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Marktentwicklung der Photovoltaik in der Schweiz: Rückgang, Speicherpotenziale und regulatorische Perspektiven bis 2025/2026

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    Der Schweizer Photovoltaik-Markt steht vor einer signifikanten Wende: Nach mehreren Jahren starken Wachstums wird der Zubau neuer Anlagen im Jahr 2025 voraussichtlich um 15 % auf 1 526 Megawatt zurückgehen. Dieser Rückgang hat unmittelbare Auswirkungen auf die Energiezukunft des Landes und verlangt neue Strategien, insbesondere im Bereich Speichertechnologien und regulatorischer Rahmenbedingungen.

    Rückgang der neu installierten Photovoltaik-Leistung in der Schweiz bis 2025

    Laut den Zahlen von Swissolar, die auf dem Schweizer Photovoltaik-Kongress präsentiert wurden, beträgt die neu installierte PV-Leistung im Jahr 2025 1 526 MW – ein Rückgang von etwa 15 % gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich dazu lagen die Installationen 2024 bei 1 798 MW und 2023 bei 1 640 MW. Der Rückgang wird vor allem auf die nach dem Anstieg der Strompreise 2022 gesunkenen Einspeisevergütungen zurückgeführt.

    • 2025: 1 526 MW (-15 % gegenüber 2024)
    • 2024: 1 798 MW
    • 2023: 1 640 MW

    Obwohl die Zahlen einen Rückgang signalisieren, sehen Branchenvertreter in den kommenden Jahren wieder ein Umsatzwachstum, das vor allem durch die wachsende Bedeutung von Batteriespeichern getrieben wird.

    Heimspeicher: Kapazitätszuwachs und Bedeutung für das Stromsystem

    Die Gesamtkapazität von „Behind-the-Meter“-Heimspeichern erreichte 2025 bereits 2 461 MWh, wobei 1 010 MWh neu installiert wurden – ein Anstieg von 82 % innerhalb eines Jahres. Prognosen gehen davon aus, dass die Heimspeicherkapazität bis 2028 auf über 3 000 MWh anwachsen wird. Diese Entwicklung stärkt die Netzstabilität, reduziert Netzbelastungen und senkt laut Bundesamt für Energie (BFE) die Kosten für den Netzausbau um 20 % bis 60 %.

    • 2025 Gesamtkapazität: 2 461 MWh
    • 2025 Neuinstallationen: 1 010 MWh (-82 % Wachstum)
    • Prognose 2028: >3 000 MWh

    Speicherlösungen ermöglichen eine effizientere Nutzung von Solarenergie, reduzieren Netzbelastungen und tragen zu geringeren Ausbaukosten bei.

    Solarenergie-Anteil am Netto-Stromverbrauch 2026

    Swissolar prognostiziert, dass Solarenergie im Jahr 2026 etwa 17 % des Netto-Stromverbrauchs in der Schweiz ausmachen wird. Dieser Anteil entspricht fast der Hälfte der Stromproduktion der nationalen Kernkraftwerke und verdeutlicht die wachsende Rolle von Photovoltaik im Energiemix.

    • 2026: 17 % des Netto-Stromverbrauchs

    Der steigende Solaranteil erhöht jedoch die Volatilität des Marktes: Die Stunden mit negativen Preisen auf dem Day-Ahead-Markt sollen von weniger als 100 im Jahr 2023 auf rund 300 im Jahr 2025 ansteigen.

    Marktentwicklung der Photovoltaik in Europa – ein Gegenpol zum Schweizer Rückgang

    Während die Schweiz einen Rückgang verzeichnet, wächst der europäische Photovoltaik-Markt weiterhin stark. Für das Jahr 2025 wird ein Zubau von 100 GW für den gesamten europäischen Markt prognostiziert. Dieser Kontrast unterstreicht die Notwendigkeit strategischer Anpassungen in der Schweiz, um im europäischen Kontext wettbewerbsfähig zu bleiben.

    • Geplanter Zubau Europa 2025: 100 GW (Prognose)

    Die europäischen Wachstumszahlen stärken das Verständnis für unterschiedliche Herausforderungen und Chancen, die sich aus den jeweiligen Marktbedingungen ergeben.

