied verdeutlicht, wie stark die Morphologie die Ladungstransport-Eigenschaften beeinflusst. J-Typ-Aggregate ermöglichen einen schnelleren und effizienteren Transport von Ladungsträgern, während H-Typ-Fasern einen weniger effektiven Transport aufweisen. Die Studie betont damit die direkte Korrelation zwischen selbstassemblierter Struktur und photoelektrischer Leistung.

    Leistungskennzahlen und aktuelle Grenzen

    Obwohl die Selbstassemblierung stabile p/n-Junctions erzeugt, bleibt die gemessene Power Conversion Efficiency (PCE) der Testzellen niedrig und wird nicht quantifiziert. Die Autoren weisen darauf hin, dass weitere Optimierungen im Moleküldesign und in der Verarbeitungs-technologie erforderlich sind, um die Effizienz zu steigern. Der aktuelle Entwicklungsstand soll realistische Erwartungen vermitteln und übermäßige kommerzielle Hoffnungen vermeiden.

    Potenzielle Anwendungen und zukünftige Herausforderungen

    Die Fähigkeit von TISQ, sich ohne externe Vorlagen zu organisieren, eröffnet neue Anwendungsmöglichkeiten, insbesondere in Bereichen, die stabile p/n-Grenzflächen benötigen:

    • Photodetektoren
    • Light-Harvesting-Systeme
    • Weitere organische Optoelektronik

    Gleichzeitig stehen die Forscher vor mehreren Herausforderungen:

    • Wettbewerb zwischen J-Typ- und H-Typ-Aggregaten bei Änderungen von Lösemittel oder Temperatur
    • Skalierbarkeit der Selbstassemblierung für industrielle Produktion
    • Reproduzierbarkeit der gewünschten Morphologie in großem Maßstab
    • Optimierung der PCE durch Molekül- und Prozess-Engineering

    Die Studie betont, dass diese Punkte zentrale Forschungsfelder für die Weiterentwicklung von Single-Component-Organicsolarzellen darstellen.

    Fazit

    Das TISQ-Molekül demonstriert, dass eine gezielte molekulare Architektur – Squaraine-p-Segment, Naphthalene-Diimid-n-Segment und Amid-Verknüpfungen – eine selbstorganisierende Bildung von nanoskaligen p/n-Heterojunctions ermöglichen kann. Die solventenabhängige Bildung von J-Typ-Nanopartikeln oder H-Typ-Nanofasern führt zu deutlich unterschiedlichen Photostrom-Werten, wobei J-Typ-Aggregate nahezu doppelt so viel Strom erzeugen. Trotz des derzeit niedrigen PCE-Werts zeigt die Arbeit das Potenzial von Single-Component-Systemen für stabile und designflexible organische Solarzellen. Weitere Forschung ist nötig, um die Effizienz zu erhöhen, die Skalierbarkeit zu sichern und die Reproduzierbarkeit zu gewährleisten – ein vielversprechender Schritt in Richtung neuer, selbstassemblierender Optoelektronik-Materialien.

    Carsten Steffen
    Autor: Carsten Steffen
    Carsten Steffen, Gründer von photovoltaik.sh, bringt sein tiefes Verständnis für Photovoltaik und seine Begeisterung für erneuerbare Energien ein, um Kunden in Schleswig-Holstein seit 2021 schneller und kostengünstiger zu ihrer eigenen Photovoltaikanlage zu verhelfen. Ermöglicht wird das Dank der Zusammenarbeit mit lokalen Solarteuren. Regelmäßige Schulungen runden unsere Expertise ab. Mit der Gründung von photovoltaik.sh sind wir Ihr vertrauenswürdigen Partner für alle, die ihren Stromverbrauch nachhaltig gestalten möchten.
    Beratung
    Anrufen