Wartung einer Photovoltaikanlage

Photovoltaikanlagen gelten als sehr wartungsarm, gepaart mit einer sehr langen Lebensdauer. Die durchschnittliche Lebensdauer einer Photovoltaik Anlage mit seinen Solarmodulen liegt bei 25 Jahren. Auch wenn solch eine Anlage sehr wartungsarm ist, muss dennoch eine regelmäßige Wartung stattfinden. Um eine Ertragssicherheit und solch eine lange Lebensdauer zu garantieren.

Ohne einen Check-up können Ertragsverluste unentdeckt bleiben und es kommt so zu hohen Verlusten. Solarmodule sind einem Gewitter offen ausgesetzt und durch ihren Standort anfällig für Blitzeinschläge. Ein solcher Blitzeinschlag auf der Photovoltaik Anlage kann Leistungseinbußen mit sich bringen und durch einen unbemerkten Schaden an der Elektronik das Brandrisiko enorm steigern.

Photovoltaikrechner

Wo soll die Photovoltaikanlage installiert werden?(erforderlich)

Wartungsintervalle

Die Wartungsintervalle werden grundsätzlich in einem ein Jahres-Turnus angesetzt. Dies ist der Normalfall in den meisten Wartungsverträgen. Durch verschiedenste Standortfaktoren kann dies allerdings schwanken und ein kürzeres Intervall ist dann vonnöten.

Sollte die Photovoltaik Anlage in der Nähe von höheren Schadstoff- und Feinstaubbelastungen wie extrem stark befahrenes urbanes Gelände, Standorte mit intensiver landwirtschaftlicher Nutzung oder in Meer nähe in Betrieb sein, können sich hier verstärkt Partikel ablagern und Stoffe die einzelnen Komponenten angreifen. Durch Verschmutzungen oder sogenannte Hot Spots können sich Ertragsverluste, mehrheitlich verbunden mit Beschädigungen, einstellen.

Wichtig ist auch ein Blick in die Versicherungsunterlagen. Hier schreibt der eigene Versicherungsvertrag überwiegend eine jährliche Sichtprüfung sowie eine wiederkehrende Prüfung alle vier Jahre vor. Die wiederkehrende Prüfung ist gemäß DIN EN 62446-1 VDE 0126-23-1:2019-04 mindestens alle vier Jahre verpflichtend. Dies ist eine Prüfung der gesamten Anlage, ähnlich der Prüfung vor der Inbetriebnahme.

Jährliche Sichtprüfung

Bei der Sichtprüfung werden alle zugänglichen Komponenten durch eine Fachkraft überprüft. Dazu werden die Solarmodule auf dem Dach auf Beschädigungen, wie Rissen oder Dellen, sowie starke Verschmutzungen wie Laub, Vogelkot oder angesetzter Staub untersucht. Die korrekte Befestigung an dem Montagesystem, welche auf thermische oder mechanische Verformungen untersucht wird, ist von hoher Bedeutung. Die Überprüfung des gesamten Kabelwerks auf Schmorstellen und eindringende Feuchtigkeit sowie der Anschlussbuchsen und die Steckverbindungen ist ebenso Teil dieser regelmäßigen Wartung.
Als Letztes wird der Stromspeicher durch ein internes Wartungsprogramm überprüft und der FI-Schutzschalter, die Hauptsicherung, geprüft.

Kosten und Zeitpunkt

Der Zeitpunkt sollte im Sinne des Ertrags gewählt werden. Einen hohen Ertrag erwirtschaften Photovoltaikanlagen während den Sommermonaten. Dementsprechend sollte der Zeitpunkt für eine Wartung im Frühling gewählt werden. Zu diesem Zeitpunkt können etwaige Fehler gefunden werden und kleinere Reparaturen durchgeführt werden beziehungsweise Fachbetriebe für größere Instandsetzungen beauftragt werden.

Eigenen Strom auch im Winter nutzen?

