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Organische Solarzellen: Flexible Dünnschicht-PV, Schwachlichtvorteile und der Weg zu höheren Wirkungsgraden

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    Manchmal merkt man erst spät, wie viel Energie eigentlich nicht nur bei praller Sonne entsteht – sondern im normalen Leben: am hellen Vormittag, bei bewölktem Himmel, unter einer Lampe im Büro oder auf dem Balkon, der nur ein paar Stunden Sonne abbekommt. Genau in diesen „Zwischen-Licht“-Momenten werden organische Solarzellen (OPV) spannend. Sie gehören zur Dünnschicht-Photovoltaik, lassen sich oft als leichte Folienmodule umsetzen und auf Flächen bringen, wo klassische Glasmodule schnell an Grenzen stoßen: gebogene Fassaden, mobile Geräte, Zelte, Taschen oder Sensorik.

    Der Reiz ist schnell erklärt: OPV kann auch bei Schwachlicht noch Strom liefern – nicht als Ersatz für große Dachanlagen, eher als clevere Ergänzung für Anwendungen, die bisher gar keine PV-Fläche hatten. Natürlich gibt es einen Haken: Der Wirkungsgrad organischer Solarzellen liegt im Vergleich zu Silizium meist niedriger. Und damit steht oft die Frage im Raum: Lohnt sich das wirklich – oder ist es nur ein nettes Experiment?

    In diesem Artikel schauen wir nüchtern – aber alltagstauglich – auf Flexibilität, typische Einsatzfelder und darauf, warum Tandemzellen (etwa Silizium-Organik ) als Weg zu deutlich höheren Wirkungsgraden gelten. Damit Sie sauber einschätzen können, wo OPV heute schon Sinn ergibt – und wo man besser noch ein bisschen Geduld mitbringt.

    Das Wichtigste in Kürze

    • OPV ist Dünnschicht-PV auf Kunststoffbasis: sehr leicht, flexibel und als Folienmodule auch auf untypischen Flächen einsetzbar (z. B. gebogene Oberflächen, mobile Anwendungen).
    • Stark bei Schwachlicht: Organische Solarzellen können auch bei geringer Beleuchtung Energie liefern – interessant für Indoor- und „Nebenflächen“-Anwendungen, wo Silizium-PV oft unpraktisch ist oder schlicht nicht installiert wird.
    • Wirkungsgrad noch niedriger – Potenzial durch Tandem: Stand heute ist OPV weniger effizient als Silizium, aber Kombinationen mit Silizium (Tandemzellen) gelten als Schlüssel, um deutlich höhere Wirkungsgrade zu erreichen.

    Was organische Solarzellen (OPV) eigentlich sind – und warum das „organisch“ wichtig ist

    Organische Solarzellen (oft als OPV abgekürzt) sind Photovoltaik-Zellen, deren aktive Schichten nicht aus Silizium bestehen, sondern aus kohlenstoffbasierten Materialien – vereinfacht gesagt: spezielle Kunststoffe beziehungsweise organische Halbleiter. Das klingt im ersten Moment nach Forschungslabor. Der praktische Punkt ist aber: Diese Schichten lassen sich als Dünnschicht auf Folien oder flexible Träger aufbringen. Und genau das ändert den Einsatzbereich komplett.

    Darum taucht OPV so häufig im Kontext Dünnschicht -PV auf: weniger Material, wenig Gewicht, mehr Formfreiheit. Wo klassische Glasmodule stabil und bewährt sind, aber eben auch starr und schwer, können OPV-Module eher wie ein technisches „Skin“ funktionieren: integrieren statt aufschrauben, anpassen statt verbiegen.

    In der Praxis ist OPV heute selten „die neue Dachanlage“. Eher ist es die Technologie, die ungenutzte Oberflächen in Stromspender verwandeln kann – und damit Anwendungen möglich macht, die vorher an Montage, Gewicht oder Optik gescheitert wären.

