Salzwasserspeicher

Strom zu speichern für dunkle Tage ohne ausreichend Sonnenschein ist eines der großen Probleme bei der Produktion und Nutzung von Solarenergie. Ein Salzwasserspeicher kann hier Abhilfe schaffen.

Ein Stromspeicher für eine Solaranlage ist sinnvoll

Wenn Sie sich für die Anschaffung einer Photovoltaik Anlage interessieren, kommen Sie und diese Entscheidung nicht herum: Stromspeicher ja oder nein? Solaranlagen mit einem Stromspeicher versprechen Ihnen deutlich verbesserte Renditen. Allerdings steigt mit ihnen auch der Anschaffungspreis der Anlage.

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Dabei sind es vor alle praktische Gründe, aus denen Sie über die Anschaffung eines Stromspeichers nachdenken sollten

Die Nutzung einer Solaranlage lohnt sich für Sie dann, wenn Sie viel Energie verbrauchen. Ohne einen Stromspeicher schaffen Sie einen hohen Eigenverbrauch nur dann, wenn Sie den Solarstrom direkt nutzen. Sie müssten also immer dann viel Strom verbrauchen, wenn die Sonne stark scheint.

Das bedeutet aber, dass Sie Ihren Alltag nach Ihrer Photovoltaikanlage ausrichten müssen. Kochen, Waschen, Fernsehen gingen am besten Mittags, in den in den Stunden am Morgen und Abend dagegen wäre relative Ruhe. Es sei denn, Sie entscheiden sich für einen Stromspeicher

Das spricht für die Anschaffung eines Stromspeichers

  • er schafft Unabhängigkeit
  • die Versorgung mit Strom wird eigenständiger
  • Preiserhöhungen oder Netzschwierigkeiten spielen keine Rolle mehr
  • das schafft finanzielle Sicherheit
  • Stromkosten lassen sich besser planen

Herkömmliche Stromspeicher können Gefahren bergen

Die herkömmlichen Stromspeicher bestehen aus einem Blei- oder einem Lithium-Ionen-Akku. Das belastet die Umwelt, begrenzt ihre Lebensdauer und birgt in einem gewissen Maße die Gefahr von Bränden oder Explosionen.

Die Alternative ist ein Salzwasserspeicher, der zwar nach dem Prinzip einer Lithium-Ionen-Batterie funktioniert, aber ungefährliches Salzwasser nutzt.

So funktioniert ein Salzwasserspeicher

Um die Wirkungsweise eines Salzwasserspeichers zu verstehen, müssen Sie sich das Prinzip einer Batterie vor Augen halten. Denn der Stromspeicher für eine Solaranlage muss wieder aufladbar sein. Dafür braucht es eine Sekundärbatterie, die sich – im Gegensatz zur Primärbatterie – mehrmals aufladen lässt.

In jeder Batterie fließen Elektronen. Dafür hat die Batterie einen Minus– und einen Pluspol. Ist die Batterie wieder aufladbar, heißen diese Pole Elektroden: die Anode (Minus) und die Kathode (Plus).

Beide Elektroden sind von einem Elektrolyt umgeben. Diese (meist) Flüssigkeit kann Strom leiten. Der Separator zwischen Anode und Kathode trennt die beiden Elektroden, lässt aber Ionen durch.

Wenn Sie ein Gerät (Verbraucher) an die Batterie anschließen, können die Elektronen fließen. Denn dieser Verbraucher schließt den Kreislauf. Folge: Die Batterie wird entladen.

Schließen Sie die Batterie an das Stromnetz an, wandern die Elektronen von der Kathode zur Anode. Der Vorrang läuft quasi rückwärts. Folge: Die Batterie wird aufgeladen.

Eigenen Strom auch im Winter nutzen?

Normalerweise wird nicht genutzter Strom in das Stromnetz verkauft. Im Winter produziert eine PV-Anlage meist wesentlich weniger Strom, sodass hier Strom um den Faktor 4-5 teurer nachgekauft werden muss. Die Lösung schafft die herstellerunabhängige StromCloud.
Hier mehr erfahren oder direkt Kontakt aufnehmen.

