Werner Palm betreibt seit Jahren eine Photovoltaik-Anlage in der Gemeinde March bei Freiburg. 2025 nutzte er nur 61 % des erzeugten Solarstroms selbst und speiste 1.359 kWh ins öffentliche Netz ein. Um die Unabhängigkeit zu erhöhen, die Stromkosten zu senken und einen Beitrag zur Energiewende zu leisten, entschied er sich für ein Repowering: Die Batteriespeicherkapazität wurde deutlich erweitert und ein dynamischer Stromtarif über das cloudbasierte HEMS von Tibber integriert. Das Projekt zeigt, wie bestehende PV-Systeme kosteneffizient modernisiert werden können – ein Praxisbeispiel, das für Millionen privater Anlagenbesitzer in Deutschland relevant ist.
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Ausgangslage und Zielsetzung des Repowerings
Vor der Modernisierung lag der Eigenverbrauch bei 61 %. Die Netzeinspeisung betrug 1.359 kWh im selben Jahr, was einem durchschnittlichen Tageswert von 3,7 kWh entspricht. Das Ziel von Werner Palm war, den Eigenverbrauch bis 2026 auf rund 80 % zu steigern – ein Wert, der laut Marktanalysen für Haushalte mit Speicher und dynamischen Tarifen realistisch ist.
Eigenverbrauch und Netzeinspeisung vor Modernisierung
- Eigenverbrauch: 61 % (2025)
- Netzeinspeisung: 1.359 kWh (2025)
- Ziel-Eigenverbrauch: 80 % (2026)
Technische Details der Modernisierung
Die Modernisierung wurde von der Elektrotechnik Laukart GmbH aus Hugstetten durchgeführt, einem zertifizierten Partner des Wechselrichter-Herstellers Kostal. Dabei wurden drei zentrale Komponenten ausgetauscht bzw. erweitert: der Batteriespeicher, der Hybrid-Wechselrichter und das digitale Energiemanagement-System.
Erweiterung der Batteriespeicherkapazität
Die ursprüngliche Sony-Murata-Batterie mit 6 kWh blieb erhalten und wurde durch vier Module des Zyc Energy Simpo-HV-Speichers ergänzt. Die neuen Module besitzen eine Hochvolt-Architektur und sind modular skalierbar. Gesamt-Speicherkapazität nach dem Repowering: 12,8 kWh (vier Simpo-HV-Module plus die vorhandene 6 kWh-Batterie) – ein Wert, der für das Jahr 2026 angegeben ist.
Hybrid-Wechselrichter Kostal Plenticore plus G2
Der alte Kostal-Wechselrichter wurde durch den aktuellen Hybrid-Wechselrichter Kostal Plenticore plus G2 ersetzt. Dieser unterstützt bidirektionales Laden, ermöglicht die Anbindung an dynamische Stromtarife, um die Stromkosten je nach Tageszeit zu optimieren.
Fazit
Durch das Repowering konnte Werner Palm den Eigenverbrauch auf über 80 % steigern, die Netzeinspeisung reduzieren und dank des dynamischen Tarifs seine Stromkosten signifikant senken. Die Kombination aus erweiterter Batteriespeicherkapazität, einem modernen Hybrid-Wechselrichter und dem HEMS von Tibber zeigt, dass bestehende PV-Anlagen kostengünstig und zukunftssicher modernisiert werden können.
FAQ
Wie viel Speicherleistung ist für ein durchschnittliches Einfamilienhaus sinnvoll?
Für ein typisches Einfamilienhaus mit einer PV-Anlage von 5-7 kW wird ein Speicher von 8-12 kWh empfohlen, um den Eigenverbrauch deutlich zu erhöhen.
Was kostet ein Repowering im Vergleich zu einer Neuinstallation?
Ein Repowering liegt meist bei 30-50 % der Kosten einer kompletten Neuinstallation, da die vorhandene PV-Anlage und Teile der Infrastruktur weitergenutzt werden.
Welche Vorteile bietet ein dynamischer Stromtarif?
Der Tarif passt sich den Marktpreisen an, sodass Strom aus dem Netz günstiger wird, wenn die erneuerbare Erzeugung hoch ist. In Kombination mit einem Speicher lässt sich dadurch die Stromrechnung weiter senken.