    Flexible Dünnschicht-PV: Wie Flexibilität plötzlich zum echten Vorteil wird

    Der offensichtlichste Trumpf ist die Flexibilität. OPV kann als Folienmodule umgesetzt werden, die sich biegen lassen und auf Oberflächen funktionieren, die man bei Silizium oft gar nicht ernsthaft einplanen: gebogene Fassaden, textile Flächen, Markisen, leichte Verbundmaterialien, mobile Konstruktionen.

    Und das ist mehr als ein „klingt cool“. Es löst ein echtes Alltagsproblem: Viele Gebäude haben viel Oberfläche, aber wenig „klassisch PV-taugliche“ Fläche. Gerade bei Design-Fassaden, Leichtbau-Dächern, denkmalnahen Bereichen oder temporären Installationen sind schwere Glasmodule oft eine echte Zumutung. OPV spielt seine Stärken aus, weil das Modul selbst Teil der Oberfläche werden kann – statt wie ein Fremdkörper oben drauf zu wirken.

    Typische Flächen, auf denen OPV immer wieder landet (und teils schon in Pilotprojekten arbeitet), sind zum Beispiel:

    • Fassaden und Gebäudehüllen, bei denen Gewicht und Optik eine große Rolle spielen
    • Markisen und Verschattungen, die tagsüber ohnehin „im Licht“ sind
    • Kleidung, Taschen oder Outdoor-Textilien, wenn es um Kleinststrom für Elektronik geht
    • mobile Leichtbau-Anwendungen wie Zelte, leichte Abdeckungen oder Sensorträger

    Wenn Sie schon einmal versucht haben, eine Stromquelle für einen Sensor, ein Gateway oder ein kleines Display an einem ungünstigen Ort zu planen, kennen Sie das Problem: Es scheitert nicht am Bedarf, sondern an Form, Untergrund und Montage. OPV adressiert genau diese „Nerv-Stellen“ – nicht mit maximaler Leistung, sondern mit maximaler Integrationsfreiheit.

    Schwachlicht als Alltagsszenario: Warum OPV bei diffusem Licht interessant bleibt

    Bei Photovoltaik denken viele an pralle Sonne, Südausrichtung und wolkenlosen Himmel. Die Realität ist oft deutlich grauer: Bewölkung, Verschattung, Ost-/West-Balkon, Winterlicht, Innenraumbeleuchtung. Und genau hier fällt ein Begriff, der bei organische Solarzellen fast immer auftaucht: Schwachlicht.

    OPV kann auch bei schwachem Licht noch elektrische Energie liefern. Das heißt nicht, dass daraus plötzlich große Leistungen werden. Aber es heißt: In Situationen, in denen „klassische“ PV in der Praxis kaum sinnvoll integriert wird, kann OPV noch etwas beitragen – gerade bei kleinen Leistungen, die zuverlässig und kontinuierlich gebraucht werden.

    Ein Bild aus dem Alltag: Ein kleiner Sensor am Fenster, der Raumklima misst und per Funk sendet. Er braucht nicht viel – aber Batteriewechsel sind nervig, besonders wenn das Teil irgendwo „vergessen“ hängt. Wenn im Winter nur indirektes Tageslicht ankommt, kann OPV je nach Auslegung trotzdem helfen, den Energiehaushalt zu stabilisieren. Das ist nicht spektakulär, aber im Betrieb fühlt es sich einfach gut an, wenn es ohne ständiges Nachladen läuft.

    Wichtig ist dabei die richtige Erwartung: Schwachlicht -Vorteil bedeutet nicht „bei jeder Wolke besser als Silizium“. Eher heißt es: „funktioniert in Beleuchtungssituationen, in denen die Integration überhaupt Sinn ergibt“. Für Indoor- und Nebenflächen-Anwendungen kann genau das der Unterschied sein zwischen „Spielerei“ und „verlässliche Stromquelle“.

    Wirkungsgrad: Der Haken – und warum er nicht automatisch ein K.-o.-Kriterium ist

    Der Wirkungsgrad ist das Thema, bei dem viele OPV-Gespräche enden, bevor sie richtig starten. Ja: OPV liegt im Vergleich zu Silizium meist niedriger. Das ist ein echter Nachteil, vor allem wenn Fläche knapp ist und maximale Energie pro Quadratmeter zählt – also klassisch auf dem Hausdach.