Normalerweise wird nicht genutzter Strom in das Stromnetz verkauft. Im Winter produziert eine PV-Anlage meist wesentlich weniger Strom, sodass hier Strom um den Faktor 4-5 teurer nachgekauft werden muss. Die Lösung schafft die herstellerunabhängige StromCloud.
Hier mehr erfahren oder direkt Kontakt aufnehmen.

Außerplanmäßige Wartungstermine sollten nach groben Wetterereignissen, wie etwa schwere Stürme, gewählt werden. Hier kann eine Sichtprüfung auch selber durchgeführt werden und erst bei Sichtung von großen Ästen oder dergleichen eine Fachkraft hinzugezogen werden.

Die Kosten belaufen sich auf circa 200 Euro pro Wartungstermin. Sollte eine Prüfung mittels einer thermografischen Untersuchung stattfinden, kann dies den Preis erhöhen. Solch eine Untersuchung lohnt sich, wenn unerklärliche Leistungsabfälle vorhanden sind. Anhand dieser thermografischen Untersuchung können sehr kleine Haarrisse erkannt werden.

Selbstkontrolle

Sporadisch lohnt sich selbst eine Kontrolle. Diese kann, unter der Voraussetzung, dass der Zugang und der Fläche um die Module sicher ist, ohne weiteres Gerät selbst durchgeführt werden. Das Wichtigste daran ist die Erkennung von defekten Solarmodulen, denn teilweise sind diese sehr einfach zu erkennen.
In der Regel werden Fehlermeldungen auf dem Wechselrichter angezeigt, sollte von einem Modul keine oder sehr viel weniger Leistung generiert werden. Sollte der Wechselrichter über kein Display verfügen, kann man durch Ertasten der Außenhülle Schlüsse auf die Funktion herleiten. Ist der Wechselrichter bei einer hohen Sonneneinstrahlung immer noch kalt, fließt höchstwahrscheinlich kein oder nur wenig Strom.
Wenn der Wechselrichter keine Meldungen von sich gibt, geben starke Verschmutzungen oder Beschädigung der Oberfläche Hinweise auf einen möglichen Defekt.

Die Auswertung der Leistungsdaten des Wechselrichters gibt Aufschluss auf mögliche Beschädigungen. Heutzutage sind in den meisten Wechselrichtern bereits Datenlogger, intelligente Strommessgeräte, eingebaut, welche die Daten bereits auswerten.

Entsorgung

Sollte eine Photovoltaikanlage ihre Lebensdauer überschritten haben und endgültig nicht mehr funktionieren, muss diese ordnungsgemäß entsorgt werden. Solarmodule unterliegen dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz und sind gemäß diesem zu entsorgen.

Photovoltaikanlagen, welche im privaten Bereich genutzt wurden, können kostenlos über den jeweiligen zuständigen Wertstoffhof entsorgt werden. Bei der Demontage und dem Abbau sollte jedoch zwingend ein Fachunternehmen hinzugezogen werden, da diverse Bauteile noch Strom leiten und die Module leicht zerbrechlich sind.

Da die Kosten für diesen Abbau nicht unerheblich sind, sollte zu Beginn bereits bei Abschluss eines Wartungsvertrages geklärt werden, ob diese Kosten übernommen werden. Bei schwermetallhaltigen Modulen verpflichten sich die meisten Unternehmen und Hersteller kostenlos zur Rücknahme und der Verwertung. In älteren Modulen wurden die einzelnen Solarzellen mittels bleihaltigem Lötzinn zu Solarmodulen zusammen gelötet. Weiterhin besitzen spezielle Dünnschichtmodule einen Halbleiter namens Cadmiumtellurid.

Eigenen Strom auch im Winter nutzen?

Normalerweise wird nicht genutzter Strom in das Stromnetz verkauft. Im Winter produziert eine PV-Anlage meist wesentlich weniger Strom, sodass hier Strom um den Faktor 4-5 teurer nachgekauft werden muss. Die Lösung schafft die herstellerunabhängige StromCloud.
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