04343 4 33 94 21 info@photovoltaik.sh
Beratung. Planung. Projektierung. Aufbau.

Bundesnetzagentur-Ausschreibung für PV-Freiflächenanlagen 2026: Ergebnisse, Preiswettbewerb und regionale Schwerpunkte

[formidable id=2]

In 1 Minute die Ersparnisse mit einer PV-Anlage berechnen (klicken)

    kWh
    Wir empfehlen: kWp Anlage sowie einen kWp Speicher.
    €/kWh
    Hinweis: Dies ist eine Beispielrechnung die bis 5000 kWh optimiert ist.
    Jetzt unverbindliches Angebot erhalten


    Mit dem Absenden erklären Sie sich mit der Datenverarbeitung einverstanden. Wir geben Ihre Daten nicht ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung an Dritte weiter. Wir verwenden Ihre Daten nicht zu Werbezwecken in Form von Newslettern oder sonstigen Werbeformaten.

    REGIONAL. PERSÖNLICH. TYPISCH NORDDEUTSCH.

    Sie erhalten einen Anruf von uns innerhalb von 48 Stunden. Getreu unser Markenpersönlichkeit behandeln wir Ihr Anliegen von der ersten Minute an mit den altbewährten norddeutschen kaufmännischen Tugenden.

    Aus der Region, für die Region. Daher arbeiten wir nur mit regionalen Partnern und exklusiv für unsere Kunden in Schleswig-Holstein.

    Ihre Daten in guten Händen:

    • keine Weitergabe an Dritte

    • sichere Datenübertragung

    • Datenlöschung nach Art. 17 DSGVO

    • Keine Newsletter oder Spam

    Am 1. Juli 2026 veröffentlichte die Bundesnetzagentur die Ergebnisse der Ausschreibung für Photovoltaik-Freiflächenanlagen (erstes Segment nach EEG). Das ausgeschriebene Volumen von 2.135 MW zog 401 Gebote mit einer Gesamtleistung von 3.170 MW an – ein Überzeichnungsgrad von rund 48,5 %. Von den eingereichten Angeboten erhielten 261 einen Zuschlag. Der mengengewichtete durchschnittliche Zuschlagswert lag bei 4,79 ct/kWh und bewegte sich damit leicht unter dem Wert der Vorrunde (4,94 ct/kWh). Die ermittelten Zuschlagswerte reichten von 4,38 bis 4,97 ct/kWh. Die meisten Zuschläge entfielen auf den Süden Deutschlands, insbesondere Bayern und Baden-Württemberg.

    Überzeichnung der Ausschreibung und Angebotsvolumen

    Die Zahlen verdeutlichen den anhaltend hohen Wettbewerbsdruck in der deutschen PV-Freiflächenbranche:

    • Ausgeschriebenes Volumen: 2.135 MW (S1)
    • Eingereichte Gebotsleistung: 3.170 MW (S1) – entspricht einer Überzeichnung von 48,5 %
    • Anzahl der Gebote: 401
    • Formale Ausschlüsse: 48 Gebote (12,0 % Ausschlussquote)
    • Erhaltene Zuschläge: 261 Gebote (tatsächlich bezuschlagte Leistung 2.134,657 MW)

    Die Überzeichnung zeigt, dass das Interesse an Groß-PV-Projekten das verfügbare Fördervolumen deutlich übersteigt und die Bieter bereit sind, sehr niedrige Preise zu offerieren, um einen Zuschlag zu erhalten.

    Zuschlagswerte und Preisentwicklung

    Der Preiswettbewerb spiegelt sich in den ermittelten Zuschlagswerten wider:

    • Durchschnittlicher Zuschlagswert (mengengewichtet): 4,79 ct/kWh (S1)
    • Niedrigster Zuschlagswert: 4,38 ct/kWh (S1)
    • Höchster Zuschlagswert: 4,97 ct/kWh (S1)
    • Vergleich: Vorherige Vorrunde lag bei 4,94 ct/kWh – die aktuelle Runde ist damit leicht günstiger.
    • Stromgestehungskosten (LCOE) für PV-Freiflächenanlagen in Deutschland (2024): 4,1 bis 6,8 ct/kWh (S2)

    Der mengengewichtete Zuschlagswert liegt am unteren Rand der aktuellen LCOE-Bandbreite, was auf effiziente Kostenentwicklungen bei Modulen und Systemtechnik hinweist, gleichzeitig aber das Renditefenster für Projektentwickler verengt.

    Regionale Verteilung der Zuschläge

    Die geografische Konzentration der Zuschläge verdeutlicht einen klaren Süd- und Westschwerpunkt:

    • Top-5-Bundesländer (Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen) erhalten zusammen 1.392 MW – ca. 65,2 % der bezuschlagenen Gesamtleistung (S1).
    • Bayern: 75 Zuschläge, 429 MW
    • Baden-Württemberg: 41 Zuschläge, 266 MW
    • Rheinland-Pfalz: 25 Zuschläge, 239 MW
    • Nordrhein-Westfalen: 21 Zuschläge, 233 MW
    • Niedersachsen: 28 Zuschläge, 225 MW

    Damit entfällt etwa zwei Drittel der gesamten Zuschlagsmenge auf diese fünf Länder, wobei Bayern mit Abstand die führende Position einnimmt.