    Aber in vielen OPV-Anwendungen ist Fläche nicht knapp, sondern „ungewöhnlich“. Dann lautet die Frage weniger „Wie hole ich das Maximum aus 20 m² Dach?“, sondern „Wie mache ich aus 200 m² Fassade oder aus einer Markise überhaupt eine Stromquelle, ohne Statik, Optik und Montage zu sprengen?“ In solchen Fällen kann ein niedrigerer Wirkungsgrad völlig okay sein, wenn das System dadurch überhaupt möglich wird.

    Hilfreich ist der Unterschied zwischen:

    • „Ich ersetze mein Kraftwerk“ (dafür ist OPV heute meist nicht gedacht)
    • „Ich elektrifiziere eine Fläche, die bisher energetisch tot war“ (hier kann OPV wirklich punkten)

    Genau deshalb lohnt es sich, OPV nicht mit der klassischen Silizium-Brille zu bewerten. Es ist eher eine Ergänzung im Werkzeugkasten: nicht immer das schärfste Messer – aber manchmal das einzige, das überhaupt in die Ecke passt.

    Von Folienmodule bis Gebäudehülle: typische Anwendungen, die heute realistisch sind

    OPV wird besonders dort spannend, wo geringes Gewicht, einfache Integration und eine unaufdringliche Optik zählen. Viele Anwendungen drehen sich nicht um „viel Strom“, sondern um „Strom am richtigen Ort“ – dort, wo Kabel nerven und Batterien ständig leer sind.

    1) Mobile und tragbare Energie

    Bei mobilen Szenarien – Outdoor, Camping, Einsatzkräfte, Forschung – zählt jedes Gramm. Folienmodule können hier Vorteile bringen: leicht zu transportieren, schnell auszulegen, weniger empfindlich bei leichten Biegungen und gut dort einsetzbar, wo man nicht mit Glas hantieren möchte. In der Praxis geht es oft um das Laden kleiner Geräte, Powerbanks, Funktechnik oder Sensorik. Also nicht um „Haus versorgen“, sondern um „draußen funktionieren“.

    2) Gebäudeintegrierte PV auf schwierigen Flächen

    Gebäudeintegration ist mehr als „PV aufs Dach“. OPV kann perspektivisch dort mitspielen, wo Oberflächen groß sind, aber klassische Module stören oder konstruktiv schwer werden: Fassaden, Verschattungselemente, Verkleidungen, leichte Aufbauten. Gerade in der Architektur zählt manchmal „unauffällig Strom erzeugen“ mehr als der letzte Prozentpunkt Wirkungsgrad. Und mal ehrlich: Wenn eine Lösung optisch nicht akzeptiert wird, wird sie am Ende gar nicht gebaut – egal wie gut das Datenblatt ist.

    3) IoT, Sensorik und autarke Kleinstverbraucher

    Für Sensoren, die Daten sammeln (Temperatur, CO₂, Bewegung, Feuchte), ist der Strombedarf oft klein, aber dauerhaft. OPV in Kombination mit Energiespeicher (z. B. kleiner Akku oder Superkondensator) kann Batteriewechsel deutlich reduzieren. Der Schwachlicht -Aspekt ist hier besonders wertvoll, weil die Geräte selten am „perfekten PV-Spot“ hängen. Das Ziel ist nicht Spitzenleistung, sondern ein stabiler Alltag: messen, senden, wieder schlafen – und das möglichst lange ohne Wartung.

    4) Textilnahe Flächen

    Auch wenn nicht jede Idee alltagstauglich ist: Die Möglichkeit, OPV auf flexible Träger zu bringen, macht textile oder textile-nahe Konzepte zumindest realistisch denkbar – etwa in Ausrüstung, Taschen oder Abdeckungen. In der Praxis sind hier eher robuste, „semi-flexible“ Lösungen interessant als hauchdünne Sci-Fi-Folien, die beim ersten harten Einsatz schlappmachen. Trotzdem: Das Feld lebt von der Integrationsfreiheit – und genau da ist OPV stark.

