04343 4 33 94 21 info@photovoltaik.sh
Beratung. Planung. Projektierung. Aufbau.

Aufstockung der BEG EM-Förderung 2025: Mehr Geld, mehr Wärmepumpen, aber neue Risiken

[formidable id=2]

In 1 Minute die Ersparnisse mit einer PV-Anlage berechnen (klicken)

    kWh
    Wir empfehlen: kWp Anlage sowie einen kWp Speicher.
    €/kWh
    Hinweis: Dies ist eine Beispielrechnung die bis 5000 kWh optimiert ist.
    Jetzt unverbindliches Angebot erhalten


    Mit dem Absenden erklären Sie sich mit der Datenverarbeitung einverstanden. Wir geben Ihre Daten nicht ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung an Dritte weiter. Wir verwenden Ihre Daten nicht zu Werbezwecken in Form von Newslettern oder sonstigen Werbeformaten.

    REGIONAL. PERSÖNLICH. TYPISCH NORDDEUTSCH.

    Sie erhalten einen Anruf von uns innerhalb von 48 Stunden. Getreu unser Markenpersönlichkeit behandeln wir Ihr Anliegen von der ersten Minute an mit den altbewährten norddeutschen kaufmännischen Tugenden.

    Aus der Region, für die Region. Daher arbeiten wir nur mit regionalen Partnern und exklusiv für unsere Kunden in Schleswig-Holstein.

    Ihre Daten in guten Händen:

    • keine Weitergabe an Dritte

    • sichere Datenübertragung

    • Datenlöschung nach Art. 17 DSGVO

    • Keine Newsletter oder Spam

    Das Bundeskabinett hat im April 2025 den Haushaltsentwurf von Finanzminister Lars Klingbeil verabschiedet und damit die Förderung für energetische Einzelmaßnahmen (BEG EM) um zwei Milliarden Euro auf insgesamt 7,1 Milliarden Euro erhöht. Die zusätzliche Finanzierung richtet sich gezielt an die Heizungsmodernisierung – insbesondere an den Einbau von Wärmepumpen – und soll Planungssicherheit für Hausbesitzer, Fachplaner und die gesamte Bau- und Heizungsbranche schaffen. Gleichzeitig wirft die Entscheidung Fragen zu künftigen Haushaltskürzungen, Stromsteuersenkungen und der Verwendung von Mitteln aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF) auf.

    Warum die Aufstockung der BEG EM-Förderung wichtig ist

    • Sie bietet klare Planungssicherheit für Sanierungs- und Heizungswechselprojekte.
    • Sie stärkt die Energiewende im Gebäudesektor und unterstützt die Erreichung der Klimaziele.
    • Sie wirkt trotz unsicherer Haushaltssituation als verlässlicher Finanzierungsanker bis 2032.

    Überplanmäßige Verpflichtungsermächtigungen sichern die Finanzierung bis 2032

    Um einen drohenden Förderstopp nach dem regulären Haushaltsplan zu verhindern, hat das Bundesfinanzministerium im Jahr 2025 zwei überplanmäßige Verpflichtungsermächtigungen (VE) beschlossen:

    • 1,22 Milliarden Euro im April 2025 – erste VE für BEG und KFN.
    • 914 Millionen Euro im Juni 2025 – zweite VE, die Mittel bis mindestens 2032 garantiert.

    Diese zusätzlichen Mittel ermöglichen es, die BEG EM-Förderung kontinuierlich zu finanzieren und reagieren auf die hohe Nachfrage nach energetischen Sanierungen.

    Detaillierte Mittelaufteilung: Schwerpunkt Wärmepumpen

    Von den insgesamt 7,1 Milliarden Euro BEG EM-Mittel fließen im Jahr 2025 3,5 Milliarden Euro speziell für den Einbau von Wärmepumpen in Bestandsgebäuden. Die wichtigsten Eckdaten im Überblick:

    • Fördersatz: 55 % Zuschuss (ca. 16.500 Euro pro Wärmepumpe in Einfamilienhäusern).
    • Potential: bis zu 230.000 geförderte Anlagen im Jahr 2025.

    Die gezielte Förderung von Wärmepumpen soll den Umstieg von Gas- und Ölheizungen beschleunigen und damit den CO₂-Ausstoß im Gebäudesektor deutlich senken.

    Förderzahlen und Antragslage im ersten Quartal 2025

    Die ersten drei Monate des Jahres 2025 zeigen ein starkes Interesse an den BEG EM-Maßnahmen:

    • Insgesamt 241.606 Anträge bzw. Zusagen für Einzelmaßnahmen.
    • Davon 76.596 Maßnahmen betreffen die Heizungs-Förderung.
    • Zusätzlich wurden 58.794 Maßnahmen für Fachplanung und Baubegleitung gefördert.
    • Der Heizungstausch profitierte von zwei speziellen Programmen:
      • Klimageschwindigkeitsbonus: 50.003 geförderte Maßnahmen.
      • Effizienz-Bonus: 49.812 geförderte Maßnahmen.
    • Im Vergleich dazu liegen 2024 insgesamt knapp 400.000 Anträge vor, wobei fast die Hälfte erst im vierten Quartal eingegangen war.