Bei einer Salzwasserbatterie ist das Prinzip genau das Gleiche. Hier fungiert allerdings Natrium-Salzwasser als Elektrolyt. Anode und Kathode bestehen ebenfalls aus anderen, unbedenklichen Materialien.

Neu ist die Idee von Salzwasserbatterien nicht. Im Gegenteil, das Prinzip ist bereits mehr als 200 Jahre alt. Dass es jetzt seine Renaissance feiert, liegt zum einen an der wachsenden Bedeutung der Photovoltaik und zu anderen daran, dass Salzwasserspeicher durchaus Vorteile bergen.

Diese Vorteile hat ein Salzwasserspeicher

  • geringe Kosten für die Herstellung
  • das System ist wartungsfrei
  • geringer Verschleiß
  • hohe Nutzungsdauer
  • sehr viel höhere Entladetiefe
  • enthält weder gefährliche noch giftige Stoffe
  • rostet nicht
  • nicht entflammbar

Geringe Kosten bei der Herstellung

Salzwasserbatterien werden aus nachhaltigen, reichlich vorhandenen Rohstoffen gefertigt. Sie werden umweltschonend abgebaut und können nach dem Gebrauch hervorragend recycelt werden, was die Kosten zusätzlich im Rahmen hält.

Wartungsfreiheit, geringer Verschleiß und hohe Nutzungsdauer mach Salzwasserspeicher zu einem lohnenswerten Investment.

Höhere Entladetiefe

Salzbatterien haben eine hohe Entladetiefe von 100 Prozent. Der Wert beschreibt, wie stark die Batterie entladen werden kann. Bei der Lithium-Ionen-Batterie beträgt er 80 Prozent bei einer Blei-Batterie zwischen 35 und 80 Prozent.

Nicht entflammbar

Salzbatterien sind wesentlich ungefährlicher als herkömmliche Batterien. Vor Ihnen geht selbst bei einem Defekt keine Gefahr eines Brandes oder einer Explosion aus. Sie arbeiten auch bei hohen Außentemperaturen und brauchen keine gesonderte Lagerung.

Das sind die Nachteile von Salzwasserspeichern

Salzbatterien haben, verglichen mit anderen Batterien, eine geringere Energiedichte. Sie müssen deshalb größer und schwerer sein, um die gleiche Leistung zu erbringen. Für einen Einsatz im Rahmen der Elektromobilität eigen sie sich deshalb nicht.

Weil Salzwasserspeicher noch wenig nachgefragt werden, sind sie in ihrer Anschaffung noch relativ teuer. Und das trotz moderater Herstellungskosten. Steigt die Nachfrage, könnte der Preis sinken.

Längere Zeiten für das Be- und Entladen

Salzwasserspeicher haben eine sogenannte C-Rate von 0,2. Dieser Wert gibt die Zeit an, die eine Batterie braucht, bis sie vollkommen beladen (und natürlich auch entladen) ist. Ein Wert von 0,2 bedeutet 5 Stunden.

Was kosten Salzwasserspeicher?

Derzeit sind nur wenige Hersteller für Salzwasserspeicher am Markt. Ein pauschaler Vergleich der Preise dieser Art von Batterien ist deshalb nicht einfach. Als Richtwert dürfen 1.200 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität gelten.

Staatliche und kommunale Förderungen für Solaranlagen schließen zum Teil auch Kosten für Stromspeicher ein. Es lohnt sich deshalb durchaus, wenn Sie die Förderrichtlinien in Ihrem Bundesland genauer anschauen. Sie können auch bei Ihrer Stadt oder Gemeinde nach einer finanziellen Förderung nachfragen.

Eigenen Strom auch im Winter nutzen?

Normalerweise wird nicht genutzter Strom in das Stromnetz verkauft. Im Winter produziert eine PV-Anlage meist wesentlich weniger Strom, sodass hier Strom um den Faktor 4-5 teurer nachgekauft werden muss. Die Lösung schafft die herstellerunabhängige StromCloud.
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