    Unterm Strich gilt: OPV ist besonders dann eine gute Idee, wenn Sie ein konkretes Integrationsproblem lösen wollen – nicht, wenn Sie einfach nur den maximalen Jahresertrag pro Dachfläche suchen.

    Haltbarkeit, Schutzschichten und Alltagstauglichkeit: die unspektakulären Fragen, die über Erfolg entscheiden

    Wenn man ehrlich ist, entscheidet bei PV im Alltag nicht das Datenblatt, sondern der Betrieb nach zwei, fünf, zehn Jahren. Bei OPV spielen deshalb Verpackung und Schutz eine große Rolle: Organische Schichten reagieren empfindlicher auf Umwelteinflüsse als Glas-Silizium-Module. Das heißt: Gute Kapselung, Barrierefolien und saubere Verarbeitung sind kein „Extra“, sondern die Grundlage dafür, dass das System nicht frühzeitig abbaut.

    Für Sie als Anwender bedeutet das: Schauen Sie bei Produkten und Pilotlösungen weniger auf einzelne Laborwerte, sondern mehr auf bodenständige Fragen wie:

    • Wie ist das Modul gegen Feuchtigkeit und Sauerstoff geschützt?
    • Ist die Oberfläche kratz- und UV-beständig genug für den Einsatzort?
    • Wie wird montiert (Kleben, Laminieren, Einlegen) – und kann das später gewartet oder ersetzt werden?
    • Welche Leistung ist nach realistischem Betriebszeit noch zu erwarten?

    OPV wirkt manchmal wie „PV zum Anfassen“. Aber genau deswegen sollte man nicht vergessen: Draußen ist kein Labor. Wind, Regen, Hitze, Frost, mechanische Belastung – das ist der Alltag. Wenn das System das nicht wegsteckt, wird aus der schönen Idee schnell ein Wartungsprojekt, auf das niemand Lust hat.

    Tandemzellen als Hebel: Warum Kombinationen mehr bringen als reine OPV-Optimierung

    Der spannendste Weg zu größeren Wirkungsgrad -Sprünge führt häufig nicht über „OPV allein“, sondern über das Kombinieren von Technologien. Hier kommen Tandemzellen ins Spiel: Mehrere Schichten mit unterschiedlichen Absorptionsbereichen werden so gestapelt, dass mehr vom Lichtspektrum genutzt wird.

    Das Prinzip ist eigentlich leicht zu mögen: Statt eine Zelle alles machen zu lassen, arbeiten mehrere „Spezialisten“ übereinander. Eine Schicht nutzt bestimmte Wellenlängen besonders gut, die andere kümmert sich um den Rest. Ergebnis: theoretisch mehr Ertrag aus demselben Licht – ohne dass Sie mehr Fläche brauchen.

    In der Forschung zeigen solche Kombinationen, dass sich über Tandemansätze höhere Wirkungsgrade erzielen lassen. Als grobe Orientierung gilt: Es gibt immer wieder neue Rekorde, und gerade die Kombination mit Silizium wird oft als besonders aussichtsreich beschrieben.

    Wichtig: Laborwerte sind nicht automatisch Serienprodukte. Zwischen „Rekordzelle“ und „läuft 10 Jahre draußen“ liegen Materialien, Fertigung, Kosten und Haltbarkeit. Trotzdem zeigen diese Ergebnisse klar die Richtung: Der „Deckel“ ist bei PV noch nicht erreicht, und Tandemzellen gehören zu den realistischen Hebeln, um näher an die nächste Effizienzstufe zu kommen.

    Silizium-Organik: Was diese Kombination so logisch macht

    Silizium-Organik bedeutet im Kern: Man nutzt die bewährte Basis von Silizium (robust, etabliert, hohe Effizienz) und ergänzt sie um eine organische Schicht, die bestimmte Lichtanteile besonders gut verwerten kann oder Vorteile bei diffusem Licht mitbringt. Das Ziel ist nicht „Silizium ersetzen“, sondern „Silizium schlauer machen“.

