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Vergleich der Effizienz von Perowskit-Solarzellen – PEDOT:PSS-freie Tandemzelle erreicht 29,1 % Effizienz

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    Die aktuelle Forschung im Bereich der Perowskit-Solarzellen hat einen bedeutenden Meilenstein erreicht: Eine vollständig PEDOT:PSS-freie All-Perowskit-Tandemzelle erzielt eine Rekord-Effizienz Effizienz von 29,1 % und behält nach 800 Stunden 90 % ihrer Anfangsleistung bei. Diese Ergebnisse zeigen nicht nur das Potenzial für höhere Energieausbeute, sondern auch für eine verbesserte Langzeitstabilität – beides entscheidende Faktoren für nachhaltige Energielösungen.

    PEDOT:PSS und seine Probleme

    PEDOT:PSS wird häufig als Lochtransport- und Elektrodenschicht in Perowskit-Solarzellen eingesetzt, weil es hohe Transparenz, gute Leitfähigkeit und geeignete Energieniveaus bietet. Gleichzeitig ist das Material hygroskopisch und sauer, wodurch es Feuchtigkeit anzieht und die empfindlichen Perowskit-Schichten chemisch angreift. Diese Eigenschaften führen zu interfacialer Instabilität, Phasensegregation während der Kristallisation und langfristig zu einem Effizienzverlust.

    Die neu entwickelte Tandemsolar-Zelle erreicht eine bemerkenswerte Effizienz von 29,1 %, was den höchsten Wert für PEDOT:PSS-freie Perowskit-Tandemkonfigurationen darstellt (Li et al., 2026). Diese herausragende Leistung geht mit einer Stabilität einher, die es den Zellen ermöglicht, 90 % ihrer ursprünglichen Effizienz nach 800 Stunden maximaler Belastung zu erhalten.

    Entwicklung einer PEDOT:PSS-freien Tandemsolarzelle

    Forscher der Hong Kong University of Science and Technology (HKUST) haben eine monolithische All-Perowskit-Tandemzelle konzipiert, die zwei Perowskit-Absorber mit komplementären Bandlücken in einer Struktur stapelt. Der entscheidende Unterschied zu herkömmlichen Geräten besteht im Verzicht auf PEDOT:PSS und dem Einsatz einer phenothiazine-funktionalisierten Selbst-assembled-Monolayer (SAM) namens 4PAPT als Lochtransport-Material (HTL).

    Einsatz von 4PAPT als HTL

    • Fördert eine gleichmäßigere und schnellere Kristallisation der Perowskit-Schichten.
    • Unterdrückt die Bildung von Zwischenphasen (SnI₂-DMSO) und reduziert Defektdichten.
    • Verbessert die interfaciale Stabilität und senkt nicht-radiative Rekombinationsverluste.
    • Erhält stabile Benetzungs- und Grenzflächen-eigenschaften während der Deposition.

    Im Vergleich zu PEDOT:PSS ermöglicht 4PAPT eine schnellere Phasenumwandlung, bevorzugte Kristallorientierung und eine verbesserte Ladungstransport-Effizienz.

    Verbesserte Effizienz – 29,1 % Rekord

    Die Tandemzelle erzielt laut Quelle S1 eine Effizienz von 29,1 % (Joule, 2026). Dieser Wert stellt den höchsten gemessenen Wirkungsgrad für PEDOT:PSS-freie All-Perowskit-Tandems dar und bestätigt das Potenzial der 4PAPT-Strategie für zukünftige Solarenergiesysteme.

    • Metric: Effizienz
    • Wert: 29,1 %
    • Jahr: 2026
    • Hinweis: Höchster Wert für PEDOT:PSS-freie Perowskit-Tandemzellen

    Langzeitstabilität – 90 % nach 800 Stunden

    Die experimentellen Daten zeigen, dass die Zelle nach mehr als 800 Stunden maximaler Leistungsnachführung (bei ca. 40 °C) 90 % ihrer Anfangseffizienz behält (Quelle S2, Advanced Energy Materials, 2026). Diese Stabilität ist ein entscheidender Schritt hin zu praktischen, langlebigen Perowskit-Modulen.

