Degradation

Ab einem gewissen Zeitpunkt X wird die Leistung und damit der Wirkungsgrad von Solarmodulen sinken. Dieser Prozess wird als Degradation bezeichnet und beschreibt eben diesen altersbedingten Leistungsverlust.

Jegliche verfügbaren Werkstoffe werden über die Zeit schwächer, jedoch verhalten sich diverse Bauweisen und Module sehr differenziert. Bei Solarmodulen wird die Degradation über einen Zeitraum von circa 20 bis 25 Jahren betrachtet. Üblicherweise werden von Herstellern Leistungsgarantien über 20 Jahre zugesichert, welche in zwei Etappen aufgeteilt werden. Die ersten 10 Jahre werden mit einem Wirkungsgraderhalt von 90 % datiert, die letzteren 10 Jahre mit einem Wirkungsgraderhalt von 80 %.
Allgemein ist grundsätzlich von einem Leistungsverlust von 0,5 % auszugehen.

kristalline Module vs Dünnschichtmodule

Kristalline Module weisen bei der Inbetriebnahme einen sofortigen Wirkungsgradverlust von ca. 2 % auf, welcher aber vom Hersteller in den technischen Spezifikationen bereits mit einberechnet ist. Nach diesem einmaligen Verlust beläuft sich die Degradation auf lediglich 0,1 % pro Jahr. Hier spielt der Unterschied zwischen mono- und polykristallinen Dünnschichtmodulen keine Rolle.

Dünnschichtmodule hingegen weisen anfangs eine sehr hohe Degradation auf. Sie verlieren in den ersten 1000 Betriebsstunden einen beträchtlichen Wirkungsgradverlust von 25 % auf. Dieser Verlust ist auf den Staebler-Wronski-Effekt zurückzuführen. Er beschreibt die lichtinduzierte metastabile Änderungen der Eigenschaften von hydriertem amorphem Silizium, welches im Wesentlichen bedeutet, dass sich der primäre Werkstoff Silizium durch die eingehenden Lichtstrahlen minderwertiger wird. Nach diesem Anfangsverlust ist die langfristige Degradation nahezu zu vernachlässigen.

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