    Das ist auch ganz menschlich betrachtet interessant: Viele vertrauen Silizium, weil es seit Jahrzehnten am Markt ist. OPV wirkt dagegen manchmal wie ein Experiment, das man erst mal „beobachtet“. Eine Silizium-Organik -Tandemidee ist für viele deshalb ein angenehmer Zwischenschritt: Innovation ja – aber ohne das stabile Fundament komplett auszutauschen.

    Für Anwendungen kann das bedeuten: gleiche Fläche, mehr Energie. Oder: bei schwierigen Lichtbedingungen ein stabilerer Gesamtertrag. Ob und wann solche Konzepte wirklich breit im Markt ankommen, hängt aber nicht nur an der Physik, sondern auch an Herstellbarkeit, Kosten, Langzeitstabilität und Skalierung. Die Technik muss am Ende nicht nur funktionieren – sie muss auch produzierbar sein.

    Wie Sie OPV-Projekte sinnvoll planen: ein pragmatischer Blick auf Ertrag, Fläche und Ziel

    Wenn Sie über organische Solarzellen nachdenken, hilft eine einfache Gegenfrage: „Welches Problem soll gelöst werden?“ OPV ist selten die beste Antwort auf „Ich will maximalen Jahresertrag pro Quadratmeter“. OPV ist häufig die beste Antwort auf „Ich will überhaupt Strom auf diese Fläche bekommen – ohne Stress mit Gewicht, Montage oder Optik“.

    Eine praxistaugliche Vorgehensweise sieht so aus:

    • Ziel definieren: Kleinststrom (Sensorik), Komfortstrom (Powerbank), oder nennenswerter Beitrag zur Versorgung?
    • Lichtprofil prüfen: Viel Sonne, viel diffuse Helligkeit, überwiegend Indoor? Der Schwachlicht -Vorteil hilft vor allem dann, wenn das Lichtprofil im Alltag wirklich „weich“ ist.
    • Fläche realistisch bewerten: Wie viel „ungewöhnliche Fläche“ steht zur Verfügung (Fassade, Markise, Gerätehülle)? Und ist diese Fläche wirklich regelmäßig hell, oder klingt sie nur auf dem Papier gut?
    • Elektronik nicht vergessen: OPV braucht wie jede PV passende Elektronik (Laderegler, Speicher, Lastmanagement). Gerade bei Kleinstsystemen entscheidet das über Alltagstauglichkeit, weil hier jeder Verlust spürbar wird.
    • Mechanik & Montage: Biegung, Klebung, Temperaturwechsel, Reinigung – das sind die Themen, die später nerven, wenn man sie am Anfang übersieht.

    Wenn Sie diese Punkte sauber klären, wird OPV plötzlich greifbar. Und Sie vermeiden den Klassiker: Man erwartet „Dach-PV“ und bekommt „smarte Nebenflächen-PV“ – und ist dann enttäuscht, obwohl die Technologie eigentlich genau das gemacht hat, was sie gut kann.

    Fazit: Die leisen Stärken der OPV – und wann Sie zugreifen (oder warten) sollten

    Wenn Sie OPV auf einen Satz herunterbrechen wollen, dann vielleicht so: organische Solarzellen sind keine Ertragsmonster, aber echte Problemlöser. Als Dünnschicht -Technologie auf Kunststoffbasis punkten sie mit geringem Gewicht, hoher Flexibilität und der Möglichkeit, als Folienmodule auf Flächen zu landen, die für klassische PV kaum nutzbar sind. Dazu kommt ein Pluspunkt, den viele erst schätzen, wenn sie ihn im Alltag erleben: OPV kann auch bei Schwachlicht noch Energie liefern – ein Vorteil für Indoor-nahe Szenarien, diffuse Helligkeit und all die „Nebenflächen“, die sonst ungenutzt bleiben.

