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Auswirkungen der Streichung der Einspeisevergütung auf die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik-Mieterstrom

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    Die geplante Streichung der Einspeisevergütung im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) könnte die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik-Mieterstromprojekten erheblich beeinträchtigen. Besonders kleine und mittlere Vorhaben in Mehrfamilienhäusern riskieren, unwirtschaftlich zu werden, was Millionen von Mietern vom Zugang zu günstigem Solarstrom ausschließen würde. Dieser Artikel fasst die zentralen Ergebnisse einer IW-Studie zusammen, beleuchtet die potenziellen Folgen für Haushalte, prüft alternative Finanzierungsmodelle und zeigt, wie Batteriespeicher sowie ein Abbau bürokratischer Hürden zur Lösung beitragen können.

    Wirtschaftliche Bedeutung der Einspeisevergütung für Mieterstromprojekte

    Die IW-Studie bestätigt, dass die Einspeisevergütung ein entscheidender Baustein für die Rentabilität von Mieterstromprojekten ist. Ohne diese Vergütung fallen die Renditen kleiner und mittlerer Anlagen stark aus:

    • Kleine Mieterstromprojekte (8 Wohneinheiten): Rendite 1,1 % mit aktueller Einspeisevergütung, sinkt auf -2,5 % ohne Vergütung (2026, Quelle S1).
    • Mittlere Projekte (30 Wohneinheiten): Rendite 2,8 % mit Vergütung, fällt auf 0,1 % ohne (2026, Quelle S1).
    • Große Projekte (150 Wohneinheiten): Rendite 6,0 % mit Vergütung; bei Wegfall der Vergütung halbiert sich die Rendite auf etwa 3,1 % (2026, Quelle S1).

    Diese Zahlen zeigen, dass insbesondere kleine Anlagen ohne die Einspeisevergütung nicht mehr wirtschaftlich tragfähig sind. Die Studie betont, dass die Einspeisevergütung für viele Mieterstromprojekte ein zentraler Bestandteil der Wirtschaftlichkeit darstellt.

    Potenzielle Folgen für Millionen von Haushalten

    Technisch könnten bis zu 20 Millionen Wohnungen in Deutschland mit Photovoltaik-Mieterstrom versorgt werden. Die IW-Studie warnt, dass bei Wegfall der Einspeisevergütung genau diese 20 Millionen potenziell betroffenen Haushalte von der Energiewende ausgeschlossen werden könnten (Jahr 2026). Damit wäre ein erheblicher Teil der Mietbevölkerung – insbesondere in städtischen Mehrfamilienhäusern – von günstiger, klimafreundlicher Energie abgeschnitten.

    Alternative Einnahmequellen und ihre Grenzen

    Projektentwickler könnten versuchen, die Wegfall der Einspeisevergütung durch Direktvermarktung oder andere Einnahmequellen zu kompensieren. Die IW-Studie kommt jedoch zu dem Ergebnis, dass solche Alternativen den Verlust nur begrenzt ausgleichen können. Ohne die feste Unterstützung der Einspeisevergütung bleibt die Wirtschaftlichkeit kleiner und mittlerer Projekte gefährdet.

    Batteriespeicher als Schlüssel zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit

    Der Einsatz von Batteriespeichern wird als vielversprechender Ansatz zur Steigerung der Rentabilität genannt. Studien zeigen, dass Batteriespeicher Eigenverbrauch um bis zu 30 % erhöhen können (Schätzung 2026). Durch einen höheren Eigenverbrauch wird die Rendite stabilisiert, was insbesondere in einem regulatorisch weniger förderlichen Umfeld von Bedeutung ist. Dennoch erschweren fehlende einheitliche Vorgaben den flächendeckenden Einsatz von Speichern.

    Bürokratische Hürden als zusätzlicher Risikofaktor

    Selbst wenn alternative Finanzierungsmodelle gefunden werden, könnten bürokratische Hürden die Wirtschaftlichkeit weiter beeinträchtigen. Ohne einen gezielten Bürokratieabbau – etwa bei Messkonzepten, Abrechnungsprozessen und Genehmigungsverfahren – könnten Projekte trotz technischer Machbarkeit unwirtschaftlich bleiben. Dieser Aspekt wird von der Studie als kritischer Risikofaktor hervorgehoben.

    FAQ zur Einspeisevergütung und Mieterstrom

    Warum ist die Einspeisevergütung wichtig?

    Die Einspeisevergütung sichert die Wirtschaftlichkeit vieler Mieterstromprojekte und ist entscheidend für die Rentabilität, besonders bei kleinen Anlagen.

    Wie können Mieterstromprojekte ohne Einspeisevergütung erfolgreich sein?

    Projektentwickler müssen alternative Einnahmequellen finden und eventuell auf Batteriespeicher setzen, um die Effizienz und Wirtschaftlichkeit zu erhöhen.

    Fazit

    Während alternative Einnahmequellen und Batteriespeicher Ansätze zur Kompensation bieten, reichen sie allein nicht aus, um die fehlende Vergütung zu ersetzen. Ein umfassender politischer Rahmen, der die Einspeisevergütung erhält, bürokratische Hürden reduziert und klare Vorgaben für Batteriespeicher schafft, ist notwendig, um die wirtschaftliche Tragfähigkeit von Mieterstromprojekten und damit die Teilhabe der Bevölkerung an der Energiewende zu sichern.

    Carsten Steffen
    Autor: Carsten Steffen
    Carsten Steffen, Gründer von photovoltaik.sh, bringt sein tiefes Verständnis für Photovoltaik und seine Begeisterung für erneuerbare Energien ein, um Kunden in Schleswig-Holstein seit 2021 schneller und kostengünstiger zu ihrer eigenen Photovoltaikanlage zu verhelfen. Ermöglicht wird das Dank der Zusammenarbeit mit lokalen Solarteuren. Regelmäßige Schulungen runden unsere Expertise ab. Mit der Gründung von photovoltaik.sh sind wir Ihr vertrauenswürdigen Partner für alle, die ihren Stromverbrauch nachhaltig gestalten möchten.
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