    Die anhaltend hohe Resonanz unterstreicht den anhaltenden Expansionsdrang im Segment der PV-Großanlagen. Mit eingereichten Projekten im Umfang von 3.170 Megawatt übertraf die Nachfrage das Ausschreibungsvolumen um knapp 49 Prozent (Bundesnetzagentur 2026). Dass sich der mengengewichtete Zuschlagswert mit 4,79 Cent pro Kilowattstunde weiter nach unten bewegte, verdeutlicht die Effizienzgewinne bei Modulpreisen und Systemtechnik, bringt die Betreiber jedoch gleichzeitig in ein enges Renditefenster. Im Branchenvergleich liegen die ermittelten Gebotswerte damit am unteren Rand der aktuellen Bandbreite für Stromgestehungskosten von Freiflächenanlagen in Deutschland (Fraunhofer ISE 2024). Neben dem anhaltenden Südschwerpunkt – rund zwei Drittel des Gesamtvolumens entfielen auf die Top-5-Länder Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen – sorgte vor allem die administrative Klarstellung zu den künftigen Netzentgelten für Erleichterung unter den Bietern.

    Netzentgeltsystematik (AgNes) – Keine Kapazitätsentgelte in dieser Runde

    Die Bundesnetzagentur hat ausdrücklich darauf hingewiesen, dass für die bezuschlagenen Projekte der aktuellen Ausschreibungsrunde keine neuen Einspeise-Netzentgelte mit Finanzierungsfunktion (Kapazitätsentgelte) erhoben werden. Die Orientierungspunkte zur Beteiligung der Einspeiser an den Netzkosten stammen aus dem Bundesnetzagentur-Papier vom 17. Februar 2026. Die endgültige Regelung wird im Rahmen des Festlegungsverfahrens zur allgemeinen Netzentgeltsystematik (AgNes) getroffen.

    • Datum der Orientierungspunkte: 17.02.2026 (S1)
    • Keine Kapazitätsentgelte für die aktuelle Ausschreibung
    • Offene Fragen werden im laufenden AgNes-Verfahren geklärt

    Diese Klarstellung bietet Projektentwicklern juristische und finanzielle Planungssicherheit, da bis zum Abschluss des AgNes-Verfahrens keine zusätzlichen Netzkosten zu berücksichtigen sind.

    Risiken und Renditedruck

    Obwohl die Preise historisch niedrig sind, ergeben sich zwei wesentliche Risikofaktoren für die Projektierer:

    • Renditedruck: Der durchschnittliche Zuschlagswert von 4,79 ct/kWh liegt nahe an den unteren LCOE-Grenzwerten (4,1 ct/kWh). Steigende Zinsen oder Verzögerungen beim Netzanschluss können die Wirtschaftlichkeit gefährden.
    • Unsicherheit über zukünftige Netzentgelte: Künftige Entscheidungen im AgNes-Verfahren könnten zusätzliche Kapazitätsentgelte einführen, was die Kostenstruktur von späteren Ausschreibungsrunden verändern könnte.

    Häufig gestellte Fragen (FAQ)

    Welche Anlagenarten durften an der Ausschreibung zum 1. Juli 2026 teilnehmen?

    Teilnahmeberechtigt waren klassische Photovoltaik-Freiflächenanlagen sowie Solaranlagen auf sonstigen baulichen Anlagen, die weder Gebäude noch Lärmschutzwände darstellen (erstes Segment nach EEG).

    Wann müssen die bezuschlagten Photovoltaik-Projekte realisiert werden?

    Nach den Vorgaben des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) haben Projektentwickler in der Regel eine Umsetzungsfrist von bis zu zwei Jahren, um die Solaranlagen in Betrieb zu nehmen und die Vergütung abzusichern.

    Greifen für die bezuschlagten Projekte bereits neue Einspeise-Netzentgelte?

    Nein. Die Bundesnetzagentur hat klargestellt, dass für Gebote dieser Runde keine Kapazitätsentgelte mit Finanzierungsfunktion fällig werden; offene Fragen werden erst im laufenden AgNes-Verfahren entschieden.

    Fazit

    Die Ausschreibung vom 1. Juli 2026 demonstriert einen stark überzeichneten Markt, bei dem das Angebot die Nachfrage um fast 50 % überstieg. Der Preiswettbewerb drückte den durchschnittlichen Zuschlagswert auf 4,79 ct/kWh – ein Niveau, das am unteren Rand der aktuellen Stromgestehungskosten liegt und damit das Renditefenster für Investoren verkleinert. Die regionale Konzentration auf Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen unterstreicht den Süd- und Westschwerpunkt der deutschen PV-Freiflächenentwicklung. Gleichzeitig bietet die klare Aussage, dass für diese Runde noch keine Kapazitätsentgelte anfallen, Projektentwicklern kurzfristige Planungssicherheit, während langfristige Unsicherheiten im AgNes-Verfahren bestehen bleiben. Insgesamt spiegeln die Ergebnisse den intensiven Wettbewerbsdruck und die fortschreitende Kosteneffizienz der Solarbranche wider, gleichzeitig mahnen sie zu einer sorgfältigen Risiko- und Finanzplanung für zukünftige Großprojekte.

    Carsten Steffen
    Autor: Carsten Steffen
    Carsten Steffen, Gründer von photovoltaik.sh, bringt sein tiefes Verständnis für Photovoltaik und seine Begeisterung für erneuerbare Energien ein, um Kunden in Schleswig-Holstein seit 2021 schneller und kostengünstiger zu ihrer eigenen Photovoltaikanlage zu verhelfen. Ermöglicht wird das Dank der Zusammenarbeit mit lokalen Solarteuren. Regelmäßige Schulungen runden unsere Expertise ab. Mit der Gründung von photovoltaik.sh sind wir Ihr vertrauenswürdigen Partner für alle, die ihren Stromverbrauch nachhaltig gestalten möchten.
    Beratung
    Anrufen