    Der Haken bleibt der Wirkungsgrad. Für Dächer, bei denen jeder Quadratmeter zählt, ist Silizium meist weiterhin die bessere Wahl. Spannend wird OPV dort, wo Integration wichtiger ist als Spitzenleistung. Und wenn Sie in Richtung Zukunft schauen: Tandemzellen und Kombinationen wie Silizium-Organik gelten als Schlüssel, um deutlich höhere Wirkungsgrade zu erreichen – hier passiert gerade viel, auch wenn nicht alles sofort als fertiges Produkt verfügbar ist.

    Meine Empfehlung: Nutzen Sie OPV bewusst als Ergänzung für spezielle Anwendungen (Sensorik, mobile Flächen, Fassaden- oder Verschattungselemente). Für „klassische“ PV-Ziele setzen Sie auf Bewährtes – und behalten OPV/Tandem als zweite Spur im Blick. Welche Fläche in Ihrem Alltag ist heute noch energetisch „tot“ – und wäre als OPV-Fläche plötzlich interessant?

    FAQ

    Wofür eignen sich organische Solarzellen heute wirklich?

    Am stärksten sind OPV-Folienmodule dort, wo klassische Glasmodule im Alltag eher stören als helfen: wenn es leicht sein muss, wenn etwas flexibel bleiben soll, wenn die Montage schnell gehen soll oder die Fläche schlicht untypisch ist. Ich denke da an Markisen, Fassadenflächen, Zelte oder kleine Gerätegehäuse. Fürs Dach, wo jeder Quadratmeter zählt und man dauerhaft hohe Erträge will, ist Silizium meist die pragmatischere Wahl. OPV ist eher „Strom an Orten, die sonst leer ausgehen“.

    Was heißt „Schwachlicht“ – und bringt mir das im Alltag etwas?

    Schwachlicht ist genau dieses typische „Grau“: Wolken, Winter, indirektes Fensterlicht, manchmal auch Innenraum. OPV kann hier oft noch Energie liefern, wo andere PV-Lösungen in der Praxis selten sinnvoll integriert werden. Ein Beispiel, das viele kennen: ein Sensor am Fenster oder an der Wand, den Sie nicht ständig mit Batterien füttern wollen. Wenn das System sauber ausgelegt ist, fühlt es sich im Betrieb überraschend gut an, weil es einfach unauffällig mitläuft.

    Warum ist der Wirkungsgrad bei OPV noch niedriger?

    Die organischen Halbleiter holen pro Fläche meist weniger Energie aus dem Licht als Silizium. Das ist der Haken, ganz klar. Entscheidend ist deshalb die Gegenfrage: Haben Sie viel integrierbare Fläche (Fassade, Textil, Rundungen, Verschattungselemente) oder eine Stelle, an der ein Standardmodul nicht sinnvoll montierbar ist? Dann kann OPV trotz niedrigerem Wirkungsgrad die praktischere Lösung sein.

    Wie kommt OPV zu höheren Wirkungsgraden?

    Spannend wird es über Tandemzellen, etwa Silizium-Organik: mehrere Schichten nutzen unterschiedliche Lichtanteile, statt dass eine einzelne Schicht alles allein stemmen muss. Dadurch sind höhere Wirkungsgrade erreichbar – und genau in diesem Bereich sieht man in Forschung und Entwicklung besonders viel Bewegung.

    Carsten Steffen
    Autor: Carsten Steffen
    Carsten Steffen, Gründer von photovoltaik.sh, bringt sein tiefes Verständnis für Photovoltaik und seine Begeisterung für erneuerbare Energien ein, um Kunden in Schleswig-Holstein seit 2021 schneller und kostengünstiger zu ihrer eigenen Photovoltaikanlage zu verhelfen. Ermöglicht wird das Dank der Zusammenarbeit mit lokalen Solarteuren. Regelmäßige Schulungen runden unsere Expertise ab. Mit der Gründung von photovoltaik.sh sind wir Ihr vertrauenswürdigen Partner für alle, die ihren Stromverbrauch nachhaltig gestalten möchten.
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