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Einführung des stündlichen Spotmarktpreises für Solarstrom in der Schweiz

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    Ab dem 1. Januar 2027 gilt in der Schweiz ein neues Vergütungsmodell für Solarstrom, das den stündlichen Spotmarktpreis zum Zeitpunkt der Einspeisung als Grundlage nimmt. Das Modell soll die Effizienz von Photovoltaik-Anlagen erhöhen, die Nutzung erneuerbarer Energien stärken und Anreize schaffen, Solarstrom dann einzuspeisen, wenn er tatsächlich gebraucht wird. Gleichzeitig werden Betreiber von kleinen Anlagen durch eine Minimalvergütungsprämie geschützt und ein saisonaler Winterbonus unterstützt die Einspeisung in sonnenarmen Monaten.

    Stündlicher Spotmarktpreis ab 2027 – Funktionsweise und Ziele

    Der bisherige vierteljährliche Referenzmarktpreis wird ab 2027 durch den tagesaktuellen Spotmarktpreis ersetzt. Verteilnetzbetreiber müssen Solarstrom zum jeweiligen Stundenpreis vergüten. Dieses Vorgehen hat mehrere Ziele:

    • Förderung der Einspeisung zu Zeiten hoher Netznachfrage.
    • Belohnung von Flexibilität in der Stromproduktion.
    • Erhöhung der Markttransparenz und Optimierung der Stromflüsse.

    Durch die Echtzeit-Preisbindung entsteht ein Anreiz, überschüssigen Solarstrom nicht bei niedrigen Preisen ins Netz einzuspeisen, sondern lokal zu speichern oder zu verbrauchen.

    Anreize für zeitgerechte Einspeisung

    Betreiber, die ihre Einspeisestrategie an den Spotmarktpreis anpassen, können von höheren Vergütungen profitieren, wenn sie Strom zu Zeiten hoher Preise einspeisen. Gleichzeitig wird das Risiko reduziert, bei negativen Preisen Strom zu verkaufen.

    Minimalvergütungsprämie – Sicherheit für kleine Betreiber

    Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung unter 150 kW erhalten eine Minimalvergütungsprämie. Liegt der durchschnittliche vierteljährliche Referenzmarktpreis unter der gesetzlich festgelegten Minimalvergütung, wird die Differenz pro eingespeister Kilowattstunde rückwirkend vergütet. Damit sind Betreiber vor dauerhaft negativen Preisen geschützt, profitieren aber weiterhin von den Marktpreisen, wenn diese positiv sind.

    Die Minimalvergütungsprämie wirkt insbesondere für Anlagen mit geringem Eigenverbrauch, die stärker den schwankenden Strommarktpreisen ausgesetzt sind.

    Das stündliche Vergütungsmodell könnte weitreichende Auswirkungen auf die deutsche Solarlandschaft haben. Analysten berichten, dass der Wechsel hin zu einem dynamischen Preismodell die Flexibilität im Strommarkt erhöht und gleichzeitig die Effizienz von Solaranlagen verbessert (Schweizer Bundesrat, 2023). Betreiber von Photovoltaik-Anlagen müssen ihre Einspeisestrategien anpassen, um aktuelle Marktbedingungen besser zu nutzen.

    Zusätzlich wird ab 2023 ein Winterbonus für Betreiber von Photovoltaik-Anlagen eingeführt, der speziell dazu dient, die Nutzung in jahreszeitlich schwachen Monaten zu fördern. Dieser Bonus könnte dazu beitragen, die Rentabilität von Solarprojekten zu erhöhen und die Akzeptanz von Solarenergie zu verstärken (Swissolar, 2023).

    Künftig wird auch eine öffentliche Zugänglichkeit von Marktdaten gefordert, damit Anlagenbetreiber ihre Energie effizient verwalten können. Ein einfacher Zugang zu Preisinformationen ist entscheidend, um lokal gespeicherten oder verbrauchten Solarstrom optimal zu steuern (BFE, 2023).

    Winterbonus 2023 – Unterstützung in der sonnenarmen Jahreszeit

    Seit 2023 erhalten Betreiber von Photovoltaik-Anlagen in der Schweiz einen Winterbonus von 0,05 CHF pro eingespeister Kilowattstunde. Der Bonus soll die Nutzung von Solarstrom in den weniger sonnenreichen Wintermonaten fördern und die Rentabilität in dieser Phase verbessern.

    Marktstatistiken und Kennzahlen

    • Anteilig erneuerbarer Energien am Strommix: 14,5 % (2021, Quelle S1).
    • Installierte Kapazität von Solarstromanlagen: 3,6 GW (2022, Quelle S2).
    • Anzahl der Einspeisungen von Solarstrom in die Netze: 10.000+ (Jahr 2022).

    Risiken und Herausforderungen

    Ein zentrales Risiko besteht in der Möglichkeit negativer Strompreise bei starkem Sonneneinstrahlungs-Überangebot. Betreiber könnten in Zeiten hoher Einspeisung gezwungen sein, Strom zu einem Preis zu verkaufen, der unter den Produktionskosten liegt. Die Minimalvergütungsprämie mildert dieses Risiko, indem sie einen Mindestpreis garantiert.

    Häufig gestellte Fragen (FAQ)

    Wie beeinflusst der neue Vergütungsansatz den Verbraucher?Durch die Vergütung nach Echtzeit-Marktpreisen könnte es für Verbraucher teurer werden, Solarstrom an sonnigen Tagen zu nutzen, da höhere Preise an das Netz weitergegeben werden können.

    Fazit

    Das neue Vergütungsmodell, das ab 2027 den stündlichen Spotmarktpreis zugrunde legt, stellt einen bedeutenden Schritt zur Optimierung des Schweizer Solarmarktes dar. Durch die Kombination aus Echtzeit-Preisbindung, Minimalvergütungsprämie und Winterbonus werden sowohl Flexibilität als auch Sicherheit für Betreiber erhöht. Gleichzeitig wird die Markttransparenz gefördert und die Nutzung von Solarstrom in Zeiten hoher Nachfrage unterstützt. Die genannten Kennzahlen zeigen, dass die erneuerbaren Energien bereits einen relevanten Anteil am Strommix ausmachen und die installierte Solarkapazität weiter wächst. Trotz des Risikos negativer Preise bietet das Modell durch die Prämienmechanismen einen verlässlichen Rahmen, der langfristig die Attraktivität von Photovoltaik-Investitionen stärken dürfte.

    Carsten Steffen
    Autor: Carsten Steffen
    Carsten Steffen, Gründer von photovoltaik.sh, bringt sein tiefes Verständnis für Photovoltaik und seine Begeisterung für erneuerbare Energien ein, um Kunden in Schleswig-Holstein seit 2021 schneller und kostengünstiger zu ihrer eigenen Photovoltaikanlage zu verhelfen. Ermöglicht wird das Dank der Zusammenarbeit mit lokalen Solarteuren. Regelmäßige Schulungen runden unsere Expertise ab. Mit der Gründung von photovoltaik.sh sind wir Ihr vertrauenswürdigen Partner für alle, die ihren Stromverbrauch nachhaltig gestalten möchten.
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