Stromgestehungskosten

Photovoltaikanlagen wandeln die Strahlungsenergie der Sonne mittels Solarmodulen und Wechselrichtern erst in elektrische Energie in Form von Gleichstrom und dann in Wechselstrom um.
Diese Umwandlung beinhaltet mehrere Kosten, welche alle zusammengefasst die Stromgestehungskosten sind.

Berechnung

Zur Berechnung der Stromgestehungskosten müssen sämtliche Einflussfaktoren einbezogen werden, damit dieser Wert dann der Wahrheit entspricht. Dies ist wichtig, da dieser Wert Grundlage für die Wirtschaftlichkeitsberechnung und -Prognose ist. Die Kosten werden für gewöhnlich in Eurocent je Kilowattstunde angegeben.

Photovoltaikrechner

Wo soll die Photovoltaikanlage installiert werden?(erforderlich)

Die Formel zur Berechnung dieser Kosten ist vergleichsweise einfach. Der Quotient aus der Summe jeglicher Aufwendungen und dem Ertrag an elektrischer Energie in der gleichen Zeitspanne berechnet die Stromgestehungskosten je Energieeinheit. Um einen Vergleich von verschiedenen Kraftwerken mit unterschiedlichen Stromerzeugungsmethoden zu schaffen, werden durchschnittliche Stromgestehungskosten mittels der Kapitalwertmethode berechnet.

Einflussfaktoren

Die Einflussfaktoren setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen. Am Beispiel einer Photovoltaikanlage wird der maßgebliche Anteil der Kosten durch die Anschaffungskosten der einzelnen Solarmodule, dem Wechselrichter und den sonstigen Komponenten sowie deren Installation beschrieben.
Sollte die Anlage durch einen Kredit gefördert oder finanziert sein, müssen anfallende Zinskosten als auch entgangene Zinserträge bei der Benutzung von Eigenkapital mit einberechnet werden.
In der Betriebsphase der Anlage sind alle fixe Kosten mit einzuberechnen. Zu diesen zählen neben der regelmäßigen Wartung, Instandsetzung und Reinigung bei größeren Anlagen eventuell auch Personalkosten.

Stromerzeuger mittels erneuerbarer Energien wie Photovoltaikanlagen oder Windparks sind im Gegensatz zu konventioneller Kraftwerke dargebotsabhängig und hängen damit von dem Wind- und Sonneneinstrahlungsaufkommen ab. Aus diesem Grund müssen bei der Berechnung der Stromgestehungskosten die örtliche Globalstrahlung miteinbezogen werden.

Eigenen Strom auch im Winter nutzen?

Normalerweise wird nicht genutzter Strom in das Stromnetz verkauft. Im Winter produziert eine PV-Anlage meist wesentlich weniger Strom, sodass hier Strom um den Faktor 4-5 teurer nachgekauft werden muss. Die Lösung schafft die herstellerunabhängige StromCloud.
Hier mehr erfahren oder direkt Kontakt aufnehmen.

Energieerzeuger im Vergleich

Das Fraunhofer ISE Institut hat in regelmäßigen Abständen die Stromgestehungskosten von gängigen Erzeugungsarten berechnet und diese miteinander verglichen. Waren im Jahr 2009 die Stromgestehungskosten aus konventioneller Kraftwerke, welche mit Braun- oder Steinkohle betrieben worden sind, sehr viel günstiger als die erneuerbaren Energien, sind diese im Jahr 2021 fast flächendeckend billiger.

Bei der Herstellung von elektrischem Strom anhand von fossilen Kraftwerken mittels Braunkohle schwankten die Kosten zwischen 4,6 und 6,5 Eurocent pro Kilowattstunde. Die Kilowattstunde Strom mittels Erdgas war leicht teurer mit circa 6 Cent. Die Stromerzeugung je Kilowattstunde durch erneuerbare Energien war hier sehr viel teurer mit 9,3 Cent durch Wind und bei 32 Cent mittels Photovoltaik.

Vergleicht man diese Zahlen nun mit der aktuellsten Berechnung im Jahr 2021, erkennt man einen ganz klaren Trend. Strom aus erneuerbaren Energien wird stetig günstiger, sowie die Stromerzeugung durch konventionelle Kraftwerke teurer. Die Kosten für Solarstrom sind um mehr als 75 % gesunken und betragen jetzt zwischen 3,12 und 5,7 Cent je kWh. Konventionelle Kraftwerke, welche mit Braunkohle betrieben werden, weisen inzwischen Gestehungskosten zwischen 10,38 und 15,34 Cent pro kWh auf.

Allerdings wird dieser negativ Trend der Kosten für nachhaltige Energie jedoch abflachen beziehungsweise stagnieren, da es sich bei der Stromerzeugung durch erneuerbare Energien um eine variable Produktion handelt. Dies bedeutet, dass im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen die Stromerzeugung aus Wind und Photovoltaik von Wetter abhängig ist und nicht dauerhaft elektrische Energie gewonnen werden kann. Hierzu sind Pufferspeicher zwingend notwendig, wenn der Anteil an grünem Strom jenseits der 50 % steigt. Dieser Aufbau von einem Energiespeichernetzwerk wird die Stromgestehungskosten anheben. Da die Preise für Strom aus Gas oder Kohle jedoch weiterhin ebenfalls steigen werden, werden nachhaltige Energiesysteme dennoch immer lukrativ.

Eigenen Strom auch im Winter nutzen?

Normalerweise wird nicht genutzter Strom in das Stromnetz verkauft. Im Winter produziert eine PV-Anlage meist wesentlich weniger Strom, sodass hier Strom um den Faktor 4-5 teurer nachgekauft werden muss. Die Lösung schafft die herstellerunabhängige StromCloud.
Hier mehr erfahren oder direkt Kontakt aufnehmen.

Ähnliche Beiträge