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SolaEon setzt neuen Rekord: 27,87 % Wirkungsgrad für Single‑Junction‑Perovskit‑Solarzelle

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    Das in Shenzhen ansässige Unternehmen SolaEon hat laut eigener Aussage und einer Zertifizierung des chinesischen National Photovoltaic Industry Metrology and Testing Center (NPVM) einen Wirkungsgrad von 27,87 % für eine Single-Junction-Perovskit-Solarzelle auf Labormaßstab erreicht. Das Ergebnis, gemessen auf einer aktiven Fläche von 0,076 cm², wird von dem Unternehmen als neuer Weltrekord für diese Zellkategorie bezeichnet. Der Rekord markiert einen weiteren Meilenstein in einem seit drei Jahren kontinuierlichen Rekordbrecher-Track, in dem SolaEon bereits 20-mal den Weltrekord für Single-Junction-Perovskit-Zellen gebrochen hat.

    Rekordleistung im Labor – 27,87 % Wirkungsgrad

    Die wichtigsten Kennzahlen des Rekordgeräts lauten:

    • Wirkungsgrad: 27,87 % (NPVM-zertifiziert)
    • Aktive Zellfläche: 0,076 cm²
    • Fill Factor: 87,61 %
    • Test- und Zertifizierungsstelle: National Photovoltaic Industry Metrology and Testing Center (NPVM), China

    Die Zertifizierung durch das staatlich anerkannte NPVM unterstreicht die Messgenauigkeit und die Vergleichbarkeit des Ergebnisses innerhalb Chinas, während internationale Vergleiche auf unterschiedliche Teststandards hinweisen.

    Historische Entwicklung der SolaEon-Rekorde

    Die jüngste Rekordleistung fügt sich in eine Serie von Rekorden ein, die SolaEon in den vergangenen Jahren veröffentlicht hat:

    • 2026: 26,14 % Wirkungsgrad auf einer 1 cm²-Zelle – erster Rekord über 26 % für Unit-Zellen.
    • 2025: All-Perovskit-Tandem-Zelle mit 31,38 % Effizienz, stabilisiert bei 30,7 %.
    • 2025: Modul-Rekord von 20,7 % auf 0,72 m² (1,2 m × 0,6 m) – Ausgangspunkt für Skalierungsversuche.
    • 2025: Stabilisierte Modul-Effizienz von 25,27 % (IEC-63163-zertifiziert, 200 MW-Pilotlinie).

    Seit der Gründung vor drei Jahren hat SolaEon insgesamt 20-mal den Weltrekord für Single-Junction-Perovskit-Zellen gebrochen und damit die Annäherung an das theoretische Limit von rund 33 % deutlich gemacht.

    Vergleich mit globalen Rekorden und Zertifizierungsstandards

    Der von SolaEon gemeldete Wert von 27,87 % liegt über dem bislang von der US-National Renewable Energy Laboratory (NREL) zertifizierten globalen Rekord von 26,95 % (SooChow University/UNSW, 2025, aktive Fläche 0,0583 cm²). Der Unterschied zwischen den beiden Rekorden ergibt sich aus:

    • Unterschiedlichen Teststandards (NPVM vs. NREL)
    • Unterschiedlichen Zellflächen (0,076 cm² vs. 0,0583 cm²)
    • Unterschiedlicher Zertifizierung – NPVM ist staatlich akkreditiert in China, NREL ist international anerkannt.

    Während SolaEon den Rekord für die von NPVM zertifizierte Kategorie beansprucht, bleibt der NREL-Rekord ein wichtiger Referenzpunkt für die internationale Glaubwürdigkeit.

    Skalierung von Labor- zu Modul-Effizienz

    Die Übertragung hoher Labor-Effizienzen auf kommerzielle Module stellt nach wie vor die größte Herausforderung. SolaEon hat bereits mehrere Schritte in Richtung Skalierung unternommen:

    • Juni 2025: 1,2 m × 0,6 m Modul (0,72 m²) mit 20,7 % Wirkungsgrad über die gesamte Fläche (149 W Ausgangsleistung).
    • Messung auf 0,64 m² beleuchteter Fläche: 21,88 % Wirkungsgrad (140 W).
    • Stabilisierte Modul-Effizienz von 25,27 % (IEC-63163-Zertifizierung, 2025) im Rahmen einer 200 MW-Pilotlinie.
    • Geplante kommerzielle Einführung verzögert sich durch noch offene Fragen zu Stabilität, Langzeit-Durabilität und Kostenstruktur.

