Photovoltaik-Geoinformationssystem (GIS)

Das Photovoltaik-Geoinformationssystem ist ein Tool, welches Informationen bezüglich der Solarradiation sowie der potenziellen Leistung für Photovoltaikanlagen gibt. Darin sind Informationen für Europa, Afrika sowie einen Großteil Asiens und Amerika enthalten. Bereitgestellt wird es von dem Joint Research Centre des EU Science Hubs. Das EU Science Hub ist in der Europäischen Kommission aufgehängt und bietet den Service kostenlos dar.

Datenbank und Inhalte

Das Photovoltaik GIS arbeitet mit einer Datenbank, welche sämtliche Strahlungswerte über ein langjähriges Mittel auswertet und Standortgenau ausgibt. In der Datenbank stehen verschiedene Wertecluster, welche in unterschiedlicher Weise aufgenommen worden sind, zur Verfügung.
Die wichtigsten sind hier die PVGIS-CMSAF und die PVGIS-SARAH. Die Werte dieser Datenbanken werden stündlich von einem Satelliten durchgeführt. Die einzelnen Berechnungen werden dann mittels eines Durchschnittswertes der letzten 20 Jahre erledigt. PVGIS-SARAH ist hier die neuere und genauere, da diese einzelne Faktoren vor Ort miteinbezieht. Mit der Datenbank ERA5 werden Daten für Südeuropa erfasst und die Datenbank COSMO liefert genaue Daten für Nordeuropa.

Photovoltaikrechner

Wo soll die Photovoltaikanlage installiert werden?(erforderlich)

Sämtliche Daten in diesen verschiedenen Datenbanken werden in der European Solar Test Installation (ESTI) des Joint-Research Centres der EU validiert. ESTI ist ein nach ISO 17025 akkreditiertes photovoltaisches Kalibrierlabor für sämtliche photovoltaischen Materialien.

Innerhalb des Geoinformation-Tools besteht kostenloser und freier Zugang zu folgenden Inhalten:

  • Die Sonneneinstrahlung und Sonnentemperatur als Monatsdurchschnitt oder im Tagesprofil. Ebenso können Vollzeitreihen von stündlichen Werten und der dazugehörigen Solarleistung ausgegeben werden.
  • Das Stromerzeugungspotential für sämtliche Photovoltaiktechnologien
  • TMY-Daten für neuen verschiedenen Klimavariablen, welche dann für weitere Gebäudeenergieberechnungen exportiert und formatiert werden können. TMY steht hierbei für ein typical meteorlogical year.
  • Es können druckfertige Karten des solaren Ressourcen- und Photovoltaikpotenzials generiert werden. Diese Karten können in verschiedenen Maßstäben wie Land oder Region erzeugt werden.
    Weiterhin können anhand des internen Programms PVMAPS maßgeschneiderte Karten erzeugt werden.

Berechnungen mit PVGIS

Um Berechnungen an der eigenen Photovoltaikanlage durchzuführen, müssen bestimmte Daten bekannt sein.

Standort

Die Standortsuche läuft ähnlich zu der in gängigen Navigationssoftware wie Google Maps oder Karten von Apple. Durch ein Eingabefeld wird die Adresse eingegeben und ausgewählt. Alternativ kann die Position durch Suchen und Auswählen erfolgen.

Eigenen Strom auch im Winter nutzen?

Normalerweise wird nicht genutzter Strom in das Stromnetz verkauft. Im Winter produziert eine PV-Anlage meist wesentlich weniger Strom, sodass hier Strom um den Faktor 4-5 teurer nachgekauft werden muss. Die Lösung schafft die herstellerunabhängige StromCloud.
Hier mehr erfahren oder direkt Kontakt aufnehmen.

Daten zur Position der Solarmodule

Vorerst muss angegeben werden, ob es sich um eine netzgekoppelte Anlage oder eine Inselanlage handelt. Durch den Upload eines Bildes des eigenen Horizonts werden Verschattungen mit einberechnet.

Durch die Auswahl der jeweiligen Datenbank wird die Datengrundlage entschieden. Weiterhin ist die verwendete Solarzellentechnologie von essenzieller Bedeutung. Hier ist zwischen Siliziummodule, Dünnschichtmodule als CIS- oder CIGS-Solarzelle und Dünnschichtmodulen aus CdTe zu wählen. In der Regel werden die Solarzellen aus Silizium bestehen. In dieser Auswahlmöglichkeit sind monokristalline und polykristalline Solarzellen zusammengefasst.

Ebenso wichtig ist hier die installierte Leistung. Diese Nennleistung wird in Kilowatt peak, kWp, angegeben. Der Systemloss Wert wird als Gegenteil des Wirkungsgrades in Prozent eingefügt. Standardmäßig sind hier 14 % vor eingetragen, dieser kann selbstverständlich selber abgeändert werden.

Als Letztes ist die Position und Ausrichtung der einzelnen Solarmodule wichtig. Hier ist zunächst zu wählen, ob es sich um eine frei stehende Montage oder gebäudeintegrierte Montage handelt. Neben der Neigung in Grad ist auch der Azimut, also die Abweichung von der Ausrichtung nach Süden einzutragen. Das Programm kann ebenso Optimierungsvorschläge zur Position geben.

Weiterhin kann die Software Strompreise berechnen und so die Amortisationszeit ausgeben. Hier sind als Eingangsgrößen der Preis der gesamten Anlage sowie der Montage, der Zinssatz bei einer Finanzierung sowie die Lebensdauer der Anlage einzugeben.

Zusammenfassung

Das PVGIS ist eine Möglichkeit, um den möglichen Ertrag der eignen Photovoltaikanlage zu berechnen. Durch die ausgedehnten Eingabemöglichkeiten und die sehr genauen Angaben zu den entsprechenden Flächen können hier sehr genaue Berechnungen erfolgen. So kann sehr einfach und kostenlos geprüft werden, ob es sich lohnt, Strom aus erneuerbaren Energien herzustellen.

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