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Perowskit-Solarziegel: Neuer Durchbruch für nachhaltiges Bauen

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    Die Kombination flexibler Perowskit-Solarzellen mit herkömmlichen Baumaterialien eröffnet ein völlig neues Potenzial für die Integration erneuerbarer Energien in den Bausektor. Das niederländische Forschungsinstitut TNO hat gemeinsam mit dem Dünnschicht-PV-Spezialisten ASAT den ersten elektrisch funktionierenden Solarziegel auf Basis flexibler Perowskit-Solarzellen entwickelt. Dieser Meilenstein könnte die Art und Weise, wie Gebäude Energie erzeugen, grundlegend verändern.

    Technologie behind dem Perowskit-Solarziegel

    Der entwickelte Solarziegel besteht aus einem flexiblen Perowskit-Photovoltaik-Modul, das auf einer Folie aufgebracht und anschließend in eine gekrümmte Verbundziegel-Komponente integriert wird. Dabei verliert das Modul nur minimal an Leistung: Vor der Integration betrug die Umwandlungseffizienz 13,8 %, nach dem Aufbringen auf den Ziegel liegt sie bei 12,4 %.

    Wesentliche Merkmale der Technologie:

    • Flexibles Perowskit-PV-Modul, geeignet für Roll-to-Roll-Produktionsprozesse
    • Kombination mit herkömmlichen Dachziegeln ohne signifikanten Einfluss auf das Design
    • Modulgröße im Demonstrator: 10 cm × 10 cm
    • Materialien und Prozesse sind laut TNO bereit für industrielle Anwendung

    Ilke Dogan, Senior Scientist bei TNO, betont: „To the best of my knowledge, this is the world’s first electrically functioning solar roof tile concept based on flexible perovskite solar cells.“

    Karl Kiel, Gründer von ASAT, ergänzt: „This demonstrator of perovskite solar PV integrated into our roof tiles shows that a commercial introduction is on the short-term horizon.“

    Vergleich mit anderen Solarzellentechnologien

    Perowskit-Solarzellen haben das Potenzial, sowohl die Effizienz als auch die Kosten im Vergleich zu traditionellen Silizium-Solarzellen zu verbessern. Laut einer Studie aus dem Jahr 2022 erreichen Perowskit-Zellen maximale Wirkungsgrade von bis zu 25 %, was nahe an den besten Siliziumzellen liegt.

    • Maximale Effizienz (2022): 25 % (Quelle S1)
    • Wirkungsgrad des vorgestellten Solarziegels: 12,4 %
    • Effizienz herkömmlicher Siliziummodule: typischerweise 15-22 %

    Der höhere theoretische Wirkungsgrad von Perowskit-Zellen unterstützt die Behauptung, dass die neue Ziegeltechnologie langfristig konkurrenzfähiger werden kann, sobald Produktions- und Stabilitätsoptimierungen realisiert sind.

    Marktentwicklung und Kommerzialisierungspotenzial

    Die Marktprognosen für flexible Solarzellen zeigen ein starkes Wachstum. Bis zum Jahr 2030 wird ein Marktvolumen von 22,9 Milliarden USD erwartet. Diese Zahl stammt aus einer Marktstudie von 2023 (Quelle S2) und unterstreicht das wirtschaftliche Interesse an flexiblen PV-Lösungen.

    • Marktvolumen (2030): 22,9 Mrd. USD (Quelle S2)
    • Steigende Investitionen in Forschung und Produktion
    • Gründung des Spin-out-Unternehmens Perovion Technologies zur Kommerzialisierung

    Die Kombination aus technischer Reife und positivem Marktausblick stärkt die Position von TNOs Innovation als potenzieller Standard für integrierte Gebäude-PV-Lösungen.

    Herausforderungen und Risiken

    Trotz der vielversprechenden Fortschritte gibt es kritische Punkte, die die breite Kommerzialisierung beeinflussen können:

    • Langfristige Stabilität: Daten zur Haltbarkeit von Perowskit-Zellen über mehrere Jahre fehlen noch.
    • Umweltverträglichkeit: Potenzielle Umweltauswirkungen der Materialien müssen genauer untersucht werden.
    • Skalierbarkeit der Fertigung trotz bereits vorhandener Roll-to-Roll-Prozesse.

    Ohne ausreichende Langzeitdaten könnte das Vertrauen von Investoren und Endnutzern beeinträchtigt werden.

    FAQ zu Perowskit-Solarzellen

    Was sind Perowskit-Solarzellen?Perowskit-Solarzellen sind eine neue Technologie, die eine spezielle Kristallstruktur verwendet, um Licht effizienter in Energie umzuwandeln, oft zu geringeren Kosten als traditionelle Siliziumzellen.

    Schlüsselargumente für die Bedeutung der Innovation

    Die wichtigsten Aussagen, die den Durchbruch belegen, lassen sich wie folgt zusammenfassen:

    • Erster elektrisch funktionierender Solarziegel auf Basis flexibler Perowskit-Solarzellen
    • Materialien und Prozesse sind bereit für industrielle Anwendung und groß-skalige Roll-to-Roll-Produktion
    • Der kombinierte Wirkungsgrad des Moduls im Ziegel beträgt 12,4 %

    Fazit

    Der von TNO und ASAT vorgestellte Perowskit-Solarziegel markiert einen bedeutenden Schritt hin zu integrierten, ästhetisch ansprechenden und potenziell kostengünstigen PV-Lösungen im Bauwesen. Während die aktuelle Effizienz von 12,4 % bereits für erste Anwendungen ausreicht, zeigen Studien, dass Perowskit-Zellen theoretisch bis zu 25 % erreichen können. Kombiniert mit einer erwarteten Marktgröße von fast 23 Milliarden USD bis 2030, bietet die Technologie sowohl technisches als auch ökonomisches Potenzial. Dennoch müssen langfristige Stabilitäts- und Umweltaspekte weiter erforscht werden, um das volle Vertrauen von Investoren und Endverbrauchern zu gewinnen. Wenn diese Herausforderungen gemeistert werden, könnte die Perowskit-Solarziegeltechnologie die Art und Weise, wie Gebäude weltweit Energie erzeugen, nachhaltig verändern.

    Carsten Steffen
    Autor: Carsten Steffen
    Carsten Steffen, Gründer von photovoltaik.sh, bringt sein tiefes Verständnis für Photovoltaik und seine Begeisterung für erneuerbare Energien ein, um Kunden in Schleswig-Holstein seit 2021 schneller und kostengünstiger zu ihrer eigenen Photovoltaikanlage zu verhelfen. Ermöglicht wird das Dank der Zusammenarbeit mit lokalen Solarteuren. Regelmäßige Schulungen runden unsere Expertise ab. Mit der Gründung von photovoltaik.sh sind wir Ihr vertrauenswürdigen Partner für alle, die ihren Stromverbrauch nachhaltig gestalten möchten.
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