    Der Effizienzverlust von Labor- zu Modul-Skala (von 27,87 % auf etwa 20-21 % bei ersten Modulen) verdeutlicht die derzeitigen Engpässe in der Fertigungstechnologie und im Materialmanagement.

    Technologische Perspektiven und Grenzen

    Die theoretischen Grenzen für Perovskit-Solarzellen liegen bei etwa 33 % für Single-Junction-Zellen und über 35 % für Tandem-Strukturen. SolaEons aktuelle Fortschritte nähern sich diesen Grenzen:

    • Single-Junction-Zelle: 27,87 % (2026) – noch 5,13 % vom theoretischen Maximum entfernt.
    • All-Perovskit-Tandem-Zelle: 31,38 % (2025) – knapp 4 % unter dem angenommenen Tandem-Limit von >35 %.

    Das Unternehmen verfügt über ein Patentportfolio von mehr als 50 Kernpatenten und ein Forschungs- und Entwicklungsteam von über 100 Mitarbeitenden, das sich auf Materialinnovationen und Hybrid-Technologien mit Silizium fokussiert. Laut den vorliegenden Informationen könnte die Perovskit-Technologie langfristig Siliziumzellen überholen und kostengünstigere Solarlösungen ermöglichen, bleibt jedoch bis zur industriellen Marktreife stark von Fortschritten in Stabilität und Skalierbarkeit abhängig.

    Herausforderungen für die kommerzielle Marktreife

    • Langzeit-Stabilität und Degradation unter realen Betriebsbedingungen.
    • Kosteneffizienz bei großflächiger Produktion im Vergleich zu etablierten Silizium-Modulen.
    • Standardisierung von Zertifizierungsverfahren (NPVM vs. internationale Standards).
    • Technologische Integration in bestehende Fertigungsstraßen und IEC-63163-Konformität.

    Fazit

    Der von SolaEon gemeldete Wirkungsgrad von 27,87 % für eine Single-Junction-Perovskit-Solarzelle stellt einen bedeutenden Fortschritt im Laborbereich dar und setzt einen neuen NPVM-rekordverdächtigen Meilenstein. Im internationalen Kontext liegt der Wert über dem NREL-rekordgeprüften 26,95 %, wobei Unterschiede in Testmethodik und Zellfläche die Vergleichbarkeit beeinflussen. Trotz beeindruckender Laborergebnisse bleibt die Skalierung auf modulare Größen – derzeit bei etwa 20-21 % Effizienz – die zentrale Hürde für die kommerzielle Durchdringung. Mit über 50 Patenten, einem umfangreichen R&D-Team und einer 200 MW-Pilotlinie arbeitet SolaEon aktiv an der Überbrückung dieser Lücke. Die Annäherung an das theoretische Limit von 33 % und die bereits erreichten Tandem-Effizienzen von über 31 % verdeutlichen das Potenzial, Siliziumzellen langfristig zu übertreffen und kostengünstigere Photovoltaik-Lösungen zu ermöglichen. Der Weg von Labor-rekorden zu marktreifen Modulen erfordert jedoch weitere Fortschritte in Stabilität, Fertigung und internationaler Zertifizierung, bevor die hohen Effizienzen breit nutzbar werden.

    Carsten Steffen
    Autor: Carsten Steffen
    Carsten Steffen, Gründer von photovoltaik.sh, bringt sein tiefes Verständnis für Photovoltaik und seine Begeisterung für erneuerbare Energien ein, um Kunden in Schleswig-Holstein seit 2021 schneller und kostengünstiger zu ihrer eigenen Photovoltaikanlage zu verhelfen. Ermöglicht wird das Dank der Zusammenarbeit mit lokalen Solarteuren. Regelmäßige Schulungen runden unsere Expertise ab. Mit der Gründung von photovoltaik.sh sind wir Ihr vertrauenswürdigen Partner für alle, die ihren Stromverbrauch nachhaltig gestalten möchten.
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