    Die steigende Antragshöhe bestätigt die hohe Marktakzeptanz und das Bedürfnis nach finanzieller Unterstützung beim Heizungstausch.

    Kritik an der Stromsteuer-Entlastung und fossile Subventionen

    Obwohl die BEG EM-Aufstockung positiv aufgenommen wird, gibt es kritische Stimmen zu anderen Teilen des Haushaltsentwurfs:

    • Die geplante Stromsteuersenkung gilt nur für Industrie, Land- und Forstwirtschaft – private Haushalte erhalten keine direkte Entlastung.
    • Eine Senkung der Stromsteuer um das europäische Mindestmaß hätte den Strompreis für Haushalte um 2,32 Cent/kWh (brutto) reduziert und den Umstieg auf E-Autos und Wärmepumpen attraktiver gemacht.
    • Experten warnen, dass Mittel aus dem KTF für fossile Maßnahmen, etwa die milliardenschwere Gasspeicherumlage, verwendet werden sollen – ein Signal, das Investitionen in erneuerbare Heiztechnologien behindern könnte.

    Der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) sieht hierin ein Risiko für die Glaubwürdigkeit der Energiewende, während gleichzeitig die Strom- und Netzentgelte nur marginale Entlastungen für private Haushalte bringen.

    Risiken durch Haushaltskürzungen und reduzierte Beratungsförderung

    Zusätzlich zu den genannten Kritikpunkten gibt es weitere Unsicherheiten, die die Planungssicherheit beeinträchtigen könnten:

    • Im Bundeshaushalt 2025 sind Kürzungspläne für die Gesamtausgaben der BEG auf 14,4 Milliarden Euro vorgesehen, trotz der Aufstockung der BEG EM.
    • Die Beratungsförderung für kleine Gebäude wurde auf maximal 850 Euro pro Projekt reduziert – ein Betrag, der für umfangreiche Fachplanung oft nicht ausreicht.
    • Experten wie Martin Kaßler (VDIV) warnen, dass diese Kürzungen die Sanierungsrate bremsen und Entscheidungen für das Jahr 2026 verzögern könnten.

    Dennoch wurde die Beratungsförderung bis mindestens 2026 gesichert, was angesichts der hohen Nachfrage nach Fachplanung ein wichtiger Stabilitätsfaktor ist.

    Wirtschaftliche Rahmenbedingungen für Wärmepumpen

    Die Kostenentwicklung für Strom, der Wärmepumpen antreibt, bleibt ein entscheidender Faktor:

    • Laut Verivox-Analyse stiegen die Stromkosten für eine durchschnittliche Einfamilienhaus-Wärmepumpe von 1.434 Euro (2020) auf 1.644 Euro (2023) – ein Anstieg von rund 15 %.
    • Reduzierte Netzgebühren und geringere Umlagen dämpfen den Preisanstieg im Vergleich zu Gas- und Ölheizungen.
    • Ab 1. Januar 2026 liegt der CO₂-Preis im Korridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne, was die Betriebskosten fossiler Heizungen weiter erhöht.

    Diese Preisentwicklung macht die staatliche Förderung für Wärmepumpen zu einem noch wichtigeren Anreiz für Hausbesitzer.

    Fazit

    Die Aufstockung der BEG EM-Förderung auf 7,1 Milliarden Euro für das Jahr 2025 stellt einen klaren politischen Impuls für die Heizungsmodernisierung und den Ausbau von Wärmepumpen dar. Durch überplanmäßige Verpflichtungsermächtigungen des Bundesfinanzministeriums wird die Finanzierung bis 2032 gesichert und ein potenzieller Förderstopp verhindert. Die hohen Antragszahlen im ersten Quartal 2025 belegen das enorme Interesse der Marktakteure.

    Gleichzeitig zeigen sich jedoch Schwachstellen: geplante Kürzungen im Gesamthaushalt, eine beschränkte Stromsteuersenkung und die Verwendung von KTF-Mitteln für fossile Projekte könnten die langfristige Planungssicherheit und den Anreiz für klimafreundliche Heizungen mindern. Die Reduzierung der Beratungsförderung erhöht das Risiko, dass notwendige Fachplanungen nicht ausreichend unterstützt werden.

    Insgesamt bleibt die BEG EM-Aufstockung ein entscheidender Baustein für die deutsche Energiewende im Gebäudesektor – vorausgesetzt, die begleitenden Haushaltsentscheidungen und steuerpolitischen Maßnahmen werden künftig stärker an den Klimazielen ausgerichtet.

    Carsten Steffen
    Autor: Carsten Steffen
    Carsten Steffen, Gründer von photovoltaik.sh, bringt sein tiefes Verständnis für Photovoltaik und seine Begeisterung für erneuerbare Energien ein, um Kunden in Schleswig-Holstein seit 2021 schneller und kostengünstiger zu ihrer eigenen Photovoltaikanlage zu verhelfen. Ermöglicht wird das Dank der Zusammenarbeit mit lokalen Solarteuren. Regelmäßige Schulungen runden unsere Expertise ab. Mit der Gründung von photovoltaik.sh sind wir Ihr vertrauenswürdigen Partner für alle, die ihren Stromverbrauch nachhaltig gestalten möchten.
    Beratung
    Anrufen