    Regulatorische Anpassungen: Mindestvergütung ab 2026

    Im Zuge des zweiten Pakets des Stromgesetzes, das am 1. Januar 2026 in Kraft tritt, wird für Kleinanlagen bis 30 kW eine garantierte Mindestvergütung von 6 Rappen (6,2 Euro-Cent) pro Kilowattstunde eingeführt. Die Vergütung sinkt schrittweise für größere Anlagen bis zu 150 kW. Diese Maßnahme soll Investitionsanreize schaffen und das Wachstum im PV-Sektor wieder stimulieren.

    • Mindestvergütung 2026: 6 Rappen/kWh für Anlagen ≤ 30 kW
    • Stufenweise Reduktion bis 1,2 Rappen/kWh für Anlagen ≤ 150 kW

    Durch die garantierte Vergütung wird die Ertragssicherheit erhöht, was langfristig das Vertrauen von Investoren stärken kann.

    Flexibilität als neue Säule des Systems

    Die Entwicklung der Photovoltaik in Europa zeigt, dass trotz lokaler Rückgänge ein markantes Wachstum weiterhin möglich ist. Im Jahr 2025 wird ein europäischer Zubau von 100 Gigawatt prognostiziert, was den relativen Rückgang in der Schweiz in einen breiteren Kontext setzt und die Notwendigkeit strategischer Anpassungen betont.

    Zusätzlich zu den Speicherlösungen wird erwartet, dass die Gesamtkapazität der Heimspeicher in der Schweiz auf über 3 000 Megawattstunden ansteigt, was nicht nur die Nutzungseffizienz erhöht, sondern auch die Integration erneuerbarer Energien in das nationale Netz erheblich verbessert.

    Die regulatorischen Maßnahmen im Rahmen des zweiten Stromgesetzes, das ab 2026 in Kraft tritt, bringen neue Anreize für Investitionen in Photovoltaik und Speichertechnologien mit sich. Eine garantierte Mindestvergütung wird erwartet, die die Attraktivität der erneuerbaren Energien in der Schweiz weiter steigert.

    Risiken für die Netzstabilität und Gegenmaßnahmen

    Ein zentrales Risiko besteht im möglichen Netzausfall aufgrund von Schwankungen in der Einspeisung. Die steigende Anzahl von Stunden mit negativen Marktpreisen erhöht die Komplexität der Netzintegration. Experten fordern daher verstärkte Strategien zur Netzanpassung, um den wachsenden Anteil erneuerbarer Energien sicher zu integrieren.

    • Risiko: Netzausfall bei hoher Volatilität
    • Notwendigkeit: Strategien zur Netzanpassung und Flexibilitätsmechanismen

    FAQ – häufig gestellte Fragen

    Wie beeinflussen Speicherlösungen den Photovoltaik-Markt?

    Speicherlösungen ermöglichen eine effizientere Nutzung von Solarenergie und reduzieren Netzbelastungen, was zu geringeren Kosten für den Netzausbau führt.

    Fazit

    Der Rückgang der neu installierten Photovoltaik-Leistung in der Schweiz bis 2025 markiert keinen Endpunkt, sondern einen Wendepunkt. Durch den rasanten Ausbau von Heimspeichern, die Einführung einer Mindestvergütung und die verstärkte Fokussierung auf Flexibilität kann die Schweiz die Herausforderungen der Volatilität meistern und gleichzeitig ihre Rolle im europäischen Energiemarkt stärken. Die Kombination aus technologischer Innovation und gezielter Regulierung bildet das Fundament für eine nachhaltige und stabile Energiezukunft.

    Carsten Steffen
    Autor: Carsten Steffen
    Carsten Steffen, Gründer von photovoltaik.sh, bringt sein tiefes Verständnis für Photovoltaik und seine Begeisterung für erneuerbare Energien ein, um Kunden in Schleswig-Holstein seit 2021 schneller und kostengünstiger zu ihrer eigenen Photovoltaikanlage zu verhelfen. Ermöglicht wird das Dank der Zusammenarbeit mit lokalen Solarteuren. Regelmäßige Schulungen runden unsere Expertise ab. Mit der Gründung von photovoltaik.sh sind wir Ihr vertrauenswürdigen Partner für alle, die ihren Stromverbrauch nachhaltig gestalten möchten.
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