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Kostenvergleich Freileitung vs. Erdkabel – Netzausbau und Zukunftsprognosen in Deutschland

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    Der Ausbau der Stromnetze ist ein zentraler Baustein der deutschen Energiewende. Neue Gleichstromverbindungen sollen künftig als Freileitungen realisiert werden, weil sie im Vergleich zu Erdkabeln deutlich günstiger sind. Diese Entscheidung hat nicht nur finanzielle, sondern auch sicherheits- und preispolitische Konsequenzen für Verbraucherinnen und Verbraucher.

    Warum der Netzausbau entscheidend ist

    Ein leistungsfähiges Stromnetz ermöglicht die Integration erneuerbarer Energien und stabilisiert die Versorgung. Ohne einen ausreichenden Netzausbau drohen höhere Netzentgelte und mögliche Engpässe, die die Energiewende gefährden.

    Kostenvorteile von Freileitungen gegenüber Erdkabeln

    Laut einer Analyse der Bundesnetzagentur können Freileitungen bis zu 30 % geringere Baukosten im Vergleich zu Erdkabeln aufweisen. Die Einsparungen ergeben sich aus niedrigeren Material- und Installationsaufwänden.

    • Reduzierte Materialkosten
    • Kürzere Installationszeiten
    • Geringere Planungs- und Genehmigungsaufwände

    Die Kostendifferenz wurde für das Jahr 2023 mit einem Wert von 30 % angegeben (Quelle: S1).

    Geplante Netzausbauprojekte und gesetzlicher Rahmen

    Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf von Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche zur Änderung des Bundesbedarfsplangesetzes gebilligt. Ziel ist es, Planungssicherheit zu schaffen und den Netzbetrieb zu sichern. Im Rahmen dieses Gesetzes werden 45 neue Stromleitungsvorhaben in den Bundesbedarfsplan aufgenommen.

    Die Netzausbauplanung beinhaltet:

    • 39 Wechselstromvorhaben
    • 3 Verbindungsleitungen nach Dänemark, Großbritannien und die Schweiz
    • 2 Gleichstromvorhaben
    • 1 Offshore-Windenergie-Anbindungsleitung

    Alle Vorhaben sind im aktuellen Entwurf der Übertragungsnetzbetreiber von März 2026 enthalten.

    Details zu den neuen Gleichstromvorhaben

    Die beiden neuen Gleichstromvorhaben sollen als Freileitungen gebaut werden, weil sie kostengünstiger sind als Erdkabel. Die Entscheidung basiert auf den genannten 30 % Kostenvorteil und soll die finanziellen Hürden des Netzausbaus senken.

    Bedenken des Verbands ZVEI

    Der Verband der Elektro- und Digitalindustrie (ZVEI) hält den Umfang der geplanten Netzausbaumaßnahmen für unzureichend. Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung, betont, dass die aktuelle Planung nicht ausreicht, um den Strombedarf ab 2035 zu decken. Trotz eines derzeitigen Rückgangs des Strombedarfs wegen der industriellen Krise sei die langfristige Nachfrage durch die Elektrifizierung von Industrie, Mobilität, Wärmeversorgung und den Ausbau von Rechenzentren deutlich zu erwarten.

    Der ZVEI warnt zudem vor einer möglichen Verlangsamung der Umsetzung, was die Investitionsbereitschaft von Netzkomponentenherstellern beeinträchtigen könnte.

    Die Entscheidung, neue Gleichstromvorhaben als Freileitung zu realisieren, basiert auf signifikanten Kostenvorteilen. Laut aktuellen Studien können die Baukosten von Freileitungen bis zu 30 % unter denen von Erdkabeln liegen (Quelle: S1). Dies stellt einen entscheidenden Faktor dar, um die finanziellen Hürden im Netzausbau zu senken, vor allem in Zeiten knapper Mittel. Zusätzlich ist die Bundesnetzagentur überzeugt, dass der Strombedarf bis 2035 um mindestens 25 % steigen wird, wodurch eine koordinierte und umfassende Netzausbauplanung zwingend erforderlich wird (Quelle: S2). Diese Prognose unterstreicht die Bedenken des ZVEI, dass die aktuellen Planungen möglicherweise nicht ausreichen werden, um die zukünftigen Anforderungen an die Stromversorgung zu decken.

    Zukunftsprognosen zum Strombedarf

    Die Bundesnetzagentur schätzt, dass der Strombedarf in Deutschland bis zum Jahr 2035 um mindestens 25 % steigen wird. Diese Steigerung ist vor allem auf die zunehmende Elektrifizierung in Industrie, Mobilität, Wärmeversorgung und den Ausbau von Rechenzentren zurückzuführen.

    Die Prognose ist ein zentrales Argument für einen umfassenderen Netzausbau, da die derzeitige Planung nicht ausreiche, um die erwartete Nachfrage zu decken.

    Statistiken und Kennzahlen

    • Netzausbauprojekte: 45 Vorhaben (Jahr 2026, Quelle S1)
    • Strombedarfsteigerung: 25 % bis 2035 (Quelle S2)

    FAQ – Häufig gestellte Fragen

    Was sind die Hauptvorteile von Freileitungen?Freileitungen haben geringere Baukosten und kürzere Installationszeiten im Vergleich zu Erdkabeln, wodurch der Netzausbau effizienter gestaltet werden kann.

    Fazit

    Der geplante Ausbau der deutschen Stromnetze setzt verstärkt auf Freileitungen für neue Gleichstromverbindungen, weil sie bis zu 30 % günstiger sind als Erdkabel. Diese Kostenvorteile sind besonders wichtig, um die finanziellen Ressourcen effizient zu nutzen. Gleichzeitig weist die Bundesnetzagentur eine erhebliche Strombedarfsteigerung von mindestens 25 % bis 2035 aus, was die Notwendigkeit eines umfassenderen Netzausbaus betont. Der Verband ZVEI warnt jedoch, dass die aktuelle Planung nicht ausreichend sei und die langsame Umsetzung die Versorgungssicherheit gefährden könnte. Die Kombination aus Kostenersparnissen, gesetzlicher Unterstützung und klaren Zukunftsprognosen bildet die Basis für einen erfolgreichen Netzausbau, der die Energiewende und stabile Strompreise für Verbraucherinnen und Verbraucher sicherstellt.

    Carsten Steffen
    Autor: Carsten Steffen
    Carsten Steffen, Gründer von photovoltaik.sh, bringt sein tiefes Verständnis für Photovoltaik und seine Begeisterung für erneuerbare Energien ein, um Kunden in Schleswig-Holstein seit 2021 schneller und kostengünstiger zu ihrer eigenen Photovoltaikanlage zu verhelfen. Ermöglicht wird das Dank der Zusammenarbeit mit lokalen Solarteuren. Regelmäßige Schulungen runden unsere Expertise ab. Mit der Gründung von photovoltaik.sh sind wir Ihr vertrauenswürdigen Partner für alle, die ihren Stromverbrauch nachhaltig gestalten möchten.
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