    • Metric: Langzeitstabilität
    • Wert: 90 %
    • Jahr: 2026
    • Hinweis: Erhalt der ursprünglichen Effizienz nach 800 Stunden

    Technische Details der Tandemzelle

    Der Aufbau der monolithischen Tandemzelle umfasst:

    • Transparentes ITO-Elektrodensubstrat.
    • Untere Zelle (Wide-Bandgap, WBG):
      • WBG-Perowskit-Absorber.
      • Carbazol-basiertes Naphtholderivat (CbzNaph) als Loch-Selektiv-Schicht.
      • C₆₀ als Elektronentransport-Schicht.
      • ALD-SnO₂ als Rekombinations-Schicht.
      • Gold-Elektrode.
    • Obere Zelle (Narrow-Bandgap, NBG):
      • 4PAPT-SAM als HTL-Schnittstelle.
      • NBG-Perowskit-Absorber.
      • C₆₀ als Elektronentransport-Schicht.
      • Bathocuproine (BCP) als Exciton-Blocking-Layer.
      • Silber-Elektrode.

    Die Kombination aus beiden Zellen ermöglicht eine Gesamtbandlücke, die über die Shockley-Queisser-Grenze einzelner Zellen hinausgeht und damit die hohe Gesamt-Effizienz erklärt.

    Vergleich mit bisherigen Technologien

    Im Vergleich zu herkömmlichen Perowskit-Solarzellen, die PEDOT:PSS als HTL verwenden, liefert die neue Konfiguration:

    • Höhere Effizienz (29,1 % vs. typischerweise 20-25 %).
    • Reduzierte Feuchtigkeits- und Säureinduktion, wodurch die Perowskit-Schichten weniger degradieren.
    • Verbesserte Langzeitstabilität (90 % nach 800 h vs. häufig < 70 % nach vergleichbarer Zeit).

    Risiken und offene Fragen

    Obwohl die Ergebnisse vielversprechend sind, gibt es kritische Punkte, die weiter untersucht werden müssen:

    • Mangel an langfristigen Studien zur Nutzung von 4PAPT in unterschiedlichen Umgebungen.
    • Notwendigkeit, das Langzeit-Verhalten von 4PAPT-basierten Interfaces unter realen Klimabedingungen zu prüfen.

    Diese Aspekte sind relevant, um die Technologie von Labor- zu Marktbedingungen zu skalieren.

    Häufig gestellte Fragen (FAQ)

    Was ist 4PAPT und warum ist es wichtig?4PAPT ist eine phenothiazine-funktionalisierte Monoschicht, die die Effizienz von Perowskit-Solarzellen verbessert, indem sie die interfaciale Stabilität erhöht.Wie beeinflusst PEDOT:PSS die Stabilität von Perowskit-Zellen?PEDOT:PSS kann durch seine hygroskopische Natur und Acidität die Perowskit-Schichten schädigen und die langfristige Effizienz beeinträchtigen.

    Fazit

    Die PEDOT:PSS-freie All-Perowskit-Tandemsolar-Zelle mit einer Effizienz von 29,1 % und einem Effizienz-Erhalt von 90 % nach 800 Stunden stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Photovoltaik dar. Der Einsatz von 4PAPT als HTL verbessert sowohl die Kristallisations-dynamik als auch die interfaciale Stabilität, was zu reduzierten Defektdichten und höherem Ladungstransport führt. Trotz noch offener Fragen zur Langzeit-Robustheit in variablen Umgebungen bietet diese Technologie ein starkes Fundament für zukünftige Forschung und die mögliche kommerzielle Nutzung im Bereich nachhaltiger Energieversorgung.

    Carsten Steffen
    Autor: Carsten Steffen
    Carsten Steffen, Gründer von photovoltaik.sh, bringt sein tiefes Verständnis für Photovoltaik und seine Begeisterung für erneuerbare Energien ein, um Kunden in Schleswig-Holstein seit 2021 schneller und kostengünstiger zu ihrer eigenen Photovoltaikanlage zu verhelfen. Ermöglicht wird das Dank der Zusammenarbeit mit lokalen Solarteuren. Regelmäßige Schulungen runden unsere Expertise ab. Mit der Gründung von photovoltaik.sh sind wir Ihr vertrauenswürdigen Partner für alle, die ihren Stromverbrauch nachhaltig gestalten möchten.
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